Der FC Red Bull Salzburg bestätigt den Transfer von Marco Djuricin | Erstes Interview

Der FC Red Bull Salzburg begrüßt einen neuen Topstürmer bei den Roten Bullen: Marco Djuricin kommt vom SK Puntigamer Sturm Graz und unterschreibt einen Vertrag bis 2018.

In der laufenden Saison hat Djuricin bereits sechs Cup- (Platz 2 der Torschützenwertung) bzw. elf Meisterschaftstore (Platz 3 der Torschützenwertung) erzielt und ist damit der torgefährlichste österreichische Stürmer.

Mittlerweile hat Marco auch den medizinischen Check absolviert und wird bereits in die Leistungstestserie der Roten Bullen integriert. Am Freitag wird er der Mannschaft vorgestellt und ist auch beim ersten gemeinsamen Training mit dabei.

Für Sportdirektor Ralf Rangnick ist dies ein sehr spannender Neuzugang: „Marco Djuricin gehört zu den besten Stürmern in der österreichischen Bundesliga. Er passt mit seinen Qualitäten sehr gut zu uns, und wir freuen uns, dass wir mit ihm einen weiteren jungen und entwicklungsfähigen Spieler für Red Bull Salzburg gewinnen konnten.“

Marco Djuricin verkörpert die ideale Mischung aus Instinktfußballer und Techniker. Privat ist der erst 22-jährige Wiener ein Familienmensch. Im Interview verrät er, wie seine Kindheit im "Wiener Käfig" seine Profikarriere beeinflusst hat, warum er Konkurrenz im Team gut findet und was ihn sonst noch so antreibt.

Hallo Marco, herzlich willkommen in Salzburg! Du hast ein paar ereignisreiche Tage hinter dir, denn auf dem Transfermarkt haben mehrere Vereine großes Interesse gezeigt. Warum hast du dich für Red Bull Salzburg entschieden?

„Für mich war es das erste Mal, dass ich in einer Situation wie dieser war, wo ich gleich mehrere gute Angebote hatte. Die Entscheidung ist mir aber nicht schwergefallen, denn ich wollte immer bei Red Bull Salzburg spielen. Mir gefällt der Spielstil, und die aggressive, offensive Spielweise liegt mir sehr. Ich bin relativ jung, möchte das Beste aus meiner Karriere machen und bei Red Bull Salzburg habe ich die besten Voraussetzungen und Perspektiven für mich gefunden. Ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.“

Du bist aktuell einer der Top-Torschützen in der laufenden Saison. Welche Rolle würdest du beim FC Red Bull Salzburg gerne einnehmen?
„Bei Red Bull Salzburg spielen die besten Spieler der Liga und ich werde mir erst über meine Leistungen beim Training und im Match meine Rolle im Team erarbeiten müssen. Die Konkurrenz in der Mannschaft ist sehr groß und das gefällt mir, denn es macht auch mich stärker.“

Eine Nachwirkung aus deinen Kindheitstagen im „Käfig“?
„Ja, so könnte man es sagen. Als Kinder mussten wir uns gegen die Großen durchsetzen und uns auf dem Platz behaupten. Sonst hätten sie uns über den Haufen gerannt bzw. gar nicht erst mitspielen lassen. Von dieser Zeit her kenne ich auch David Alaba. Der Käfig ist eine harte Schule, aber so sind wir groß geworden.“

Kurz zur Erklärung: Du gehörst einer selten gewordenen Fußballkultur an und zählst zu den letzten „echten“ Wiener Käfigkickern. Eine Fußballergeneration, der man Durchsetzungsstärke und eine gewisse - im positiven Sinne – Schlitzohrigkeit nachsagt. Wie schätzt du dich selbst als Spielertyp ein?
„Wie gesagt, wir mussten als allererstes lernen, uns durchzusetzen. Aber wir haben auf diese Weise auch technische Fähigkeiten früh verinnerlicht, wie das Spiel auf engem Raum, Reaktionsschnelligkeit und Instinktvertrauen. Das sind Eigenschaften, die als Profi natürlich kein Nachteil sind und die ich im Laufe meiner Karriere auch weiterentwickeln konnte.“

Der FC Red Bull Salzburg hat sich für das Frühjahr auf nationaler und internationaler Ebene wieder hohe Ziele gesteckt. Was erwartest du dir von der kommenden Frühjahressaison?
„Natürlich erwartet man von Red Bull Salzburg immer, dass diese Mannschaft alles gewinnen muss. Aber diese Favoritenrolle muss man sich erst erarbeiten. Das weiß ich nur zu gut, und es gefällt mir, dass der Klub so hohe Ambitionen hat. Ich will meine Stärken bestmöglich ins Team einbringen und mich stetig verbessern.“