In zwei Tagen treffen wir im UEFA Europa League-Sechzehntelfinale auf Real Sociedad, und das Ziel ist klar: Wir wollen den Einzug ins Achtelfinale schaffen. Aber was braucht es, um den spanischen Topklub in die Knie zu zwingen? Unser Ghostwriter glaubt an den Aufstieg „seiner“ Mannschaft und dass manchmal auch ein Fünkchen Magie im Spiel ist. Dieser Augenblick, in dem die Mannschaft und ihre Fans vereint das Glück an sich reißen. So erlebten wir es schon einmal … erinnert ihr euch?

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"Als ich beim letzten Europa League-Heimspiel gegen Vitoria Guimaraes in Salzburg zu Besuch war, hab ich mich in meiner alten Heimat sofort wieder ganz wie zu Hause gefühlt. Ich hatte eine tolle Zeit hier und werde mich noch sehr lange mit Freude daran zurückerinnern. Auch wenn für mich ein neues Kapitel und ein neuer Karriereabschnitt begonnen haben, fühle ich mich immer noch mit dem Team und den Salzburger Fans verbunden. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich von der Mannschaft spreche, als wäre ich noch ein Teil von ihr.

Ich bin natürlich schon sehr gespannt, wie wir gegen Real Sociedad im Europa League-Sechzehntelfinale auftreten werden. Aber ich rechne uns durchaus realistische Chancen auf den Aufstieg aus. Die baskischen Teams sind ja eher für ein körperbetontes Spiel und lange Bälle bekannt. Mit dieser Spielweise des Gegners sind wir ja auch in der Liga oft konfrontiert, und die Jungs wissen damit umzugehen. Mit dem neuen Trainer hat sich das zwar geändert, und Real Sociedad versucht, das Spiel nun mehr kontrolliert von hinten aufzubauen, dennoch läuft es in der Liga derzeit noch nicht allzu gut für sie. Der Gegner wird sich aber vielleicht ganz anders präsentieren als in der Liga. Sie haben sich bestimmt etwas einfallen lassen, um ihre Stärken gegen uns auszuspielen.

Aber unabhängig davon, wie der Gegner auftreten wird, werden wir natürlich versuchen, unser eigenes Spiel durchzuziehen. Es hat uns noch nie beeindruckt, in welcher guten oder schlechten Form die gegnerische Mannschaft war. Die Europa League ist ein ganz besonderer Bewerb, und auf internationaler Bühne spielen zu dürfen, ist für jeden Spieler etwas Besonderes. Oft weckt das bei den meisten eine ganz spezielle Motivation und innere Kraft.

Real Sociedad kämpft Woche für Woche gegen die Topklubs Europas, denn in La Liga sind die Konkurrenz und die Qualität der einzelnen Teams sehr hoch. Das macht spanische Klubs auf internationalem Terrain, im Vergleich zu den Spitzenteams kleinerer Fußballnationen, automatisch zum Favoriten. Was es braucht, um gegen solche Klubs bestehen zu können? Das ist ganz einfach! Wir müssen nur genau das auf den Platz bringen, was unsere Mannschaft derzeit so erfolgreich macht. Ich glaube fest daran, dass wir den Aufstieg ins Achtelfinale wieder schaffen können, denn unsere stärkste Waffe ist das Kollektiv! Wenn wir so spielen wie bisher – mit unserem unbändigen Siegeswillen und der 100-prozentigen Bereitschaft, alles für das Team zu geben –, können wir es schaffen. Wir können erneut für eine Überraschung sorgen!

Die Jungs spielen tollen, unterhaltsamen Fußball. Sie sind eine Einheit auf dem Platz, zeigen Leidenschaft und sorgen immer wieder für Überraschungen. Wenn man als Fußballfan in Österreich also guten Fußball sehen möchte – noch dazu auf internationalem Topniveau –, dann gibt es in diesem Land nur ein Stadion, wo das im Moment gespielt und gelebt wird. Die Mannschaft hat sich die Unterstützung der Fans einfach verdient, denn sie hat in der Gruppenphase klasse gespielt. Gerade bei solchen schweren Spielen ist der 12. Mann im Rücken enorm wichtig und könnte das Zünglein an der Waage sein.

Das beste Beispiel dafür war, als wir gegen Ajax Amsterdam den Aufstieg geschafft haben. Ich denke, alle, die damals live mit dabei waren, erinnern sich heute noch an dieses außergewöhnliche Spiel. Wir spielten gegen eine Mannschaft, die theoretisch stärker war als wir, aber obwohl wir das wussten, gingen wir auf den Platz raus und hatten einfach Spaß am Kicken. Schon nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass Ajax angreifbar war. In dem Moment, wo uns das klar wurde, wollten wir nicht mehr nur ein gutes Spiel machen. Nein, ab diesem Augenblick wollten wir es dann auch gewinnen. Der Rest war Magie."