Und hier noch mehr Zahlen, Daten und Fakten zur abgelaufenen Bundesliga-Saison der Roten Bullen.

Aus der Distanz treffsicher
  • Die Trefferquote von Red Bull Salzburg kann sich sehen lassen, jeder 7. Versuch landete im gegnerischen Kasten. Nur die Quote der Austria lag noch knapp darunter (6,6).
  • Von außerhalb des 16ers hat sich die Trefferquote der Salzburger im Vergleich zum Herbst gesteigert. Die Spieler zogen nicht mehr so häufig aus der Distanz ab, erzielten aber trotzdem die meisten Weitschusstore (10).
  • Red Bull Salzburg versenkte jeden 25. Weitschuss – nur Absteiger Mattersburg hatte eine knapp bessere Quote (24,88).
  • Der Vizemeister erarbeitete sich aber auch zahlreiche Hochkaräter, 94 Großchancen waren die meisten. Rund die Hälfte davon wurde genutzt – eine ordentliche Quote.
  • In einigen Situationen war auch viel Pech dabei, Red Bull Salzburg markierte 17 Stangenschüsse – nur Rapid Wien (18) mehr.
Die totale Offensive
  • Red Bull Salzburg spielte mit einem sehr offensiven Mittelfeld, meistens agierten mindestens drei sehr offensiv orientierte Spieler hinter einer Solospitze. Gegen Ende der Saison wirbelten mit Alan und Jonathan Soriano gleich 2 Torjäger an vorderster Front.
  • 36 Tore durch Mittelfeldspieler waren ligaweit die meisten. Auch 53 Torvorlagen durch Mittelfeldspieler waren der Topwert. Laut Adam Riese ergibt das imposante 89 Scorer-Punkte durch Mittelfeldspieler.
  • 328 Torschüsse wurden durch Mittelfeldspieler abgegeben – die meisten. In vielen Situationen kamen sie vor die Sturmspitze, die sich immer wieder geschickt fallen ließ, um aufrückende Spieler mit Steilpässen einzusetzen.
  • Die Salzburger Mittelfeldspieler verwerteten jeden 9. Torschuss – keine andere
Mittelfeldreihe arbeitete so effektiv
  • Die Stürmer verwandelten jeden 7. Versuch – ebenfalls die beste Quote! In den letzten Runden belebte Alan noch mal das Salzburger Angriffsspiel. Mit seinen 33 Schüssen erzielte er 11 Treffer!
  • Nur 18% der Torschüsse konnten von gegnerischen Feldspielern abgeblockt werden – der geringste Anteil. Red Bull Salzburg erarbeitete sich viele Möglichkeiten mit freier Schussbahn.
Verteidiger schalteten sich ein
  • Neben den torgefährlihen Offensivspielern schalteten sich zusätzlich die Abwehrspieler häufig in die Offensivarbeit ein und hatten 41% der Salzburger Ballkontakte – bei keinem anderen Verein waren die Abwehrspieler so häufig am Ball.
  • 29 Scorer-Punkte durch Verteidiger waren die meisten. Starke 21 Torvorlagen wurden durch Salzburger Abwehrspieler abgeliefert – die meisten!
  • In der Chancenverwertung können die Verteidiger noch zulegen, 12 Torschüsse für einen Treffer entsprechen ungefähr dem Ligaschnitt.
  • 8 Tore haben die Salzburger Verteidiger erzielt – nur die Verteidiger der Austria mehr (10). 99 Torschüsse durch Abwehrspieler waren die meisten.
  • Insgesamt haben 17 Spieler für Red Bull Salzburg angeschrieben, kein Team hatte mehr Torschützen im Kader (Admira ebenfalls 17).
  • Für Red Bull Salzburg standen in dieser Saison 31 verschiedene Spieler auf dem Platz, nur für die Admira noch mehr (36).

Variableres Passspiel

  • Auch sonst kombinierte Red Bull Salzburg schnell und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. 14.899 gespielte Pässe waren die meisten.
  • Die Zuspiele waren auch sehr genau, 82% der Pässe landeten bei einem Mitspieler – die beste Quote.
  • Der Vizemeister setzte dabei hauptsächlich auf schnelles Kurzpassspiel, 13.797 kurze Pässe waren mit Abstand die meisten. Starke 85% dieser Zuspiele landeten auch beim eigenen Mann.
  • Pässe über 30 Meter setzte der Vizemeister demgegenüber nur 1.102-mal ein – am seltensten.
  • Nach kurzen Pässen erzielte Red Bull Salzburg 45 Treffer, 15 Tore mehr als Meister Austria!
  • Red Bull Salzburg gab 315 Torschüsse nach kurzen Pässen ab – mit Abstand die meisten. 

Ab durch die Mitte

  • Der Ball wurde bei Red Bull Salzburg möglichst flach gehalten, eher selten bekam man hohe Bälle in Richtung Strafraum zu sehen.
  • Die Flügelspieler zogen oft nach innen, setzen ihre Mitspieler dann mit Steilpässen ein oder wurden selbst angespielt. Red Bull Salzburg erzielte ligaweit die meisten Treffer nach Steilpässen und kam nach Steilpässen auch am häufigsten zum Abschluss.
  • 54% der Salzburger Treffer (zweithöchster Anteil) und 50% der Torschüsse (höchster Anteil) wurden mit Angriffen durch die Mitte vorbereitet.
  • Auch nach Querpässen war Red Bull Salzburg mit 20 Treffern das gefährlichste Team.

Effektivität über die Flanken

  • Aber auch über die Außenbahnen lief das Angriffsspiel der Salzburger. 24 Tore über den rechten Flügel waren die meisten, 18 über links die zweitmeisten.
  • Besonders mit Flanken war Red Bull Salzburg über rechts deutlich erfolgreicher. 17 Treffer nach Flanken waren die meisten, davon wurden 12 über rechts vorbereitet.
  • Der Vizemeister schlug 407 Flanken – 3 Mannschaften mehr. Von links schlugen die Salzburger sogar etwas mehr Flanken, die Zuspiele von rechts waren deutlich effektiver.
  • Insgesamt landeten 23% der Salzburger Flanken bei einem Mitspieler – die zweitbeste Quote.
  • Aus jeder 24. Flanke der Salzburger resultierte ein Treffer – mit Abstand die beste Quote!

Erfolgreich aus Freistößen

  • Die Salzburger wurden oft in aussichtsreichen Positionen gefoult und bekamen als einzige Mannschaft auch 8 Elfmeter zugesprochen. 7 dieser Elfmeter wurden auch verwertet, nur Jonatan Soriano scheiterte bei seinem ersten Versuch.
  • 10-mal haben die Salzburger aus Freistoßsituationen getroffen, aber keinen davon direkt verwandelt. Der letzte direkte Treffer aus einem Freistoß gelang Roman Wallner am 3. April 2011.
  • 2-mal haben die Salzburger im Anschluss an Freistoßflanken von seitlich des 16ers getroffen – kein Team häufiger.
  • Oft versuchte der Vizemeister Freistoßsituationen auch spielerisch aufzulösen.
  • Trotz der guten Ausbeute bei Standardsituationen war bei Red Bull Salzburg das spielerische Element im Vordergrund. 76 %