Schmidt und Glasner als Beobachter in Belgien.  Fuenf Rote Bullen waren bereits vor drei Jahren mit dabei.

Am Tag nach dem Erfolg gegen Wacker Innsbruck – dem 300. Bundesliga-Spiel des FC Red Bull Salzburg insgesamt (171 Siege, 74 Remis, 55 Niederlagen), dem 31. Spiel en suite ohne Niederlage und dem damit verbundenen neuen Bundesliga-Rekord – machten sich Trainer Roger Schmidt und Co-Trainer Oliver Glasner auf den Weg nach Belgien, um den kommenden Europa League-Gegner zu beobachten. Das Team von Standard Luettich, das in der Tabelle der Jupiler League mit 28 Punkten aus elf Spielen (9 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage; Torverhaeltnis 25:6) auf Rang 1 steht, spielte daheim gegen Sporting Charleroi 2:2 (Ausgleich in letzter Minute).

Beeindruckt war Schmidt vor allem von der Offensive von Standard: „Sie verfuegen ueber dynamische, junge Stuermer, auf die man enorm aufpassen muss. Im Eins gegen Eins sind sie sehr gefaehrlich, weshalb es am Donnerstag sehr wichtig sein wird, dass wir in der Defensive auch immer einen Spieler zur Absicherung dahinter haben. Ein Heimsieg waere sehr wichtig, weil wir damit die Tuer zur K.-o.-Phase schon sehr weit aufstossen wuerden.“

Spiel mit Revanchecharakter?

Fuer den FC Red Bull Salzburg geht es gegen die Belgier auch ein wenig um eine Art Revanche, gab es doch im Jahr 2010 eine 2:3-Niederlage nach zwei Spielen der K.-o.-Phase. Fuenf Spieler der heutigen Kaders, naemlich Andreas Ulmer, Fraenky Schiemer, Christoph Leitgeb, Dusan Svento und Christian Schwegler, waren damals schon mit dabei.

In der Europa League-Gruppe C halten die Belgier, die aus dem Topf 1 - und damit als Favorit - zugelost wurden, nach der Heimniederlage gegen Esbjerg (1:2) und dem Remis bei Elfsborg (1:1) etwas ueberraschend erst bei einem Punkt. Dennoch gilt fuer die Roten Bullen hoechste Konzentration, wie auch Andreas Ulmer bestaetigt: „Keine Frage, wir gehen voll konzentriert in das Spiel und wollen dort weitermachen, wo wir aufgehoert haben. Ein Vergleich zur Begegnung von vor drei Jahren ist aber nur bedingt zulaessig, weil es diesmal ein Gruppenspiel und kein Match um den direkten Aufstieg ist. Aber die Erinnerung an die damaligen beiden Duelle ist schon noch da. Wir hatten es selbst in der Hand, haben schon 2:0 gefuehrt und dann noch sehr bloed verloren.“


Personelles
Bei den Roten Bullen fehlen Isaac Vorsah (Kreuzbandriss) und Valentino Lazaro (U17-Nationalteam). Stefan Hierlaender faellt nach einer Knieoperation drei bis vier Monate aus. Florian Klein (Oberarmknochenbruch) ist drei Wochen nicht dabei.
Angeschlagen sind aktuell Rodnei (Adduktoren), Christian Schwegler (muskulaere Probleme) und Peter Gulacsi (Fingerbruch).