FC Red Bull Salzburg 1 - 2 SK Sturm Graz

tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, Runde 32. FC Red Bull Salzburg - SK Puntigamer Sturm Graz 1:2 (1:0). Tore: Madl (19./Eigentor); Djuricin (64.), Tobias Kainz (73.)
 
Red Bull Salzburg kassierte heute in der 32. Runde der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile gegen den SK Puntigamer Sturm Graz eine überraschende 1:2 (1:0)-Heimniederlage.

DIE MATCH-ANALYSE:
Beide Mannschaften begannen eher verhalten, lange Zeit spielte sich zumeist alles im Mittelfeld ab. Nach 19 Minuten gingen die Roten Bullen durch ein Eigentor von Madl in Führung, kontrollierten im Anschluss Ball und Gegner, ließen hinten nichts zu, konnten vorne aber auch nicht zwingend werden. Damit ging es mit der knappen Führung in die Kabinen. Nach der Pause hatten die Salzburger zunächst alles im Griff, ehe Djuricin nach knapp einer Stunde der Ausgleich gelang. In der Folge entwickelte sich ein schnelles, ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Der nächste Treffer gelang Florian Kainz aber mit einem Gewaltschuss zur überraschenden Führung für die Grazer. In der Schlussphase schalteten die Bullen auf totale Offensive, wollten unbedingt noch den Ausgleich, der aber nicht mehr gelang. Sturm gewann damit erstmals wieder nach fast 12 Jahren in Salzburg.

DIE TABELLENSITUATION:
Nach der ersten Heimniederlage nach 32 Spielen bleibt Red Bull Salzburg bei 74 Punkten.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE:

  • Bei den Roten Bullen fehlten Peter Gulacsi (Gehirnerschütterung), Christian Schwegler (Muskelverletzung) und Fränky Schiemer (Muskelfaserriss).
  • Dazu wurde kräftig rotiert. Mit Ulmer, Hierländer, Lazaro, Berisha und Zulj standen fünf Neue in der Startformation.
  • Alexander Walke bestritt heute sein 75. Bewerbsspiel für den FC Red Bull Salzburg. Ebenso wie Sadio Mane, der nach der Pause kam.
  • Mit seinem Eigentor geht Michael Madl in die Geschichte ein. Es war das 102. Saisontor der Roten Bullen, damit wurde der Uraltrekord von Rapid (101) endgültig überflügelt.
  • Martin Hinteregger kassierte die neunte Gelbe Karte, ist damit im nächsten Spiel gesperrt.
  • Der Fußballmeister hält dem Eishockeymeister die Daumen! Roger Schmidt, Kevin Kampl, Martin Hinteregger & Co. werden morgen um 17: 45 Uhr im Volksgarten auf der Tribüne sitzen, wenn der EC Red Bull Salzburg im Finalspiel gegen HCB Südtirol um den Titel in der EBEL-Liga kämpft.

DIE STIMMEN NACH DEM SPIEL:
Roger Schmidt: „Man muss einfach sagen, dass sich Sturm Graz den Sieg verdient hat. Wir waren heute nicht so gut drauf. Dies hat Sturm genutzt. Aber es ist auch menschlich, wenn man als Mannschaft einmal einen schlechten Tag hat. Heute war es einfach nicht gut genug, wir haben es als Mannschaft nicht hinbekommen.“

Andreas Ulmer: „Wir haben nicht so schlecht begonnen, waren dann beim Ausgleich zu unkonzentriert. Wir haben zweite Hälfte besser gespielt, es aber nicht in Tore umwandeln können.“

DATEN & FAKTEN:
Aufstellung: Walke; Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer; Ilsanker, Hierländer; Lazaro, Berisha; Soriano, Zulj.

Auswechslungen: Kampl für Lazaro (56.), Alan für Zulj (68.), Mane für Hierländer (68.)

Gelbe Karte - RBS: Hinteregger (35., Foul)

Schiedsrichter: Harald Lechner

Zuschauer: 9.170

DIE HÖHEPUNKTE DES SPIELS:

Anpfiff bei traumhaftem Frühlingswetter . . .

Die Partie in den ersten Minuten von beiden Seiten etwas verhalten geführt.

10. Minute: Kontermöglichkeit für die Grazer, abgeblockt von Hinteregger.

11. Minute: Ulmer mit der Ferse weiter auf Berisha, dessen Flanke aber zu ungenau, Lazaro kommt nicht ran.

15. Minute, erste Ecke für Salzburg, keine Gefahr.

Nach einer Viertelstunde: Noch nicht viel los in der Red Bull Arena, das Spiel plätschert im Moment so dahin.

19. Minute, die Führung für die Bullen – durch ein Eigentor! Klein überspielt drei Grazer, spielt in den Lauf von Zulj - und dessen Flanke befördert Madl bei seinem Rettungsversuch ins eigene Tor.

22. Minute: Ein Freistoß von Soriano aus 17 Metern geht ans rechte Außennetz.

30. Minute: Gute Flanke von Offenbacher. Walke kommt weit heraus, klärt mit der Faust.

34. Minute: Tobias Kainz mit der gefährlichen Hereingabe, Ilsanker schießt den Ball ins Torout.

36. Minute: Schloffer geht rechts durch, sein Stanglpass auf Djuricin fällt aber zu ungenau aus.

40. Minute: Zulj steckt durch auf Soriano, zu steil.

43. Minute: Nach einer Ecke von Ulmer trifft Hierländer zuerst nur einen Grazer, den Abpraller schießt Lazaro weit drüber.

Das war die letzte Aktion vor der Pause, Zwischenstand 1:0 für Salzburg.

Keine personellen Veränderungen bei den Bullen zu Beginn der zweiten Hälfte.

49. Minute, herrliche Aktion der Salzburger: Klein über rechts, Flanke zur Mitte, wo Berisha direkt übernimmt – um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

53. Minute: Nach einem schnellen Angriff passt Ulmer innerhalb von Sekunden zweimal gefährlich zur Mitte, beide Male wehrt Vujadinovic ab.

55. Minute: Gute Möglichkeit für Sturm. Djuricin lässt mit einem Haken Ramalho aussteigen, schießt dann knapp am langen Eck vorbei.

58. Minute: Djuricin spielt den Doppelpass mit Beichler. Walke kommt weit aus dem Tor und wehrt ab.

60. Minute, das war knapp. Nach einem hohen Freistoß von Schloffer kann Walke den Ball nicht festhalten, Todorowski ist zur Stelle, schießt haarscharf über die Latte.

64. Minute, der Ausgleich für Sturm. Nach einem Einwurf setzt dich Djuricin auf engstem Raum gegen vier Salzburger durch und schließt aus spitzem Winkel erfolgreich ins lange Eck ab.

67. Minute, Riesenchance für Sturm. Tobias Kainz spielt auf rechts Ramalho aus, seinen Pass übernimmt Djuricin direkt, scheitert aber an Walke, der mit tollem Reflex abwehrt.

70. Minute: Nach einer Flanke von Klein scheitert Soriano mit seinem etwas zu zentralen Schuss an Sturm-Torhüter Pliquett.

Auf der Gegenseite rettet Hinteregger gegen Beric (70.)

73. Minute, das 2:1 für Sturm durch einen Gewaltschuss von Florian Kainz. Sein Hammer aus rund 30 Metern findet via Latte den Weg ins Tor.

76. Minute: Ein Heber von Mane aus 17 Metern verfehlt knapp sein Ziel.

78. Minute: Weitschuss von Tobias Kainz, keine Probleme für Walke.

83. Minute: Kampl auf Soriano, dessen Schuss wehrt Vujadinovic zur Ecke ab.

Die Roten Bullen jetzt mit der Schlussoffensive. Dies wiederum ermöglicht Sturm die Chance auf gefährliche Konter . . .

90. Minute: Ilsanker zieht in den Strafraum, wird aber von den Grazern mit vereinten Kräften gestoppt.

Nach 93 Minuten ist die Überraschung perfekt. Sturm gewinnt beim neuen Meister mit 2:1.