Ilsanker, Gulacsi und Quaschner verlassen Rote Bullen | Ankersen leihweise zu Kopenhagen | Vertragsverlängerungen bei Walke, Berisha, Atanga | Lainer, Okugawa kommen neu | Fountas weiter in Griechenland

Ilsanker und Gulacsi wechseln zu RB Leipzig


Stefan Ilsanker verlässt den FC Red Bull Salzburg und wechselt in die zweite deutsche Bundesliga zu RB Leipzig. Der 26-Jährige stammt aus dem eigenen Nachwuchs und hat – mit kurzer Unterbrechung – seine gesamte (Profi-)Karriere bei den Salzburgern verbracht. Ilsanker wurde mit den Roten Bullen u. a. zweimal in Folge Meister und Cupsieger, absolvierte 130 Pflichtspiele (89 Bundesliga, 7 CL-Qualifikation, 17 Europa League, 17 ÖFB-Cup) und erzielte insgesamt 5 Tore. Im Dienste des FC Red Bull Salzburg wurde er auch zum A-Nationalteam-Spieler und kam bisher auf sieben Länderspieleinsätze.

Ein Interview mit Stefan Ilsanker gibt es ab morgen, Samstag, auf redbulls.com.

Auch Peter Gulacsi, der im Sommer 2013 vom FC Liverpool zum FC Red Bull Salzburg gekommen war und mit dem Klub je zweimal Meistertitel und Cupgewinn feiern konnte, wechselt nach Leipzig. Der 25-jährige Ungar wurde in der Saison 2013/14 zum besten Torhüter in der österreichischen Bundesliga gewählt und kam auf insgesamt 100 Pflichtspiele (65 Bundesliga, 6 CL-Qualifikation, 19 Europa League, 10 ÖFB-Cup).

Ebenfalls zu RB Leipzig wechselt Nils Quaschner. Der 21-jährige Stürmer kam bei Red Bull Salzburg auf 15 Einsätze (10 Bundesliga, 1 CL-Qualifikation, 1 Europa League 3, ÖFB-Cup) und zwei Tore.


Ankersen leihweise zum FC Kopenhagen


Peter Ankersen kehrt in der neuen Saison in seine Heimat zurück und spielt leihweise beim FC Kopenhagen. Der 24-jährige dänische Defensivspieler kam beim FC Red Bull Salzburg in der vergangenen Saison auf insgesamt 33 Einsätze (21 BL, 3 CL-Qualifikation, 5 Europa League, 4 ÖFB-Cup) und wird für ein Jahr an den dänischen Erstliga-Klub verliehen.

 

Walke, Berisha und Atanga verlängern


Alexander Walke, bereits seit 2010 Spieler des FC Red Bull Salzburg, verlängert seinen Vertrag um weitere zwei Jahre bis 2017. Der 31-jährige Deutsche kam bisher auf 82 Einsätze für die Roten Bullen.
Alexander Walke meint zur neuen Ausgangslage: „Ich freue mich, dass es mit der Vertragsverlängerung geklappt hat, weil ich in Salzburg und beim Klub sehr glücklich bin. Klar werde ich nächste Saison wieder voll angreifen und alles dafür tun, dass ich zum Einsatz komme. Ein Vorteil ist, dass ich die Situation hier bei Red Bull Salzburg sehr gut kenne und jede Menge Routine habe.“
Sportkoordinator Christoph Freund erläutert: „Alexander Walke ist für uns ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft und hat sich durch seine Einstellung und seine ausgezeichneten Leistungen unverzichtbar gemacht. Er hat seine neue Rolle unglaublich professionell angenommen und auch im Cupfinale gezeigt, was in ihm steckt. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns bleibt.“

Auch Valon Berisha hat seinen Vertrag bei den Salzburgern – vorzeitig – um zwei weitere Jahre bis 2018 verlängert. Der 22-jährige norwegische Teamspieler ist seit 2012 bei den Roten Bullen, kam bisher auf 99 Pflichtspieleinsätze und hat sich nach einer Kreuzbandverletzung in der abgelaufenen Saison wieder in die Stammelf zurückgekämpft.
„Ich fühle mich hier in Salzburg sehr wohl, und wir haben ein starkes Team mit sehr guten Spielertypen. Zuletzt war ich lange verletzt, und der Klub hat mir alle Möglichkeiten gegeben, möglichst schnell wieder fit zu werden. Jetzt will ich dieses Vertrauen zurückzahlen und mich noch weiter steigern“, so Berisha zur Vertragsverlängerung.
Zu diesem Deal meint Christoph Freund: „Wir wollen Valon auch deshalb längerfristig an uns binden, weil er uns mit seinem Willen, seiner Mentalität und seiner Einstellung überzeugt hat. Er ist noch ein junger Spieler, hat uns aber gezeigt, dass er Führungsaufgaben übernehmen kann. Dahingehend wird er für uns in Zukunft eine sehr wichtige Rolle übernehmen.“

Ebenfalls verlängert, bis 2020, wurde der Vertrag mit David Atanga. Der 18-jährige Ghanaer, der momentan mit seiner Nationalmannschaft bei der U20-WM in Neuseeland im Einsatz ist, kam im Winter 2014 zur Akademie des FC Red Bull Salzburg und trainiert seit vergangenem Herbst mit der Kampfmannschaft. Der vielversprechende offensive Mittelfeldspieler erhielt im Januar 2015 seinen ersten Profivertrag und absolvierte für den FC Liefering seither 13 Pflichtspiele in der Sky Go Ersten Liga.
Freund zu Atanga: „David ist ein Spieler, den wir kontinuierlich aufbauen und weiterentwickeln wollen, weil wir in ihm sehr großes Potenzial sehen.“


Neuzugänge Stefan Lainer und Masaya Okugawa


Stefan Lainer wechselt von der SV Josko Ried zurück nach Salzburg. Der 22-jährige Verteidiger stammt aus dem Nachwuchs der Roten Bullen und ging im Sommer 2014 vom FC Liefering zu den Innviertlern. Lainer unterschrieb bei Salzburg einen Vertrag bis 2018. Für Ried absolvierte er 36 Pflichtspieleinsätze (34 Bundesliga, 2 ÖFB-Cup) bzw. kam er davor auf 60 Einsätze in der Ersten Liga (FC Liefering, SV Grödig, Red Bull Juniors).
Stefan Lainer meint zu seiner Rückkehr: „Ich bin bei Red Bull Salzburg groß geworden, kenne den Klub und die professionellen Bedingungen ganz genau. Hier gibt es die perfekten Voraussetzungen für einen jungen Spieler, um sich weiterzuentwickeln. Nach einer guten Saison bei der SV Ried ist dies der ideale nächste Schritt für mich. Mein Ziel ist es, mir einen Stammplatz zu erkämpfen und in Zukunft ein wichtiger Spieler für Red Bull Salzburg zu werden.“
Über Stefan Lainer erklärt Freund: „Er ist ein Spieler, der von uns ausgebildet wurde und zuletzt bei der SV Josko Ried in der Bundesliga sehr gut gespielt hat. Er hat mit seiner Performance und seiner Einstellung gezeigt, dass er ein Top-Profi ist. Lainer ist vom Typ her auch mit Stefan Ilsanker zu vergleichen und wir hoffen, dass er auch eine ähnlich gute Entwicklung bei uns nehmen wird. Er hat Herzblut für den FC Red Bull Salzburg und es freut uns sehr, dass er zu uns zurückkehrt.“

Nach Takumi Minamino verpflichtet der FC Red Bull Salzburg mit Masaya Okugawa ein weiteres Toptalent aus Japan. Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler wechselt von Kyoto Sanga FC (zweithöchste japanische Leistungsstufe) zu den Roten Bullen, sein Vertrag läuft bis 2019.
Der dribbelstarke und wendige Mittelfeldspieler hat vor allem durch seine herausragenden Leistungen in der japanischen U18-Nationalmannschaft auf sich aufmerksam gemacht und wird über den FC Liefering an die Kampfmannschaft herangeführt.
Okugawa zu seiner Entscheidung: „Nach meinen ersten persönlichen Gesprächen mit den Klubvertretern war ich mir sicher, dass Red Bull Salzburg für meine Entwicklung die beste Option ist. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass man meine persönlichen Ziele sehr gut versteht und meine Perspektiven, in Europa zu spielen, gut einschätzen kann. Daher glaube ich, dass ich mich hier sehr gut weiterentwickeln kann.“
Sportkoordinator Freund zum Neuzugang aus Asien: „Okugawa ist ein großes Talent aus Japan und ein hochinteressanter Offensivspieler, den wir einige Zeit beobachtet haben. Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, ihn zu uns zu holen. Wir wollen ihn über den FC Liefering bei uns aufbauen und weiterentwickeln.“


Taxiarchis Fountas bleibt in Griechenland


Taxiarchis Fountas, zuletzt Leihspieler der Roten Bullen bei Panionios Athen, bleibt in der höchsten griechischen Liga und spielt in der neuen Saison leihweise bei Asteras Tripolis.


Statements


Ralf Rangnick: „Die letzten drei Jahre hier in Salzburg sind sehr schnell vergangen, haben auf der anderen Seite aber auch sehr viele Eindrücke und Entwicklungen mit sich gebracht. Obwohl wir im ersten Jahr keine Titel gewonnen haben, war es trotzdem sehr wichtig, weil es die Basis für alle Veränderungen war. Wir haben aber schon damals richtig guten Fußball gezeigt. Im zweiten Jahr haben wir uns dann im Spiel gegen den Ball zu echten Trendsettern entwickelt und erstmals auch europaweit, durch die Art und Weise, wie die Mannschaft gegen Lüttich, Amsterdam und Bayern aufgetreten ist, für Aufmerksamkeit gesorgt. Die spielerische und taktische Entwicklung hat einen enormen Schritt nach vorne gemacht, was uns auch den Meistertitel und den Pokalsieg gebracht hat. Im dritten Jahr unter Adi Hütter haben wir es, trotz eines Umbruchs im Trainer- wie im Spielerbereich, wieder geschafft, das Double zu gewinnen. Das ist davor in Österreich bisher nur zwei Mannschaften (Anm.: Rapid und Austria Wien) gelungen. Wir haben am Sonntag ohne sechs verletzte Stammspieler in Unterzahl in der Verlängerung gegen Austria Wien verdient gewonnen. Und das zeigt, dass die Entwicklung beim FC Red Bull Salzburg sehr positiv ist.“