FC Red Bull Salzburg 2 - 1 SV Josko Ried

tipico Bundesliga, Runde 30. FC Red Bull Salzburg – SV Josko Ried 2:1 (2:0). Tore: Keita (15.), Soriano (40.); Perstaller (72.)
 
Red Bull Salzburg landete heute zum Auftakt der 30. Runde der tipico Bundesliga gegen SV Josko Ried einen knappen, aber verdienten 2:1 (2:0)-Sieg.

DIE MATCH-ANALYSE:
Bei herrlichem Frühlingswetter begannen die Oberösterreicher überraschend offensiv, hatten auch die ersten Möglichkeiten. In dieser Phase taten sich die Roten Bullen schwer, kamen kaum zu Aktionen, die über mehrere Stationen liefen. Das änderte sich nach einem tollen Freistoß von Soriano, der nur knapp sein Ziel verfehlte (13.). Denn nur zwei Minuten später sorgte Keita nach perfektem Zuspiel von Sabitzer für die 1:0-Führung. Danach bekamen die Salzburger weit mehr Kontrolle ins Spiel. Ried steckte aber nicht auf, lancierte einige Konter, die aber nichts Zählbares brachten. Da war die Hütter-Truppe schon weit effektiver, kam in Minute 40 durch Soriano, der ein Zuspiel von Keita verwertete, zum 2:0. Nach dem Wechsel flaute die Partie etwas ab. Die Bullen bestimmten zwar das Geschehen, hatten alles im Griff, Torraumszenen gab es auf beiden Seiten aber nur ganz wenige. In der 72. Minute machte es Perstaller mit dem Anschlusstreffer aber doch noch einmal spannend. Nachdem die Mozartstädter bei einem Stangenschuss von Soriano Pech hatten (81.), setzte Ried im Finish alles auf eine Karte, drängte auf den Ausgleich, hatte durch Perstaller und Reifeltshammer auch die Chancen dazu. Doch nach 95 Minuten gewannen die Salzburger mit 2:1, feierten den vierten Heimsieg in Folge.

DIE TABELLEN-SITUATION:
Mit dem Erfolg gegen die Oberösterreicher legte Red Bull Salzburg erfolgreich vor, hat nun wieder neun Zähler Vorsprung. Aber sowohl Rapid als auch Sturm Graz könnten mit Erfolgen in den Abendspielen den Rückstand wieder verringern.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE:

  • Bei den Roten Bullen kehrte Andreas Ulmer nach seiner Sperre in die Startformation zurück. Dagegen fehlte Christian Schwegler weiter wegen muskulärer Probleme.
  • Der Treffer von Naby Keita zum 1:0 war das insgesamt 750. Bundesligator in der Ära Red Bull!
  • Und Peter Gulacsi absolvierte heute sein 60. Bundesligaspiel.
  • Die Partie stand auch im Zeichen der Play Fair Code-Aktion „Wir gegen Manipulation im Sport“.

DIE STIMMEN NACH DEM SPIEL:
Adi Hütter: „Das war heute ein schmutziger, aber zugleich auch wichtiger Sieg. Ried hat es uns sehr schwer gemacht, war immer wieder gefährlich. Nach 15 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen, haben da auch zwei wunderschöne Tore gemacht. In der zweiten Hälfte war dann viel Kampf und Krampf im Spiel.“

Jonatan Soriano: „Das war heute ganz schwer. Ried hat eine sehr gute Mannschaft. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit taten wir uns nach der Pause weit schwerer. Mit dem Tor hat Ried mehr Druck gemacht, während wir etwas müde waren. Aber am Ende sind es wieder drei wichtige Punkte.“

Ralf Rangnick: „Speziell nach dem heutigen Sieg bin ich mir sicher, dass wir den Titel holen. Das ist aber auch unser Anspruch. Stabil sind wir, wenn wir schnell nach vorne spielen. Wenn der Gegner den Ball hat, sind wir es nicht. Da haben wir so unsere Probleme, sind oft etwas zu sorglos.“

DATEN & FAKTEN:
Aufstellung: Gulacsi; Schmitz, Ilsanker, Hinteregger, Ulmer; Keita, Leitgeb; Lazaro (68. Minamino), Berisha (78. Bruno); Soriano, Sabitzer (71. Djuricin).

Gelbe Karten - RBS: Keine

Schiedsrichter: Alexander Harkam

Zuschauer: 9.687

DIE HÖHEPUNKTE DES SPIELS:
Die Roten Bullen haben Anstoß.

2. Minute: Nach einem Fehler von Schmitz kommen Elsneg und Thomalla zu Möglichkeiten, können diese aber nicht nutzen.

Im Gegenzug: Lazaro auf Berisha, der kommt nicht richtig an den Ball (2.).

6. Minute, gute Aktion von Ried. Thomalla mit der Hereingabe von rechts, Schmitz klärt vor Walch.

7. Minute, wieder Ried. Nach einer hohen Flanke verlängert Thomalla per Kopf auf Kragl, der mit seinem Schuss an Gulacsi scheitert.

12. Minute: Foul von Reifeltshammer an Schmitz, gute Freistoßposition an der Strafraumgrenze. Soriano tritt an, rechtes Außennetz!

15. Minute, das 1:0 für Red Bull Salzburg! Keita mit dem weiten Pass auf Sabitzer. Der wartet mit dem Abspiel lange, sieht Keita, der das Leder via Querlatte im Gehäuse der Rieder versenkt. Wunderschön herausgespielt …

22. Minute: Kragl mit dem Idealpass in den Lauf von Walch. Doch Hinteregger passt auf, spitzelt ihm den Ball weg.

24. Minute: Soriano leitet per Kopf weiter auf Sabitzer. Ried-Torhüter Gebauer ist eher am Ball.

Sekunden später: Kragl mit der Hereingabe auf Thomalla, wieder klärt Hinteregger (24.).

27. Minute: Soriano an der Strafraumgrenze aus der Drehung, Gebauer hält.

39. Minute: Hoher Freistoß von Ulmer in den Strafraum, Reifeltshammer lenkt den Ball per Kopf ins Torout.

40. Minute, die Salzburger erhöhen auf 2:0! Keita setzt gut nach, spielt Soriano mit einem Lochpass in die Tiefe ideal frei – und der Bullen-Kapitän verwertet eiskalt, schießt Gebauer den Ball durch die Beine.

Pünktlich geht es in die Kabinen.

Weiter geht’s, die Bullen unverändert.

48. Minute: Walch zieht rechts in den Strafraum, seine hohe Hereingabe fängt Hinteregger per Kopf ab.

50. Minute: Soriano in die Tiefe auf Sabitzer, der bleibt an Filipovic hängen.

Eine Stunde ist gespielt, die Partie hat etwas an Fahrt verloren.

65. Minute: Walch aus der Distanz, weit drüber.

67. Minute, die Chance auf das 3:0. Doch Schmitz scheitert nach Zuspiel von Sabitzer an Reifeltshammer.

72. Minute, der Anschlusstreffer durch Perstaller, der eine Unachtsamkeit der Salzburger Abwehr nutzt.

76. Minute: Filipovic schlägt Djuricin im Strafraum mit dem Ellbogen in die Brust. Das hätte Rot und auch Elfmeter geben müssen …

80. Minute: Gulacsi klärt gegen Kragl per Faustabwehr.

81. Minute: Pech für die Bullen. Soriano zielt zu genau, trifft nur den Pfosten.

83. Minute: Perstaller plötzlich völlig alleine, Ulmer schnappt ihm im letzten Moment den Ball weg.

87. Minute: Nach einer hohen Flanke kommt Reifeltshammer zum Abschluss, Gulacsi rettet auf Raten.

89. Minute: Leitgeb startet ein Solo über das halbe Feld, spielt dann aber schlecht ab.

Die Nachspielzeit.

91. Minute: Kragl wuchtig in den Strafraum, Gulacsi bombensicher.

92. Minute: Kragl bringt Soriano im Strafraum zu Fall – der Pfiff bleibt aus.

95. Minute, Minamino zieht von der Strafraumgrenze ab, weit daneben.

Das war’s dann, Red Bull Salzburg schlägt Ried mit 2:1.