Unser Torhüter im Portrait | Exklusives Video mit seinen ganz persönlichen Saison-Highlights

Dass die Roten Bullen nach verpasstem Saisonstart wieder schnell zurück in die Erfolgsspur gefunden haben, verdankt die Mannschaft auch Torhüter Alexander Walke, der mit seiner Erfahrung und seinem tollen Einsatz sein Team vor der einen oder anderen Niederlage bewahren konnte und daher auch maßgeblich mitverantwortlich dafür ist, dass der FC Red Bull Salzburg als Tabellenführer überwintert.

Aus diesem Grund widmen wir unserem stärksten Rückhalt im Team vor Weihnachten ein sehr emotionales und persönliches Video mit seinen schönsten Paraden und Szenen des Jahres.

Alex Walke - Fels in der Brandung

Sein persönlicher Saison-Rückblick

Seit der vierten Meisterschaftsrunde ist Alexander Walke wieder als Torhüter gesetzt. Seine Position hat sich der 32-jährige Deutsche mit Geduld, Ausdauer und ausgezeichneten Trainingsleistungen zurückerkämpft.

Darüber freue ich mich natürlich, weil jeder Fußballer am Wochenende auf dem Platz stehen will. In den letzten Jahren hab ich oft den Kürzeren gezogen, weshalb die derzeitige Situation schon eine Genugtuung für mich ist. Es war in den letzten Jahren, ehrlich gesagt, oft nicht leicht für mich, darum freut es mich nun umso mehr. Nun geht es für mich aber darum, die Nummer eins zu bleiben. Deshalb gebe ich in jedem Spiel und jedem Training mein Bestes, um meinen Kasten möglichst sauber zu halten.

Alex Walke ist aber nicht nur ein starker Rückhalt im Tor, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Mannschaftsgefüges. Doch der Saisonstart war auch für den erfahrenen Torhüter alles andere als einfach:

Am Anfang lief es für mich nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber auf der Torhüterposition ist es halt so, dass man die Chance bekommt, wenn der andere Fehler macht. In meinem Fall war das so, und ich glaube, dass ich das bis jetzt ganz ordentlich gemacht habe. Im Endeffekt habe ich mir das erarbeitet, und das ist es, was zählt.

Unsere #33 - 10 Bilder

Nach dem ersten Meisterschaftsviertel hatten sich die Roten Bullen für den schlechten Saisonstart bereits ein wenig rehabilitiert. Der FC Red Bull Salzburg lag nach neun Spielrunden auf dem 4. Tabellenplatz, nur vier Punkte fehlten auf Tabellenführer Rapid Wien

Doch trotz des Aufwärtstrends seiner Mannschaft ärgerte Alex ein statistisches Detail ganz besonders. Der FC Red Bull Salzburg hatte zu diesem Zeitpunkt, genauer gesagt vor dem ersten Heimspiel gegen den SV Mattersburg, mit 14 Toren so viele Gegentreffer wie noch nie in der Ära Red Bull hinnehmen müssen. Mehr als die Hälfte resultierten aus Standardsituationen.

Das war umso ärgerlicher, weil das sicherlich nicht unser Anspruch war und ist. Wir haben noch Nachholbedarf bei Situationen, wo der Gegner den ruhenden Ball hat. Da mangelt es uns anscheinend an Konzentration, und die Zuordnung bei Standards ist auch nicht die beste. Aber deswegen trainieren wir das auch täglich. Wir haben uns im Defensivverhalten allgemein – nicht nur bei Standards – schon sehr verbessert.

Das zeigt auch die aktuelle Torbilanz: Die Roten Bullen krönten sich im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres zum Winterkönig und überwintern mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Was Alex Walke an der Torstatistik in seinem Winterurlaub sicher ruhig schlafen lassen wird, ist die Tatsache, dass unsere Mannschaft nicht nur die meisten Tore erzielt, sondern auch die wenigsten Gegentore bekommen hat.

Dass es in diesem Jahr nicht für die Europa League gereicht hat, trifft den ehrgeizigen Deutschen noch heute bis ins Mark, doch als einer der erfahrensten Spieler im Team geht er sehr offen und selbstkritisch mit dem Thema um:

Erst das erneute Aus gegen Malmö in der Qualifikation zur Champions League und dann noch der Dämpfer gegen Minsk im Play-off zur Europa League. Das ist mit Sicherheit nicht unser Anspruch und schmerzhaft für uns Spieler, den Verein und die Fans. Nach dem Umbruch im Sommer hatten wir merkliche Probleme. Wir hatten einen neuen Trainer und viele neue Spieler an Bord – darauf musste sich jeder einzelne Beteiligte erst mal einstellen. Wir haben trotzdem gute Leistungen gezeigt, hatten aber auch einige schlechte Tage. Wichtig ist aber jetzt, dass wir als Tabellenführer überwintern und uns gut vorbereiten. Dann werden wir auch den Rest der Saison ordentlich Gas geben, um unsere Titel verteidigen zu können.

ÜBER SEINE TEAMKOLLEGEN

Alex Walke hat den, vor der Saison als Einser gesetzten Torhüter Cican Stankovic in der Startformation abgelöst. Zwischen den beiden Torhütern herrscht aber trotz hartem Konkurrenzkampf kollegiale Harmonie, an der nicht zuletzt auch Tormann-Trainer Herbert Ilsanker großen Anteil hat.

Mit Cican verstehe ich mich sehr gut! Wir trainieren jeden Tag vernünftig zusammen und versuchen, uns so kontinuierlich zu verbessern. Für ihn ist es derzeit sicher hart, weil er als Nummer eins in die Saison gestartet ist und nun auf der Ersatzbank sitzt. Aber so ist der Fußball nun mal: Es gibt gute Zeiten, und es gibt schlechte Zeiten.

Im Training hat Alex unter anderem auch die wichtige Aufgabe übernommen,  das junge brasilianische Torhüter-Talent Airton mit seiner Erfahrung weiterzuentwickeln.

Airton hatte auch einen sehr schwierigen Start bei uns. Er ist aus Brasilien gekommen und hat sich dann gleich mal verletzt. In der Zwischenzeit hatten wir schon einige gute Trainingseinheiten zusammen, und was ich über ihn sagen kann, ist, dass er ein guter Junge ist, der die Zeit, in der er verletzt war, genutzt hat, um sich zu integrieren und Deutsch zu lernen. Im Mannschaftstraining präsentiert er sich sehr gut und ist ein großartiges Talent. Das hat er bereits bei seinen Einsätzen beim FC Liefering bewiesen.  Wenn er so weitermacht, wird er bestimmt ein guter Torhüter.

ÜBER SEIN LEBEN IN SALZBURG

Seit 2008 ist Alex mit Ehefrau Inga verheiratet. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder, Joulina und Luan. In Salzburg hat die junge Familie ein echtes Zuhause gefunden.

Meine Kinder und meine Frau fühlen sich hier sehr wohl, und wir haben hier ein Haus gekauft. Wir haben entschieden, dass unser Lebensmittelpunkt Salzburg ist und auch in Zukunft sein wird. Wir Piefke fühlen uns mittlerweile schon als richtige Österreicher!

Sein größter Fan ist  Sohn Luan, der selbst begeisterter Fußballspieler ist und im Nachwuchs beim SV Grödig spielt.

Mir ist wichtig, dass er Spaß am Fußball hat, regelmäßig zum Training geht, und alles andere wird die Zukunft weisen. Ich bin sicherlich kein Vater, der sein Kind zu irgendetwas zwingen will. Wenn er Freude am Fußball hat, reicht mir das schon.

UNSERE Nummer 33

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Alexander Walke wurde am 6. Juni 1983 in Oranienburg in der ehemaligen DDR geboren.
  • Seine bisherigen Stationen waren Werder Bremen II, der SC Freiburg, SV Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock und Greuther Fürth.
  • Seit 2010 ist er ein Roter Bulle und mit 144 Spielen der Rekord-Torhüter der Salzburger.
  • Seine geheime Leidenschaft ist seine Harley Davidson – Forty Eight.
  • Alex braucht in einer Saison durchschnittlich 60 (!) Paar Tormann-Handschuhe und zwei Paar Fußballschuhe. Der Verschleiß dürfte sich allerdings in diesem Jahr deutlich erhöhen.
  • Alex verdankt seinen Spitznamen „Atze“ seinem Ex-Teamkollegen Fränky Schiemer.