CRISTINA SABATER MONASOR, Ehefrau von JONATAN SORIANO, spricht im Heimspiel-Interview über ihre Gaberlkünste, Fußball als Beziehungsstifter und wieso sie Fans gern an privaten Augenblicken teilhaben lässt.

CRISTINA SABATER MONASOR, Ehefrau von JONATAN SORIANO, spricht im Heimspiel-Interview über ihre Gaberlkünste, Fußball als Beziehungsstifter und wieso sie Fans gern an privaten Augenblicken teilhaben lässt.

UNSERE FIRST LADY IM INTERVIEW

Cristina, wie oft kannst du gaberln?

(Lacht.) Sicher nicht öfter als drei-, viermal. Ich bin zwar nicht so schlecht am Ball und spiele auch oft mit meinen Mädchen zu Hause im Garten, aber so gut wie mein Mann bin ich nicht.

Wie haben sich dein Mann und du kennengelernt?

Durch den Fußball! Mein Bruder hat als Teenager bei Espanyol Barcelona gespielt, und Jonatan war einer seiner Mitspieler. Als wir uns kennenlernten, war ich neun und er zwölf Jahre alt, und zusammen sind wir, seitdem ich vierzehn bin.

Du warst also schon Fußballfan, bevor du deinen Mann kennengelernt hast?

Auf jeden Fall! Mein Vater kommt aus Valencia, weshalb wir Kinder alle zu waschechten Valencia-Fans herangewachsen sind. Fußball war und ist bei uns zu Hause immer ein großes Thema.

Gemeinsam habt ihr drei Töchter – sind sie alle Fußballfans, oder interessieren sie sich eher für andere Sportarten?

Da meine Töchter ja mit dem Beruf ihres Vaters aufwachsen, sind sie natürlich begeisterte Fußballfans. Allerdings ist der Fußball für sie auch etwas ganz Normales, also gar nichts Außergewöhnliches – einfach, weil es Jonatans Job ist. Trotzdem fiebern sie mit – vor allem daheim vor dem Fernseher. Da wird laut gejubelt, wenn Papa trifft, und gebrüllt, wenn er gefoult wird. Lustig ist, dass Jonatan sich vor allem bei unserer jüngsten Tochter Abril besonders viel Mühe gibt, was die Förderung ihrer fußballerischen Fähigkeiten betrifft. Ich glaube, es hat ihn etwas getroffen, dass auch das dritte Kind ein Mädchen geworden ist, und er versucht jetzt mit aller Kraft, aus der Kleinsten eine Fußballerin zu machen.

Kurz nach Abrils Geburt war er ja auch schon wieder am Fußballplatz – und hat drei Tore gegen Wolfsberg erzielt.

Genau. Ich glaube, dass Jonatan sie deshalb auch gleich sehr stark mit Fußball in Verbindung gebracht hat. Vielleicht war sie aber auch einfach nur der beste Glücksbringer, den man haben kann. Auf jeden Fall hat ihre Geburt Jonatan im wahrsten Sinne beflügelt, und ich finde, dass sie darauf schon jetzt sehr stolz sein kann.

Was ist für dich das Beste am Fußball?

Das Beste am Fußball ist, zu sehen, dass harte Arbeit belohnt wird. Mein Mann und die ganze Mannschaft arbeiten sehr hart für ihre Meistertitel und Cupsiege, und wenn ich Jonatan dann mit dem Meisterteller sehe, weiß ich, dass sich all der Arbeitsaufwand und vor allem all die Entbehrungen während der Saison gelohnt haben.

Gibt es auch schwere Momente?

Was ich schade finde, ist, dass Leute oft nicht sehen, wie viel Arbeit es beinhaltet, mit einem Fußballer verheiratet zu sein. Sicher ist es wichtig, dass er gut spielt, Tore schießt und Titel gewinnt, aber das geht nicht ohne Ehefrauen und Familie, die dem Spieler den Rücken freihalten, ihn unterstützen und umsorgen. Das Leben ist nicht immer einfach, auch im Leben eines Spielers gibt es mal schlechte Phasen, die man dann mit durchlebt. Die meisten glauben, dass wir wie Hollywood-Stars leben und nichts zu tun haben, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Viele meiner „Kolleginnen“ haben kleine Kinder zu Hause, und nicht wenige von ihnen sind selbst berufstätig. Wir führen ein ganz normales Leben, und es ist hart, wenn man mitbekommt, dass das von einem Teil der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.

Was ist das Beste daran, mit einem Fußballer verheiratet zu sein?

Das hat auch etwas mit der vorherigen Frage zu tun. Ich glaube, das Schönste ist, mitzuerleben, dass man schwierige Phasen oder Momente gemeinsam als Familie überstehen kann. Es ist toll, zu sehen, wenn dein Mann ein Tor schießt und anschließend den Ehering küsst, zu dir schaut und seine Freude mit dir teilt. Es ist eine Anerkennung der harten Arbeit, die man leistet, und honoriert die Opfer, die man bringen muss, damit alles funktioniert. All das macht mich sehr stolz, die Frau meines Mannes zu sein.

Ihr seid sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Geht es bei euch immer so lustig wie auf euren Fotos und Videos zu?

Wir haben es generell sehr gut und genügend Grund, glücklich und vor allem dankbar zu sein. Ich stelle gerne Bilder ins Netz, weil es nicht nur zur Erinnerung für uns dient, sondern vielleicht auch jemandem hilft, dem es gerade nicht so gutgeht. Allein den Gedanken, dass ein lustiges Bild jemanden auf positivere Gedanken bringt, finde ich sehr schön.