Die Highlights aus 108 Bundesliga-Toren. Und warum unser Kapitän noch lange nicht genug hat!

Mit unserem Kapitän Jonatan Soriano haben wir ein ganz besonders angenehmes Problem! Es gehen uns langsam die Superlative aus, mit denen wir die phänomenalen Leistungen unseres Topstürmers noch beschreiben könnten. Gut, dass es – wenn Worte nicht mehr ausreichen – immer noch Zahlen, Daten und Fakten gibt, die für sich sprechen und uns ebenso sprachlos machen.

Jonatan Soriano hat am vergangenen Wochenende in seinem 124. Bundesliga-Spiel quasi im Vorbeigehen einen Rekord eingestellt, den seit den 80er-Jahren kein Legionär mehr überbieten hatte können. Mit dem Anpfiff des Auftaktspiels der 26. Runde der tipico Bundesliga warteten 7.771 Salzburger Fans gespannt darauf, dass El Capitan sein 108. Bundesliga-Tor erzielen würde. In der 6. Minute war es dann so weit. Nach einem schönen Pass von Valon Berisha im Strafraum kam Soriano an den Ball, den er mit viel Gefühl über Grödigs Tormann René Swete hob. Der Spanier stellte mit diesem Treffer den von Zlatko Kranjcar gehaltenen Legionärs-Torrekord in der Österreichischen Fußball-Bundesliga ein.

Warum aber ist dieser Legionars-Torrekord eigentlich so besonders? 

Der Kroate Zlatko Kranjcar spielte insgesamt sechs Jahre in der Österreichischen Bundesliga und brauchte für seine 108 Tore insgesamt 213 Meisterschaftsspiele. Jonatan Soriano kam im Jänner 2012 von der B-Mannschaft des FC Barcelona nach Österreich und erzielte seinen 108. Treffer nach lediglich 124 Bundesliga-Spielen – benötigte also für seinen Rekord nur vier Jahre. Eine unglaubliche Quote!

Allerdings stellen wir uns rückblickend natürlich auch die Frage, wie diese so beachtliche Torquote (0,87 Tore pro Spiel) eigentlich zustande gekommen ist. 

Die schönsten Tore unseres Kapitäns

Doppelpack

In 124 Bundesliga-Matches erzielte Jonny in 30 Partien mehr als ein Tor, davon traf er unfassbare 23 Mal in einem Spiel doppelt, am öftesten gegen den SC Wiener Neustadt.

TriplePACK

Einen unvergesslichen Hattrick erzielte Jonatan Soriano am 20. April 2013 im Heimspiel gegen den Wolfsberger AC. Eine unglaubliche Geschichte, die unseren Kapitän in den Herzen der Salzburger Fans mit einem Schlag unsterblich machte. Als das Heimspiel der Roten Bullen gerade angepfiffen wurde, brachte seine Frau Cristina gerade das dritte gemeinsame Kind zur Welt. Jonatan war bei der Geburt seiner Tochter Abril dabei. Mit der Euphorie, wie sie nur ein frischgebackener Vater erleben kann, ließ er – auf dem Weg vom Kreißsaal zum Stadion – dem damaligen Trainer Roger Schmidt ausrichten, dass er rechtzeitig zur zweiten Halbzeit im Stadion ist und gerne noch eingewechselt werden würde. Gesagt! Getan! In nur einer Halbzeit erzielte der überglückliche Vater drei Tore und damit seinen ersten Hattrick für die Roten Bullen. Einer, dem noch einige weitere folgen sollten.

In der darauffolgenden Saison 2013/2014 traf er gegen Mannschaften wie den SC Wiener Neustadt, SV Grödig, Rapid Wien und Admira Wacker Mödling nämlich ebenfalls drei Mal ins Schwarze.

Zum Rapid-Schreck wurde Jonny dann auch im ersten Meisterschaftsspiel der Bundesliga-Saison 2014/2015. Die Roten Bullen, als amtierender Meister, demontierten den Rekordmeister mit einem sensationellen 6:1-Heimsieg. Drei Tore gingen dabei auf das Konto von Jonatan Soriano.

Semi-Überirdisch

In dieser Saison hatte der SV Mattersburg als Gastmannschaft in der Red Bull Arena das Vergnügen, unseren Kapitän bei der Arbeit am Fließband zu erleben. Nach einer langen Verletzungspause und dem Frust über das frühe Ausscheiden in der Europa League war Soriano verständlicher Weise unzufrieden und ließ seinem Ärger auch verbal freien Lauf. Doch am besten spricht Soriano mit seinem rechten Fuß, und der traf an diesem Fußball-Abend gleich vier Mal ins gegnerische Tor. 

Überirdisch

Seinen bisher größten Torerfolg in einem Meisterschaftsspiel erzielte Johnny am 10. August 2014 in der 4. Runde der tipico Bundesliga-Saison 2014/2015 gegen den SV Grödig. Mit unglaublichen fünf von insgesamt acht Treffern im Salzburger Derby war er maßgeblich für den höchsten Sieg der Roten Bullen verantwortlich.

… und er will mehr

Damit aber nicht genug, denn in der aktuellen Meisterschaft gibt es noch zehn Runden zu spielen. Das eine oder andere Tor wird sich für El Capitan also sicher noch ausgehen. Nur vier Tore fehlen Soriano auf Roman Wallner, der aktuell der erfolgreichste aktive Torschütze der Liga ist. Neun Treffer benötigt der Spanier noch, um auch Salzburgs Jahrhundertfußballer Heimo Pfeifenberger zu überflügeln. Sollten ihm noch 22 Tore gelingen, würde er in die Top 10 gelangen und auf einer Stufe mit Österreichs Fußball-Legende Toni Polster stehen. Und dann, ja dann … gäbe es noch Platz 1 zu vergeben. Der erfolgreichste Torschütze aller Zeiten ist Hans Krankl, der allerdings wohl unerreicht bleiben wird, denn in 361 Bundesliga-Partien schoss er sagenhafte 270 Tore … übrigens mit einem Tordurchschnitt von 0,75 Toren pro Spiel.

Sein Torjubel und was er bedeutet

Das verriet uns zuletzt Ehefrau Cristina in einem exklusiven Interview:

Ich glaube, das Schönste daran, mit Jonny verheiratet zu sein, ist mitzuerleben, dass man schwierige Phasen oder Momente gemeinsam als Familie überstehen kann. Es ist toll, zu sehen, wenn dein Mann ein Tor schießt und anschließend den Ehering küsst, zu dir schaut und seine Freude mit dir teilt. Es ist eine Anerkennung der harten Arbeit, die man leistet, und honoriert die Opfer, die man bringen muss, damit alles funktioniert. All das macht mich sehr stolz, die Frau meines Mannes zu sein.

SEINE ERFOLGE MIT DEN ROTEN BULLEN

 

Österreichischer Meister: 2012, 2014, 2015
Österreichischer Cupsieger: 2012, 2014, 2015
Spieler der Saison in Österreich: 2013/14, 2014/15
Torschützenkönig der UEFA Europa League: 2013/2014 (8 Tore)
Torschützenkönig der österreichischen Fussball-Bundesliga: 2013/2014 (31 Tore), 2014/2015 (31 Tore)
Torschützenkönig des ÖFB-Cups: 2014/2015 (7 Tore)
Torschützenkönig der Segunda División: 2011 (32 Tore)
VdF-Spieler des Jahres (Bruno): 2015
VdF-Torschützenkönig des Jahres (Bruno): 2014, 2015
UEFA Team of the Year: 2014 (Nominierung)