Unser Neuzugang im ersten Interview

Was man über Paolo Miranda wissen sollte? Er ist ein Optimist. Über sich selbst sagt er: „Wenn man im Leben etwas wirklich schaffen will, egal, wie hoffnungslos es ist, man darf nie aufgeben.“ Dieses Credo hat er mit jeder Faser seines Körpers verinnerlicht. Äußerlich wirkt der 1,85 m große Innenverteidiger ruhig, gelassen und bedacht, doch alleine die „Flügelspannweite“ seiner Schultern verspricht so einiges.

Zwei Jahre hat der FC Red Bull Salzburg Miranda nicht aus den Augen gelassen – und das aus gutem Grund.

In seinem ersten Interview als Neo-Bulle stellen wir euch den brasilianischen Neuzugang etwas näher vor.

Vor zwei Jahren wurdest du schon einmal mit dem FC Red Bull Salzburg in Verbindung gebracht. Was war der Grund dafür, dass es im ersten Anlauf nicht geklappt hat, und wie groß ist die Freude jetzt?
Die Freude ist natürlich sehr groß! Aber ja, die ersten Gespräche gab es bereits vor zwei Jahren, und ich war damals schon sehr daran interessiert, nach Salzburg zu kommen. Bei meinem damaligen Klub standen aber wichtige Turniere an, und ich bin von der Vereinsführung gebeten worden, noch zu bleiben. Ich wollte der Mannschaft helfen und bin deshalb in Brasilien geblieben. Es freut mich, dass Red Bull so lange an mir festgehalten und über einen so langen Zeitraum Interesse an mir gezeigt hat. Ich weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist, und das ehrt mich sehr. Aber jetzt bin ich hier und froh darüber, dass es endlich geklappt hat.

Warum hast du dich entschieden, zum FC Red Bull Salzburg zu wechseln, bzw. was möchtest du hier erreichen?
Ich möchte in erster Linie die Erwartungen, die in mich gesetzt werden, bestmöglich erfüllen. Ich weiß es sehr zu schätzen, welche Möglichkeiten sich hier für mich bieten. Alleine was die Infrastruktur rund um die Trainingsmöglichkeiten und die Betreuung betrifft, ist Red Bull Salzburg auf einem internationalen Topniveau. Man hat mir das Gefühl gegeben, dass ich mich hier weiterentwickeln kann. Ich glaube, dass ich sehr gut zu der Mannschaft, der Spielphilosophie und dem Erfolgsrezept von Red Bull Salzburg passen werde, und dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung auch weiterhelfen kann. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch eintreten wird.

Du wirst zum ersten Mal in Europa spielen, zählst aber zu den erfahrenen Spielern. Worin siehst du deine Stärken?
Spielerisch, würde ich sagen, liegen meine Stärken im guten Passspiel, aber als Verteidiger natürlich im Decken und vor allem im Forechecking. Ich glaube auch, dass ich zum einen mit meiner Körper sehr gut dagegenhalten kann bzw. mich zum anderen auch gut auf ein körperbetontes Spiel einstellen kann. Ich habe sehr hohe Erwartungen an mich selbst und möchte mich möglichst bald an das Niveau der Mannschaft anpassen. Mit meiner Erfahrung kann ich vielleicht auch dazu beitragen, ein Spiel positiv zu beeinflussen, und ich werde wie ein Krieger auf dem Platz stehen und um den Sieg kämpfen.

Wird deine Familie auch nach Salzburg kommen?
Es gibt absolut nichts Wichtigeres in meinem Leben als meine Familie, und ich könnte mir nicht vorstellen, von meiner Frau und meinem vierjährigen Sohn auf Dauer getrennt zu sein. Meine Familie wird also mit mir gemeinsam nach Salzburg ziehen.

Hattest du schon Zeit, dir die Stadt Salzburg etwas genauer anzusehen?
Leider nein. Ich habe das Stadion und das Trainingszentrum gesehen, aber die Termine, die ich bisher hier hatte, waren so dicht gedrängt, dass ich mir die Stadt noch nicht genauer ansehen konnte. Ich freue mich jedoch schon darauf, die Stadt und die Kultur in Österreich kennenzulernen.