Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 33. Runde in der tipico Bundesliga

Gemessen An den ZAHLEN, DATEN und Fakten des Letzten Saisonaufeinandertreffens zwischem dem FC Red Bull Salzburg und dem FK Austria Wien hätte diesmal vieles für den Gegner gesprochen, doch die Roten Bullen bewiesen mit einer überragenden mentalität, dass sie meister werden wollen UND KONNTEN mit einem verdienten 2:0-Sieg gegen die Wiener einen großen Schritt in richtung Meistertitel machen.

Ohne Spielmacher Naby Keita und eine Halbzeit auch noch ohne Kapitän Jonatan Soriano bzw. Routinier Christian Schwegler konnten die Roten Bullen gestern einen verdienten 2:0-Sieg gegen eine sehr kämpferische und spielstarke Wiener Austria feiern.

Dabei hätte unsere Mannschaft sogar noch höher gewinnen können, wäre ein reguläres Tor von Yordy Reyna in der ersten Halbzeit nicht fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt worden.

FK Austria Wien vs. FC Red Bull Salzburg

EIn HART ErkämpftER Sieg

Die Austria zeigte von Beginn an, dass sie sich für das letzte Saison-Duell gegen die Roten Bullen viel vorgenommen hatte. In den bisherigen Aufeinandertreffen in Liga und Cup blieben unsere Salzburger gegen die Wiener zwar ungeschlagen, aber es waren immer sehr intensive und hochattraktive Begegnungen zwischen diesen beiden Mannschaften.

Andi Ulmer:

Auch in den letzten Partien gegen die Austria hat man gesehen, dass es immer sehr knapp war, und auch heute haben sie es uns über 90 Minuten lang richtig schwergemacht.

Doch auch wenn die Austria statistisch gesehen mehr Spielanteile (66:33 Prozent) und mehr als doppelt so viele Torschüsse (13:6) hatte sowie mehr Zweikämpfe (54:46 Prozent) gewinnen konnte, entschied das Team von Trainer Oscar Garcia gestern das Spiel vor allem wieder mit körperlicher Überlegenheit und mentaler Stärke für sich.

Konrad Laimer:

Wir haben die Tore gemacht, die wir machen mussten, um dieses Spiel zu gewinnen, und das ist es, was zählt. Ja, wir hatten vielleicht weniger Ballbesitz als der Gegner, aber unser Ziel war es, mit aller Kraft nach vorne zu kommen und Tore zu machen. Es war schon ein richtig harter Kampf, wir sind viel gelaufen und jetzt einfach nur noch erledigt, aber sehr, sehr glücklich!

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT

Trainer Oscar Garcia forderte von seinem Team bereits vor der Partie gegen die Austria, jedes Spiel bis zum Saisonende so zu betrachten, als wäre es ein Endspiel. Auf den ersten Blick mag diese Einstellung vielleicht mehr Druck erzeugen als vielleicht notwendig, aber der erfahrene Trainer kennt seine Mannschaft mittlerweile schon sehr gut und weiß die Energie im Teamgefüge geschickt zu nutzen. Speziell in der Schlussphase der Partie erhöhte der Gegner den Druck und drängte auf den Ausgleich, doch die Roten Bullen – zu diesem Zeitpunkt ohne Schlüsselspieler wie Keita, Soriano und Schwegler auf dem Platz – behielten den Überblick, wirkten besonnen und ruhig.

Stefan Lainer:

Natürlich war vor dem Spiel eine gewisse Nervosität in der Mannschaft spürbar, denn wir wussten, dass ein Sieg bei der Austria ein sehr großer Schritt Richtung Meistertitel werden könnte, und diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen. Trotzdem haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, sind in der Defensive sehr gut gestanden und haben vor allem in der zweiten Halbzeit wenig Offensivaktionen des Gegners zugelassen.

UNSERE LEBENSVERSICHERUNG

Einmal mehr erwies sich auch die Salzburger-Defensive wieder als sichere Bank – mehr noch: als Lebensversicherung. Mit Schwegler, Miranda, Caleta-Car und Ulmer ist es in den letzten 23 Spielen keiner gegnerischen Mannschaft gelungen, mehr als ein Gegentor zu zielen. Das ist Liga-Rekord. In den letzten 13 Spielen unter Trainer Oscar Garcia, der maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass unsere Abwehr stabiler aufgestellt ist, wurden gar nur acht Gegentore zugelassen.

Andi Ulmer:

Klar haben wir uns im Frühjahr im Vergleich zum Herbst stark verbessert, und ich glaube nicht, dass das in Prozentwerten überhaupt auszudrücken ist. Speziell in der Defensive sind wir stabiler geworden, und das hat sicher einiges zu unserem aktuellen Erfolgslauf beigetragen. Aber eines steht fest: Wir wollen uns weiter verbessern, denn da ist noch Luft nach oben, und wir wollen auch noch unberechenbarer für den Gegner werden.

1:0 – TINO FASSTE SICH EIN HERZ!

Torentstehung | Tor von Valentino Lazaro zum 1:0

Was man sonst noch wissen sollte

  • Christian Schwegler absolvierte heute sein 150. Bundesliga-Spiel für die Roten Bullen.
  • Valentino Lazaro traf mit seinem 7. Bundesliga-Tor erstmals in einem Auswärtsspiel.
  • Interessant ist aber, dass er seine letzten 3 Treffer in der tipico Bundesliga in Spielen gegen den FK Austria Wien erzielte.
  • Jonatan Soriano lieferte seinen 8. Assist in dieser Saison ab.
  • Yordy Reyna erzielte sein 14. Bundesliga-Tor – erstmals in einem Spiel gegen den FK Austria Wien.

TABELLENSITUATION

Mit einem Vorsprung von neun Zählern und einem um 16 Tore besseren Torverhältnis auf Titelkonkurrent Rapid Wien fehlt den Roten Bullen auf den dritten Meistertitel in Folge nur noch ein Punkt. Soriano & Co. wollen den Meistertitel im kommenden Heimspiel gegen den SK Puntigamer Sturm Graz endgültig fixieren und das erreichte Saisonziel gemeinsam mit ihren Fans in der Red Bull Arena feiern.

Personelles

Weiterhin nicht einsatzbereit sind Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo (beide Knie), Asger Sörensen (Fußoperation) und Smail Prevljak (Knieoperation).

Naby Keita hatte sich bereits im Spiel gegen Altach eine Muskelzerrung im Oberschenkel zugezogen und war auch für das gestrige Spiel noch nicht fit.

Jonatan Soriano musste wegen eines Schlags auf die Kniekehle vorzeitig ausgetauscht werden, ebenso wie Christian Schwegler, der nach einem Schlag auf den Oberschenkel nicht mehr weitermachen konnte.