Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 22. Runde in der tipico Bundesliga

Im zweiten Meisterschaftsspiel, dem dritten Pflichtspiel innerhalb von sieben Tagen, setzte es für die Roten Bullen unter Trainer Oscar Garcia die erste Niederlage. Ein Ergebnis, das besonders schmerzt, weil auch die Zahlen, Daten und Fakten der 22. Runde der tipico Bundesliga deutlich machen, dass die Leistung unserer Mannschaft am vergangenen Samstag dem Potenzial des ersatzgeschwächten Kaders nicht gerecht wurde.

Nach dem Ausfall von Jonatan Soriano (Hüftverletzung, die er sich im vergangenen Cup-Spiel gegen Sturm Graz zugezogen hatte) war Oscar Garcia gezwungen, sein bisher bewährtes 4-4-2-System auf eine 4-3-3-Formation umzustellen. Eine Maßnahme, die aus taktischen Gründen gegen die sonst eher defensiv eingestellten Rieder zwar notwendig erschien, im Spiel jedoch nicht optimal umgesetzt werden konnte.

Alexander Walke war einmal mehr der gewohnt sichere Rückhalt seiner Mannschaft und vereitelte im Alleingang vier gute Möglichkeiten der Innviertler, die meist über Thomas Fröschl oder Patrick Möschl im Strafraum der Salzburger gefährlich wurden.  

Wir waren Ried in allen Belangen unterlegen. Unser aller Ziel ist es, wieder international zu spielen, und in diesem Fall müssen öfters „englische Runden“ absolviert werden. Da ist man dann auch nicht müde.

Verständlich, dass dem Routinier nach so einem Spiel erstmal der Kragen platzte, doch in Anbetracht der kurzen Vorbereitungszeit und dem ersatzgeschwächten Kader ist ein wenig Müdigkeit bei einigen Spielern auch für unseren erfahrenen Schlussmann nachvollziehbar.

Dauerbrenner Andi Ulmer ist das perfekte Gegenargument. Der Abwehrspieler hat fast alle bisherigen Pflichtspiele (30) der Roten Bullen in dieser Saison durchgespielt (lediglich in der 7. Runde gegen Sturm Graz wurde er in der letzten halbe Stunde eingewechselt). Auch er findet nach dem missglückten Auftritt bei der SV Josko Ried klare Worte:

Erste Halbzeit waren wir zu wenig aggressiv. Nach dem 0:1-Rückstand in den zweiten 45 Minuten sind wir dann aber besser ins Spiel gekommen, haben uns nach vorne mehr zugetraut und konnten den Gegner in deren Hälfte einschnüren, hatten aber zu wenige zwingende Torchancen. 

Einer der aktivsten Spieler am Platz war Valon Berisha, der an sechs von neun Torschüssen des FC Red Bull Salzburg beteiligt (3 Schüsse, 3 Schussvorlagen) war. Nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Spielhälfte brachte auch der bosnische Youngster Smail Prevljak frischen Wind in die Offensive, doch Zählbares blieb bei den Angriffsbemühungen der Roten Bullen leider dennoch aus.  

Allen Beteiligten ist jedenfalls klar, dass Ausrutscher wie am vergangenen Samstag, bei einem so knappen und spannenden Meisterschaftsverlauf wie bisher, am Ende das Zünglein an der Waage sein können. 

Ob die Niederlage in Ried personelle Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten. Im kommenden Heimspiel gegen SCR Cashpoint Altach muss Trainer Oscar Garcia allerdings auf Benno Schmitz verzichten, der aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.

Wie viel ich rotieren muss, hängt nicht von mir als Trainer, sondern von unseren Spielern ab. Derzeit möchte ich noch den gesamten Kader spielen lassen, um mir ein besseres Bild machen zu können.

Bernardo mit Lufthoheit

TABELLENSITUATION

Die Austria, direkter Verfolger der Roten Bullen um die Tabellenführung stolperte im Wiener Derby über Stadtrivalen Rapid. Die Hütteldorfer dominierten die Veilchen von Beginn an und holten mit einem souveränen 3:0-Erfolg auch wichtige Punkte in der Meisterschaft auf. In der aktuellen Bundesligatabelle liegt der FC Red Bull Salzburg zwar weiterhin auf Meisterkurs, allerdings liegt Rapid Wien nun punktegleich (je 40 Pkt.) auf Rang zwei. Die Wiener Austria, die auch unser Semifinal-Gegner im Samsung Cup sein wird, bleibt mit nur zwei Punkten Rückstand (38 Pkt.) in Lauerposition.

PERSONALSITUATION

Der Ausfall von Jonatan Soriano (Hüftverletzung) ist ein weiterer herber Rückschlag für Oscar Garcia und unser Team, denn unsere Offensivabteilung ist durch die Verletzungen von Yordy Reyna (Knieverletzung), Hee Chan Hwang (Muskelfaserriss) und Naby Keita (Malaria) erheblich geschwächt.

Aber auch ein sehnsüchtig erwartetes Comeback von Christoph Leitgeb (Rehabilitation nach Knie-OP), der mit seiner Erfahrung und Routine viel Ruhe ins Spiel bringen könnte, ist kurzfristig noch nicht in Sicht. Auch Reinhold Yabo (Rehabilitation nach Knie-OP) wird weiterhin kein Thema sein.