Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 28. Runde in der tipico Bundesliga

Es war das erwartet schwere Spiel gegen die Gäste aus dem Burgenland. Die Roten Bullen mussten sich den Sieg über eine spielerisch starke und teils offensiv eingestellte Mattersburger Mannschaft mit viel Laufarbeit und intensiven Zweikämpfen hart erarbeiten.

Doch der Sieg war verdient und wurde im Nachhinein auch noch mit einem satten Tabellenvorsprung auf Rapid Wien belohnt, das im Auswärtsspiel an der abstiegsgefährdeten SV Josko Ried scheiterte.

Beeindruckendes Debüt

Trainer Oscar Garcia bot am vergangenen Samstag in der Innenverteidigung erstmals den erst 17-jährigen Dayot Upamecano als Ersatz für den gesperrten Paulo Miranda in der Startelf auf. Eine riskante Entscheidung, die unser Trainer aber keine Sekunde lang bereuen sollte. Der junge Franzose – gut angeleitet von den Routiniers Walke, Ulmer und Schwegler – machte neben Duje Caleta-Car bei seinem Debüt eine gute Figur und versetzte das Salzburger Publikum mit einer nahezu makellosen Leistung in Staunen. Upamecano wurde von Medien und Experten gleichermaßen als Spielertyp moderner Prägung, mit gutem Zweikampfverhalten sowie effektivem Pass- und Kopfballspiel gelobt.

Christian Schwegler über Dayot:

Als Schweizer kann ich mich mit Dayot gut am Platz verständigen und ihn so in schwierigen Spielsituationen oder im Stellungsspiel unterstützen, aber er hat das heute auch sehr, sehr gut gemacht.

Trainer Oscar Garcia zu Dayots beeindruckendem Debüt:

Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung. Es ist immer riskant, junge Spieler in einer so wichtigen Phase in der Meisterschaft ins Spiel zu bringen, aber ich bin ein mutiger Trainer, der keine Scheu davor hat, junge Spieler einzusetzen.

Dayot Upamencano zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz:

Es war wichtig für mich, dass wir bei meinem Debüt gewonnen haben, das stärkt natürlich das Selbstvertrauen. Ich hatte aber auch die beste Unterstützung von meinen Mitspielern.

El Capitan mit einem „Runden“

Jonatan Soriano erzielte im vergangenen Heimspiel sein 19. Saison-Tor, das gleichbedeutend ist mit seinem 110. Bundesliga-Treffer für die Roten Bullen. Nur noch zwei Tore trennen unseren Top-Torschützen von einem weiteren Rekord.

Mit seinem 117. BL-Tor würde er nämlich mit niemand Geringerem als Salzburgs Jahrhundertfußballer und bis dato erfolgreichstem Torjäger Heimo Pfeifenberger gleichziehen. Ein weiterer, etwas absehbarerer Torrekord für unseren Kapitän steht unmittelbar bevor, nämlich jener vom erfolgreichsten aktiven Torschützen in der österreichischen Fußball-Bundesliga, Roman Wallner, der bis dato 112 Tore in der höchsten österreichischen Spielklasse erzielen konnte. 

Torsperre gebrochen

Valon Berisha erzielte seinen 4. Treffer in dieser Saison der tipico Bundesliga. Kurios ist aber, dass Valon erstmals in dieser Saison nicht gegen seinen Lieblingsgegner, den FC Admira Wacker Mödling, traf sondern gegen den SV Mattersburg. Nach einer sehenswerten Kombination zwischen Naby Keita und Jonatan Soriano legte unser Kapitän auf den mitgelaufenen Berisha quer, der aus kurzer Distanz einnetzte und damit seine Torsperre endlich brechen konnte. Im bisherigen Verlauf der Meisterschaft hat der sympathische Norweger immer wieder gute Torchancen herausgespielt, hatte allerdings oft nicht das notwendige Glück im Abschluss.

Torentstehung | Tor von Valon Berisha zum 1:0

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Yordy Reyna feierte in der 68. Minute sein Comeback nach langer Verletzungspause. Willkommen zurück!
  • Andi Ulmer gewann 91 Prozent seiner Zweikämpfe.
  • Valon Berisha war mit 88 Ballaktionen der aktivste Spieler auf dem Platz.
  • Der FC Red Bull Salzburg kassierte als einzige Mannschaft bisher nur eine Heimniederlage. Aktuell sind die Roten Bullen seit dreizehn Heimspielen in der Red Bull Arena ungeschlagen. 
  • Der Altersdurchschnitt unserer Startelf betrug 24,36 Jahre.

TABELLENSITUATION

Besser könnte die Ausgangslage vor dem direkten Duell mit Rapid Wien im Hinblick auf die Tabellenführung nicht sein. Vier Punkte Vorsprung auf den Titel-Konkurrenten sind ein komfortables Polster auf dem Weg zum Meistertitel. Da kommt die bevorstehende Länderspielpause für unserer Mannschaft fast etwas ungelegen, meinte unlängst Andi Ulmer:

Mir persönlich wäre es lieber, wir könnten jetzt durchspielen. Wir sind topfit und motiviert und brauchen gerade jetzt keine Spielpause.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Christoph Leitgeb und Reinhold Yabo (beide Knie) sowie Asger Sörensen (Fußverletzung).

Paulo Miranda war aufgrund einer Gelbsperre nicht einsatzberechtigt.