Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 29. Runde in der tipico Bundesliga

Mit dem Unentschieden im direkten Duell hat der FC Red Bull Salzburg gegenüber dem SK Rapid Wien im Kampf um den Meistertitel zwar weiterhin einen Vorteil, dennoch können die Roten Bullen mit der gezeigten Leistung gegen den Titelkonkurrenten nicht zufrieden sein. Trotz aller Selbstkritik haben unsere Salzburger aber nach dem 0:1-Rückstand kurz nach der Pause Moral bewiesen und letztlich aus einer Standardsituation den Ausgleich erzielt.

Zunächst kamen die Roten Bullen sehr gut ins Spiel und hatten in den ersten zwanzig Minuten den Gegner im Ernst-Happel-Stadion gut unter Kontrolle, doch aufgrund mangelnder Torchancen kam Rapid im weiteren Spielverlauf immer besser in die Partie. Nach einer eher glanzlosen ersten Hälfte geriet unsere Mannschaft unmittelbar nach Wiederanpfiff in Rückstand, konnte aber in der 75. Minute durch ein Kopfballtor von Duje Caleta-Car den Ausgleich erzielen, was letztlich gleichbedeutend mit dem Endergebnis war.

Selbstkritische Bullen

Mit dem Unentschieden kann der FC Red Bull Salzburg im Nachhinein betrachtet zwar besser leben als Rapid, dennoch war unserer Mannschaft nach dem Spiel schon deutlich anzumerken, dass sie mit der gezeigten Leistung selbst unzufrieden war. Routinier Alexander Walke brachte es auf den Punkt:

Wir haben uns ein anderes Spiel vorgenommen. Es war zwar kein gutes Spiel von uns, aber wir haben immer gewusst, dass wir ein Tor schießen würden. Unser Ziel war es aber, zu null zu spielen, und das ist uns nicht gelungen. Rapid, das muss man klar sagen, hat besser gespielt, von daher müssen wir uns mit dem einen Punkt zufriedengeben. Bis zum Titel ist es noch ein langer Weg, und für beide Mannschaften gibt es noch genug Punkte zu holen. Wenn wir weiterhin so spielen wie zuletzt, wird es für uns schwer werden, den Meistertitel zu holen.  

Tore mit Seltenheitswert

Duje Caleta-Car erzielte in seinem 31. Bundesliga-Spiel sein erstes Bundesliga-Tor. Bei einem Freistoß in der 75. Minute, ausgeführt von Andi UImer, stand der großgewachsene kroatische U21-Nationalteam-Spieler goldrichtig, verschaffte sich die Lufthoheit und ließ Rapid-Tormann Strebinger mit einem platzierten Kopfball keine Chance. Tore wie dieses hat man in der aktuellen Saison nicht oft gesehen. Zwei Mal traf heuer bereits Innenverteidiger Paulo Miranda aus einer Standardsituation per Kopf.

Duje Caleta-Car:

Ich glaube, das Tor war sehr wichtig. Wir haben nicht verloren und sind noch immer vier Punkte vor Rapid, das heute gut verteidigt und stark nach vorne gespielt hat. Egal, wer die Tore schießt – wichtig war, dass wir nicht verloren haben.

Gegen den SK Rapid Wien traf der FC Red Bull Salzburg erstmals seit über 2 Jahren wieder per Kopf in einem Spiel in der tipico Bundesliga (25. Spieltag 2013/14: RBS–SCR; 6:3).

Großartige Fanunterstützung

Rund 800 Fans begleiteten die Roten Bullen in die Bundeshauptstadt. Viele von ihnen waren mit dem eigenen PKW angereist, der Rest kam mit einem der acht Fan-Busse nach Wien, um unsere Mannschaft im Ernst-Happel-Stadion lautstark und tatkräftig zu unterstützen. Insgesamt haben 24.800 Fans den Top-Schlager live im Stadion verfolgt.

TABELLENSITUATION

Ein Unentschieden im direkten Duell bedeutet freilich auch, dass sich am Punkteabstand zwischen dem Titelverteidiger und dem Herausforderer nichts geändert hat. Der FC Red Bull Salzburg bleibt weiterhin mit vier Zählern Vorsprung an der Tabellenspitze und damit auch auf Meisterkurs. Selbst, wenn Rapid den Punkterückstand auf den Meister ausgleichen könnte, würden die Salzburger zunächst noch vom besseren Torverhältnis profitieren. Allerdings bekommen es die Roten Bullen im kommenden Heimspiel mit einer Mannschaft zu tun, die in der 27. Meisterschaftsrunde Rapid Wien im eigenen Stadion mit einer 0:4-Niederlage demütigte. Admira Wacker Mödling darf sich mit der bisher gezeigten Saison-Leistung zu Recht noch Chancen auf einen Europa League-Startplatz ausrechnen, denn den Südstädtern fehlen nur vier Punkte auf Platz drei. Obwohl der FC Red Bull Salzburg die aktuell erfolgreichste Heimmannschaft ist, könnten die Niederösterreicher ein sehr unangenehmer Gegner im kommenden Heimspiel werden.

Duje Caleta-Car:

Das Spiel gegen die Admira wird sicher auch nicht leicht, immerhin haben sie ja gegen Rapid gezeigt, was sie können. Da müssen wir auf der Hut sein.

PERSONALSITUATION

Der prominenteste Ausfall bei den Roten Bullen ist derzeit Trainer Oscar Garcia, der sich von einem grippalen Infekt erholen muss. Für ihn übernehmen bis auf Weiteres die beiden Co-Trainer René Aufhauser und Ruben Martinez, die gemeinsam im letzten Auswärtsspiel in der Coachingzone Anweisungen gaben.

Nicht einsatzbereit sind nach wie vor Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo (beide Knie) und Asger Sörensen (Fußverletzung).

Wegen einer schweren Knieverletzung (Kreuzband) fällt auch Stürmer Smail Prevljak für mehrere Monate aus.