Cupfinalgegner zu Gast in der Red Bull Arena | Schwegler verlängert Vertrag in Salzburg

Im heutigen Sonntagsspiel um 16:30 Uhr (live auf ORF eins und Sky) geht es für den FC Red Bull Salzburg in der 6. Runde der tipico Bundesliga gegen Austria Wien.

In diesem Duell geht es für beide Teams nicht nur um ein Kräftemessen auf Augenhöhe, sondern natürlich auch um wichtige Punkte. Um den Anschluss an die Tabellenspitze zu finden, müssen die Roten Bullen gegen Austria Wien zu Hause gewinnen. Die Austria, aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, kommt mit viel Selbstvertrauen nach Salzburg. Das wissen auch unser Trainer Peter Zeidler und Christian Schwegler.

Peter Zeidler:

Wir werden im heutigen Heimspiel einen neuen Anlauf nehmen, denn mit einem Sieg würden wir mit Austria Wien punktemäßig gleichziehen können. Die Austria gehört traditionellerweise, aber auch insbesondere in dieser Saison, zu den stärksten Konkurrenten in der Meisterschaft. Wir kennen ihre Stärken in der Offensive mit Zulechner, Gorgon, Grünwald und Kayode als flinken Flügelspieler sehr gut. Aber weil wir sie im Heimspiel erwarten, streben wir natürlich einen Sieg an.

Christian Schwegler:

Bei der Austria ist die Aufbruchsstimmung mit dem neuen Trainer, neuen Impulsen und Spielermaterial spürbar. Sie haben vor allem in der Offensive sehr viel Potenzial. Da kommt eine große Herausforderung auf uns zu. Das ist uns bewusst und auch, dass die Austria in diesem Jahr nicht mit der vom letzten Jahr zu vergleichen ist.

Nach der bitteren Niederlage gegen Dinamo Minsk stehen sowohl der Trainer als auch die Führungsspieler vor der wichtigen Aufgabe, die Mannschaft wieder in Erfolgsspur zu führen. 

Peter Zeidler:

Natürlich sind wir über den Zwischenstand nach den ersten 90 Minuten gegen Minsk enttäuscht. Aber es gehört zu unserem Job, solche Rückschläge schnell zu verarbeiten, und damit haben wir bereits gestern begonnen.

Mit den Ausfällen von den vier Mittelstürmern Jonatan Soriano, Omer Damari, Havard Nielsen und Marco Djuricin sowie Abwehrchef Martin Hinteregger waren die Bullen im Play-off-Hinspiel stark ersatzgeschwächt. Auf dem Personalsektor gibt es aber wieder Hoffnung, dass ein oder zwei verletzte Spieler schon heute zum Einsatz kommen könnten.

Peter Zeidler:

Wir hoffen natürlich, dass wir heute auf einen – vielleicht sogar zwei – Stürmer mehr zählen können. Wir haben im Spiel gegen Dinamo Minsk wieder gesehen, dass es uns in der Offensive momentan an Durchschlagskraft, klaren Pässen und konkreten Ideen mangelt. Aber es kommen jetzt nach und nach wieder Spieler zurück, die uns in diesem Bereich weiterhelfen können. Gestern haben wir ein Spielersatztraining gemacht, bei dem auch einige Spieler, die bald wieder fit werden, schon mittrainiert haben.

Die Vertragsverlängerung von Christian Schwegler um ein weiteres Jahr und die offizielle Transferbestätigung von Yasin Pehlivan (wird für unser Team mit der Rücknummer 55 spielen) sind wichtige Signale in Richtung Kaderentwicklung, denn beide Spieler sind sehr erfahrene und charakterstarke Typen, die nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Mannschaft Führungsrollen übernehmen können.

Christian Schwegler über seine Vertragsverlängerung:

Ich habe bereits in der Sommerpause Gespräche mit dem Verein zu meiner Vertragssituation geführt. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich um ein weiteres Jahr bis 2017 verlängere. Ich wollte dies aber erst bekannt geben, wenn ich wieder einsatzfähig bin, und das ist nun der Fall. Ich fühle mich mit meiner Familie sehr wohl in Salzburg. Das Wichtigste  aber für mich ist, dass es auch auf sportlicher Ebene für mich passt. Ich habe hier sehr viele schöne Erfolge feiern dürfen und freue mich darauf, weitere Titel mit dem FC Red Bull Salzburg zu holen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen werden. Dazu müssen wir aber noch einige Hebel ansetzen, um wieder richtig in die Spur zu kommen.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Der FC Red Bull Salzburg gab in dieser tipico Bundesliga-Saison 93 Schüsse ab – die meisten aller Klubs.
  • Gemeinsam mit dem FK Austria Wien schossen die Roten Bullen am öftesten auf das gegnerische Gehäuse (34-mal).
  • Dabei trafen die Salzburger Spieler insgesamt viermal Aluminium – Höchstwert.
  • Naby Keita führte in dieser tipico Bundesliga-Saison bislang 118 Zweikämpfe – die meisten. 444 Ballaktionen bedeuten Rang zwei – nur Raphael Holzhauser hat mehr (467).
  • Die Wiener haben die vergangene Spielzeit aufgrund des 7. Platzes und der Cupfinalniederlage gegen die Roten Bullen ohne internationalen Startplatz abgeschlossen.
  • In der laufenden Saison ist die Austria bisher recht gut unterwegs und hat u. a. schon 14 Treffer erzielt, gemeinsam mit Rapid die meisten.
  • In der Torschützenwertung führt der Austrianer Alexander Gorgon mit sechs Treffern, drei davon waren Elfmeter. Dem FC Red Bull Salzburg wurde in dieser Saison noch kein Elfmeter zugesprochen.
  • Im Anschluss an das Austria-Match steht Mittelfeldmann David Atanga allen Interessierten (ab ca. 30 Minuten nach Spielende) im Fanlokal Abseits (Ostseite Red Bull Arena) für Fragen und Autogramme zur Verfügung.

Personelles

Verletzt sind aktuell Airton (Oberschenkel), Reinhold Yabo (Knie) und Omer Damari (Knöchel).

Der Einsatz von Martin Hinteregger ist aufgrund einer Bauchmuskelverletzung ebenso fraglich wie der von Marco Djuricin (Knöchelverletzung).

Jonatan Soriano hat nach seiner Oberschenkelverletzung wieder leicht trainiert, sein Einsatz am Sonntag ist allerdings noch fraglich.


Bundesliga-Spiele gegen Austria Wien:

31.05.2015 FK Austria Wien - Red Bull Salzburg 1:1 (0:0)
04.04.2015 Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 3:1 (2:1)
06.12.2014 FK Austria Wien - Red Bull Salzburg 2:4 (2:0)
21.09.2014 Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 2:3 (1:2)
26.03.2014 FK Austria Wien - Red Bull Salzburg 3:0 (2:0)
15.12.2013 Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 4:0 (2:0)
06.10.2013 FK Austria Wien - Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)
27.07.2013 Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 5:1 (2:1)
26.05.2013 Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 3:0 (1:0)
31.03.2013 FK Austria Wien - Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)