34. Runde tipico Bundesliga | FC Red Bull Salzburg - SK Puntigamer Sturm Graz 1:1 (1:0) Tore: Berisha (15.) bzw. Edomwonyi (70.)

34. Runde Tipico Bundesliga |
FC Red Bull Salzburg
VS. SK PunTIgamer Sturm Graz

DATUM: Samstag, 7. Mai 2016
ORT: Red Bull Arena
ZUSCHAUER: 11.327
UHRZEIT: 18:30 Uhr 
SCHIEDSRICHTER: Dominik Ouschan

Andreas Kollegger

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Vor einer wahrlich meisterlichen Zuschauer-Kulisse konnte sich der FC Red Bull Salzburg mit dem heutigen Punkt gegen den SK Puntigamer Sturm Graz den Meistertitel und den erstmaligen Titelhattrick der Klubgeschichte vorzeitig sichern.

Im Anschluss an das Spiel findet eine spontane MEISTERFEIER in unserem Fan-Lokal statt. Alle Spieler des FC RED BULL SALZBURG werden 30 min. nach Spielende im Fan-Lokal mit euch gemeinsam den Meister-Hattrick feiern.

Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Obwohl die Roten Bullen sehr aggressiv in die Partie starteten, hatten die Grazer in der 3. Minute nach einem Freistoß schon fast die Führung auf dem Fuß bzw. Kopf. Nach einem Foul an Bright Edomwonyi brachte Daniel Offenbacher die Freistoß-Flanke von links zur Mitte. Edomwonyi köpfelte den Ball aber, zum Glück für Alex Walke, nur an die Querlatte, und auch der Nachschuss ging nur knapp am Tor vorbei.  

Ein ungewöhnliches Bild bot sich in den ersten zehn Minuten des Spiels, denn die Gäste drängten unsere Mannschaft zum Teil effizient in die eigene Spielhälfte. Es dauerte ein wenig, bis sich die Roten Bullen aus dem Würgegriff der Grazer befreien konnten.

In verletzungsbedingter Abwesenheit von Jonny Soriano rückte heute Yordy Reyna in die Mitte der Offensive, an seiner Seite stürmten Takumi Minamino und Valentino Lazaro. Das Trio agierte im Zusammenspiel sehr gut, kam zunächst aber wenig gefährlich nach vorne.

In der 13. Minute konnte Yordy Reyna wieder einmal seine Schnelligkeit ausspielen. Der Peruaner erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball von Lukas Spendlhofer und lief alleine auf Michael Esser zu. Der Schlussmann der Grazer behielt allerdings die Nerven und konnte Reynas Abschluss, der dabei noch von Anastasios Avlonitis gestört wurde, zur Ecke abwehren. Die darauffolgende Ecke brachte ebenfalls nichts ein. Doch unsere Mannschaft wurde ab diesem Zeitpunkt deutlich gefährlicher und konnte die Partie wieder besser bestimmen. Speziell die Routiniers Christian Schwegler und Andi Ulmer hatten in dieser Phase des Spiels eine wichtige Rolle, sorgten für immer wieder für Ruhe und Ordnung im Spielaufbau und verschafften so ihrer Mannschaft mehr Selbstvertrauen für Angriffe nach vorne.

Nur wenige Minuten später brachte Valon Berisha die Roten Bullen dann aber mit einem echten Traumtor in Führung. Takumi Minamino erkämpfte den Ball und dieser landete genau vor den Füßen von des Norwegers, der aus gut 20 Metern abzog und das Leder mit einem beherzten Schuss punktgenau unter die Latte knallte.

Nach einer halben Stunde hätte es gut auch schon 2:0 stehen können, denn nach einer starken Kombination über Christian Schwegler und Valentino Lazaro kam Takumi Minamino am 16er an den Ball. Leider traf er diesen nicht optimal und ein Gegenspieler konnte sich gerade noch in den Schuss werfen und vereitelte somit eine der besten Chancen auf das 2:0 in der ersten Spielhälfte.
Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Christian Schwegler mit einer starken Aktion an der Seitenlinie den Ball erkämpfen, doch seine mustergültige Flanke zur Mitte traf Yordy Reyna nicht ideal. Für Schweglers Balleroberung gab es sogar Extra-Applaus von den Zuschauern. 

In der ersten Minute nach der Pause wurde Valentino Lazaro nach einem schönen Solo im gegnerischen Strafraum unsanft umgerempelt, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Ansonsten verlief die zweite Spielhälfte bis zur 60. Minute nahezu ereignislos. Zwar bestimmte unsere Mannschaft in dieser Phase der Partie das Spielgeschehen, war aber vor dem Tor nicht effizient genug.

Und so kam es, wie es kommen musste. In der 70. Minute gelang Sturm Graz durch ein Tor von Bright Edomwonyi der Ausgleich.

Die zunächst beste Möglichkeit auf die neuerliche Führung im Spiel hatten die Roten Bullen in der Schluss-Viertelstunde. Valon Berisha erkämpfte sich den Ball an der Strafraum-Ecke und bediente Andreas Ulmer, der auf den besserstehenden Hee Chan Hwang abspielte. Der junge Koreaner kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Michael Esser konnte noch abblocken. Im Nachschuss versuchte es auch Stefan Lainer, doch er traf den Ball nicht richtig.
In den Schlussminuten drückten die Roten Bullen noch einmal aufs Tempo und zeigten mit viel Einsatz, Leidenschaft, Herzblut und der letzten Kraft, dass sie ihr Meisterstück gerne mit einem Sieg gekrönt hätten. Letzten Endes zählte nach dem Schlusspfiff aber nur eines: Der FC Red Bull Salzburg ist ÖSTERREICHISCHER FUSSBALLMEISTER.   

Meisterwürdig war heute aber auch die Stimmung in der Red Bull Arena, denn die Spielfreude der Roten Bullen übertrug sich während des gesamten Spiels auf die Zuschauer, die ihre Mannschaft tatkräftig anfeuerten und so den Salzburgern heute zum Titel-Hattrick verhalfen.

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Wir haben den Titel geholt, weil die Mannschaft ihr Bestes gegeben hat, und das ist es, was zählt. Der Meistertitel ist nicht nur mein Verdienst. Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch bei meinen Vorgängern Peter Zeidler und Thomas Letsch bedanken, die dazu natürlich ebenso beigetragen haben.

Christoph Freund:

Wir hatten einen sehr schwierigen Start in die Saison, haben uns aber im Frühjahr sehr gut weiterentwickelt. Wir freuen uns, dass wir den Titel schon jetzt fixieren konnten, denn jetzt können wir uns in Ruhe auf das Saison-Finale und den Samsung Cup vorbereiten. Oscar Garcia hat einen großen Anteil daran, er hat eine Winner-Mentalität ins Team gebracht.

Alexander Walke:

Es war für uns von Anfang an eine schwierige Saison, darum ist die Freude umso größer, dass wir jetzt Meister sind. Ein bisschen werden wir schon feiern, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir am Mittwoch schon wieder ein wichtiges Spiel haben und die Saison noch nicht zu Ende ist.


WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Nicht einsatzbereit waren Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo (beide Knie), Asger Sörensen (Fußverletzung) und  Smail Prevljak (Kreuzbandriss).
  • Jonatan Soriano hatte im Spiel bei Austria Wien einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten und fiel ebenso aus wie Dayot Upamecano (Zerrung des Hüftbeugers).

  • Insgesamt sind Walke, Ulmer & Co. gegen die Grazer seit sieben Spielen ungeschlagen.

  • Auch insgesamt besticht das Team von Oscar Garcia durch Heimstärke. In dieser Saison der tipico Bundesliga gelangen bereits 13 Heimsiege – die meisten. Mehr Erfolge nach 16 Heimspielen gab es für die Salzburger nur 2005/06 (14) und 2008/09 (15).

  • In den letzten 24 Spielen der laufenden tipico Bundesliga-Saison kassierten die Salzburger nie mehr als ein Gegentor – Bundesliga-Rekord (gemeinsam mit dem FC Tirol 2001).

  • Der Altersdurchschnitt unserer heutigen Startelf betrug 23,9 Jahre. 

AuFstellungEN & wechsEL

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Laimer, Bernardo, Berisha – Lazaro, Reyna (74. Hwang), Minamino (62. Lainer)

SK Puntigamer Sturm Graz: Esser – Kayhan, Spendlhofer, Avlonitis, Lykogiannis – Kamavuaka, Offenbacher – Schick, Dobras (57. Avdijaj), Horvath (81. Gruber) – Edomwonyi

Gelbe Karte

Reyna (21./Foul)

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