Auf nach Klagenfurt | Dem Bundesliga-Triple soll der dritte Cup-Erfolg in Serie folgen

Und auch in dieser Saison geht es für den FC Red Bull Salzburg wieder in die Verlängerung. Nach dem dritten Bundesliga-Titel in Serie kann das Team von Oscar Garcia auch im Cup das Triple schaffen, eine Leistung, die im österreichischen Fußball bisher einmalig wäre.

Dafür müssen die Roten Bullen heute am 19. Mai 2016, im Klagenfurter Wörthersee Stadion den FC Admira Wacker Mödling besiegen. Das Spiel beginnt um 20:30 Uhr (live auf ORFeins) und wird von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer geleitet.
 
17 Cup-Spiele in Serie konnten die Salzburger gewinnen, haben dabei u. a. auch die Finalspiele 2014 (4:2 gegen St. Pölten) und 2015 (2:0 n.V. gegen Austria Wien) für sich entschieden. Um den nächsten Sieg und einen weiteren Titel erringen zu können, so erklärt Trainer Oscar Garcia, stehen seinem Team aber noch (mindestens) 90 intensive Minuten bevor:

Bei einem Finale kann man nicht mehr von einem Favoriten sprechen. Die Admira hat nicht nur im Cup gezeigt, dass sie eine sehr gute Mannschaft ist. Wenn wir den Cup-Sieg auch noch schaffen, könnten wir aus einer guten eine sehr gute Saison machen. Dafür werden wir noch einmal alles aus uns herausholen. Aber es wäre ein großer Fehler, wenn wir jetzt schon an das mögliche Triple-Double denken.

Alexander Walke, bester Bundesliga-Torhüter der abgelaufenen Saison, meint zum Finale:

Es ist nur ein Spiel, in dem es um alles geht. Da kann man danach nichts mehr reparieren. Die beiden Teams, die es bis ins Finale geschafft haben, stehen verdient dort. Der Reiz, etwas ganz Besonderes zu schaffen, ist natürlich groß. Aber wir wissen, dass wir dafür noch sehr hart arbeiten müssen.
 

Unser Finalgegner: FC Admira Wacker Mödling

Admiras Weg ins Cupfinale

Admira Wacker Mödling hat eine außerordentliche Saison hinter sich und die tipico Bundesliga – noch zu Beginn als ein möglicher Abstiegskandidat gehandelt – auf dem beachtlichen vierten Rang beendet. Die Niederösterreicher sind dadurch nächste Saison in jedem Fall in der UEFA Europa League-Qualifikation mit dabei.

Im laufenden Bewerb hat sich die Admira nach Erfolgen gegen SV Schwechat (A/1:1, 5:3 n.E.), Wallern (A/2:2, 6:4 n.E.), FC Lankowitz (A/1:0), Rapid (A/1:0) und SKN St. Pölten (H/2:1) für das Finale qualifiziert.

Mit 10.000 PS nach Klagenfurt

Rund 600 Fans des FC Red Bull Salzburg werden, wie schon im vergangenen Jahr, mit einem Sonderzug zum Finale nach Klagenfurt reisen. Das von einer Lok mit 10.000 PS gezogene Gefährt ist bereits seit letzter Woche ausverkauft (rund 600 Plätze), insgesamt werden knapp 1.000 Fans der Roten Bullen beim Finale mit dabei sein.

Im Falle einer erfolgreichen Titelverteidigung würde die Mannschaft wieder gemeinsam mit den Fans die Heimreise per Schiene antreten.

Laut Veranstalter ÖFB wurden bereits mehr als 10.000 Tickets für das Spiel im Wörthersee Stadion abgesetzt.

Personelles

Nicht einsatzbereit sind Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo, Smail Prevljak (alle Knie) und Asger Sörensen (Fußoperation). Omer Damari kann aufgrund einer Adduktorenverletzung nicht spielen.

Der Einsatz von Jonatan Soriano (Wadenverletzung) ist ebenso fraglich, wie der von Yasin Pehlivan (Prellung).
 

Lasst es uns noch einmal tun!

Die bisherigen Cup-Ergebnisse der Roten Bullen

1. Runde
SC Deutschlandsberg – FC Red Bull Salzburg 0:7 (0:1)
Tore: Soriano (3), Djuricin (3), Minamino
 
2. Runde
SV Horn – FC Red Bull Salzburg 2:3 (1:2) n. V.
Tore: Minamino, Prevljak, Soriano
 
Achtelfinale
FC Red Bull Salzburg – SV Josko Ried 4:2 (1:2)
Tore: Soriano (2), Berisha, Keita
 
Viertelfinale
SK Puntigamer Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 0:1 (0:1)
Tor: Lainer
 
Halbfinale
FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 5:2 (0:1)
Tore: Laimer (2), Ulmer, Soriano, Larsen (ET)

Allgemeines zum Samsung Cup

Torschützenwertung

In der Cup-Torschützenwertung führt Jonatan Soriano mit sieben Volltreffern. Auf den Plätzen dahinter folgen Josip Tadic (SK Sturm Graz/jetzt Balikesirspor), Manuel Gavilan (SV Josko Ried) und René Gartler (LASK Linz) mit je fünf Toren.

Folgende Spieler der beiden Cup-Finalisten halten bei je zwei Treffern: Minamino und Laimer bzw. Grozurek, Starkl, Zulj und Zwierschitz.

In der Fairplay-Wertung, die vom ÖFB mit einer Prämie von 10.000 Euro belohnt wird, liegt der FC Red Bull Salzburg vor dem Finalspiel (hinter SKN St. Pölten) auf Rang 2.