UEFA Europa League Play-off | FK Dinamo Minsk - FC Red Bull Salzburg 2:0 (0:0). Tore: Rassadkin (57.), Adamovic (90.+4)

Andreas Kollegger

UEFA Europa League Play-Off | HinsPIEl
FK Dinamo Minsk vs. FC Red Bull Salzburg

DATUM: Donnerstag, 20. August 2015
ORT: Brestskiy Stadion
ZUSCHAUER: ca. 10.000
UHRZEIT: 18:00 CET 
SCHIEDSRICHTER: Miroslav Zelinka (CZE)

Andreas Kollegger

LIVETICKER des Spiels nachzulesen unter: http://fcrbs.club/LIVE

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Der FC Red Bull Salzburg musste sich im Play-off-Hinspiel zur UEFA Europa League dem FK Dinamo Minsk trotz kämpferischer Leistung geschlagen geben.

Der weißrussische Vizemeister gewinnt im Brestskiy Stadion mit 2:0 (0:0) nach Toren von Rassadkin (57.) und Adamovic (90.+4).

MATCH-ANALYSE

Auf personeller Ebene musste Trainer Peter Zeidler den bitteren Ausfall von Martin Hinteregger kompensieren. Durch die notwendig gewordene Umstellung in der Defensive ließ der Trainer erstmals (nach seiner langen Verletzungspause) Christian Schwegler auflaufen. Neben ihm in der Startaufstellung standen Paulo Miranda, Duje Caleta-Car und Andreas Ulmer.

In der Anfangsphase war FC Red Bull Salzburg die aktivere Mannschaft und ließ den Gegner kaum an den Ball.
Nach dem ersten Abtasten kam FK Dinamo Minsk zwar etwas besser ins Spiel, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden.

In der 24. Minute zog Andreas Ulmer nach einer Flanke von Valon Berisha aus 30 Metern ab. Sein Weitschuss strich nur um Haaresbreite über die Querlatte.

Die beste Torchance in der ersten Spielhälfte hatte Naby Keita (31.), der nach einem Querpass von Takumi Minamino im Strafraum aus vollem Lauf abschloss, sein Schuss verfehlte das Tor aber deutlich.

Wenige Minuten später kamen die Weißrussen zur ihrer bis dato besten Torchance im Spiel. Fatos Beciraj drang gefährlich weit in den Strafraum vor, doch seine abgerissene Flanke ging weit daneben. Keine Gefahr für Alexander Walke.

Die Roten Bullen waren über weite Strecken der ersten Spielhälfte tonangebend, ohne jedoch wirkliche Torchancen herauszuspielen.

Nach der Pause kamen beide Teams unverändert aus den Kabinen. Die Roten Bullen begannen in der zweiten Halbzeit erneut kontrolliert und waren die spielbestimmende Mannschaft. Doch die Weißrussen erzielten mit ihrer ersten guten Torchance in der zweiten Spielhälfte in Minute 57 durch Rassadkin die völlig überraschende 1:0-Führung.

Trainer Peter Zeidler reagierte umgehend und brachte mit David Atanga eine frische Offensivkraft in die Partie.

Die Bullen versuchten, nach der überraschenden Führung der Hausherren wieder Ruhe ins Spiel zu bekommen und den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die Angriffe blieben jedoch meistens in der dicht gestaffelten Abwehr der Weißrussen hängen.

In der Schlussphase erhöhten die Bullen nochmals den Druck. In der 86. Minute verfehlte ein Flachschuss von Andreas Ulmer nur knapp das Tor. Kurz danach fasste sich auch David Atanga nach einem Zuspiel von Christian Schwegler ein Herz und kam aus 18 Metern zum Abschluss, doch auch sein Schuss ging daneben (89.).

Dann kam der Schock: In der 91. Minute verfehlte der Torschütze zum 1:0, Rassadkin, noch knapp das Tor, doch in der vorletzten Minute der Nachspielzeit sorgte Adamovic mit dem Treffer zum 2:0 für den negativen Endstand.

Auf die Roten Bullen wartet im Rückspiel am kommenden Donnerstag nun eine sehr schwierige Aufgabe. Das 0:2 ist mit einem Kraftakt in der Red Bull Arena noch zu drehen. Unsere Mannschaft muss sich aber im Rückspiel deutlich steigern, um die heutige Niederlage auszubessern und in die Gruppenphase der UEFA Europa League einzuziehen.

STatements

Peter Zeidler:

Rückblickend auf den Spielverlauf der ersten Hälfte ist diese Niederlage sehr bitter für uns. Speziell das 2:0 in der letzten Minute zu bekommen, schmerzt besonders. Wir mussten mit dieser jungen Mannschaft auf europäischem Niveau schon einmal feststellen, dass jeder Konzentrationsfehler und jede noch so kleine Schwäche ausgenützt werden. Aber wir sind noch nicht ausgeschieden, und es ist meine bzw. unsere Aufgabe, dass wir die Mannschaft für das Rückspiel am Donnerstag wieder aufrichten.

Valon Berisha:

Natürlich ist dieses Ergebnis eine Riesenenttäuschung für uns. Aber nächste Woche haben wir im Rückspiel eine neue Chance. Wir werden alles geben, um zu beweisen, dass wir gewinnen wollen. Ich denke, dass wir das Spiel gut in der Hand hatten, aber in der Nähe des 16ers nicht konkret genug wurden. Wir müssen versuchen, bessere Chancen zu kreieren und kaltschnäuziger vor dem Tor zu sein.

Christian Schwegler:

Es sind Fehler passiert, die dürfen uns einfach nicht passieren. Auch wenn wir viele Ausfälle hatten, sind heute genug Spieler auf dem Platz gewesen, die schon internationale Erfahrung haben. Wir haben heute leider auch gesehen, dass wir ab dem letzten Drittel viele Chancen liegen lassen, daran müssen wir arbeiten.

Was man sonst noch wissen sollte

  • Trainer Peter Zeidler musste einmal mehr auf die Langzeitverletzten Airton Moraes Michellon (Oberschenkel) und Reinhold Yabo (Knie) verzichten.
  • Ebenso nicht mit dabei waren Havard Nielsen (Magen-Darm-Infekt), unser Kapitän Jonatan Soriano mit seiner Oberschenkelverletzung und Omer Damari (Fußwurzelknochen-Absprengung).
  • Bitter für die Roten Bullen war auch der Ausfall von Abwehrchef Martin Hinteregger. Er fiel wegen einer schmerzhaften Bauchmuskelverletzung aus.
  • Christian Schwegler war erstmals nach seinem Mittelfuß-Knochenbruch wieder in der Startaufstellung. 
  • Valentino Lazaro feierte nach seiner langen Muskelverletzung heute das Comeback. Er wurde in der 76. Minute eingewechselt. Willkommen zurück!
  • Christoph Leitgeb führte die Bullen als Kapitän aufs Spielfeld.

 

AuFstellung & Auswechslungen

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Minamino (Lazaro 74.), Leitgeb, Keita, Berisha – Reyna, Oberlin (Atanga 58.)

FK Dinamo Minsk: Korytko – Begunov, Gutor, Vitus, Bangura – Udoji (Andamovic 53.), Politevich, Korzun, Rassadkin (Voronkov 90.) – Neacsa (Mohammed 70.), Beqiraj

GELBE KARTEN

Neacsa (11.), Begunov (44.), Keita (67.), Miranda (75.)