Der 47-jährige Deutsche trainiert die Roten Bullen bis zur Winterpause

Der FC Red Bull Salzburg und Peter Zeidler gehen ab sofort getrennte Wege. An seiner Stelle übernimmt Thomas Letsch, bisher Coach des FC Liefering, die Funktion des Cheftrainers bei den Roten Bullen bis zur Winterpause.

Thomas Letsch wurde heute Vormittag der Mannschaft vorgestellt und hat danach sein erstes Training mit Soriano & Co. geleitet. Der 47-jährige Deutsche arbeitet seit Juli 2012 bei den Salzburgern und war bisher schon als Sportlicher Leiter der Akademie des FC Red Bull Salzburg im Einsatz. Im Sommer 2015 übernahm er dann das Traineramt des FC Liefering.

Thomas Letsch wird die Mannschaft vorerst in den beiden noch ausstehenden Spielen der tipico Bundesliga betreuen. Das weitere Vorgehen bei der Besetzung des Trainerpostens wird nach Ende der Herbstsaison besprochen und geklärt.

René Aufhauser, schon bisher Co-Trainer von Thomas Letsch, wird für diese Phase den Trainerstab der Roten Bullen verstärken.

Pressekonferenz zum Trainerwechsel

Christoph Freund, Sportlicher Leiter des FC Red Bull Salzburg erläutert die Beweggründe für den gesetzten Schritt:

Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Sie war für uns aber zum jetzigen Zeitpunkt notwendig, um die Chancen, die letzten beiden Spiele der Herbstsaison möglichst erfolgreich zu absolvieren, zu erhöhen. Die Entwicklung und das Auftreten der Mannschaft sowie die Ergebnisse der letzten Runden sind für uns nicht zufriedenstellend. Für uns sind die beiden kommenden Spiele extrem wichtig, und wir sind nach den letzten Eindrücken zu der Überzeugung gekommen, jetzt handeln zu müssen, um diese Spiele erfolgreich zu absolvieren.


Bei Peter Zeidler möchten wir uns für seine erfolgreiche Trainertätigkeit beim FC Liefering bzw. beim FC Red Bull Salzburg herzlich bedanken und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

Der Verein möchte ebenfalls klarstellen, dass die Entscheidung für einen Trainerwechsel nicht mit der Causa Hinteregger in Zusammenhang steht.

Christoph Freund meinte dazu:

Die Causa Martin Hinteregger hat nichts mit der Entscheidung zu tun, dass wir uns von Peter Zeidler getrennt haben. Wenn da immer wieder von einem Machtkampf gesprochen wird, dann wollen wir dem ganz klar widersprechen. Für uns war die Entwicklung der Mannschaft ausschlaggebend. Das ist der alles entscheidende Punkt, und dafür sind wir verantwortlich.

Jochen Sauer, Geschäftsführer des FC Red Bull Salzburg:

Ich möchte noch einmal klarstellen, dass die Vereinsführung absolut hinter der Entscheidung des Trainers stand, Martin Hinteregger für das Spiel am vergangenen Dienstag nicht zu nominieren. Es war die einzig richtige Entscheidung, genauso wie es richtig war, ihn gegen Austria Wien nicht zu nominieren. Martins Trainingsleistungen haben nicht ausgereicht, sich für den 18er-Kader zu qualifizieren. Ich bin mir sicher, dass Martin das auch weiß. Jeder Trainer hätte in diesem Fall ebenso entschieden. Von daher war das auch kein Aspekt, den wir bei unserer Entscheidung, was den Trainer betrifft, in irgendeiner Form berücksichtigt haben.

Interimstrainer Thomas Letsch hat heute bereits die erste Trainingseinheit mit der Kampfmannschaft absolviert und ist in Hinblick auf die letzten Meisterschaftsrunden positiv gestimmt:

Es geht für uns jetzt noch einmal darum, alle Energien zu bündeln. Wir haben elf Tage Zeit und es gilt nun, jegliche Konzentration darauf zu legen, um aus den letzten beiden Spielen das Maximum herauszuholen. Das ist der Auftrag, den ich zusammen mit meinem Team habe.


Es sind jetzt noch zwei Trainingseinheiten vor dem Spiel gegen Mattersburg. Der Fokus liegt darauf, dass wir als Mannschaft sehr kompakt spielen, aktiver sprinten und wieder aggressiver agieren. Die grundsätzlichen Dinge unserer Spielphilosophie müssen wir in jeder Trainingseinheit fokussieren. Und das wird auch bei der Einstellung auf das Spiel am Sonntag der Schwerpunkt sein.

Wir bedanken uns bei Peter Zeidler für die Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Gute!