Gegen Dinamo Minsk in Brest | Tschechisches Schiedsrichterteam | TV-Übertragung auf Puls 4

Europa League Play-Offs | HinsPIEl
Dinamo Minsk vs. FC Red Bull Salzburg

DATUM: Donnerstag, 20. August 2015
ORT: Brestskiy Stadion
UHRZEIT: 18:00 CET 
SCHIEDSRICHTER: Miroslav Zelinka (CZE)

Andreas Kollegger

LIVETICKER des Spiels unter: http://fcrbs.club/LIVE

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Mit FK Dinamo Minsk steht dem FC Red Bull Salzburg im PLAY-OFF ZUR UEFA EUROPA LEAGUE heute (Anpfiff 18:00 Uhr, live auf Puls 4) ein sehr anspruchsvoller Gegner bevor.

ANKUNFT IN BREST

Die Mannschaft ist gestern Nachmittag nach einem eineinhalbstündigen Flug am Flughafen in Brest gelandet. Nach langwierigen Einreiseformalitäten ging es für die Bullen erstmal ins Mannschaftshotel. Viel Zeit zum Ausruhen hatte unsere Mannschaft aber nicht, denn schon um 18:00 Uhr brachen die Bullen zum Abschlusstraining ins Brestskiy Stadion auf. 

Davor standen Trainer Peter Zeidler und Andi Ulmer den mitgereisten Journalisten und einigen weißrussischen Kollegen in der obligatorischen Pressekonferenz Rede und Antwort.

Peter Zeidler, der mit der ersten Frage auf den Ausfall von Martin Hinteregger angesprochen wurde, war sichtlich anzumerken, dass der Verzicht auf den Abwehrchef der Roten Bullen eine große Lücke im Kader hinterlässt:

Martin hat starke Schmerzen und sein Einsatz wäre nicht möglich gewesen. Wir hoffen aber, dass er bis zum Rückspiel wieder fit ist. Dass Martin Hinteregger morgen nicht spielt, bedeutet in erster Linie aber, dass andere spielen werden. Wir werden morgen trotzdem eine sehr gute Mannschaft auf den Platz stellen.

Das weiß auch Andi Ulmer und fügt hinzu:

Natürlich ist Martins Ausfall bitter für uns, aber wir haben gute Alternativen in der Mannschaft – auch in der Innenverteidigung.

Peter Zeidler hat seine Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt und auch die individuellen Stärken sowie die Schlüsselspieler genau analysiert.

Dinamo Minsk ist ein starker Gegner. Wir kennen die Statistik der letzten Spiele in der Meisterschaft und haben auch die Spiele gegen Zürich gesehen. Wir wissen also, was uns gegen diese Mannschaft erwartet, aber wir wollen wie immer auch unsere Chancen nützen, selbst zu Torerfolgen kommen und natürlich müssen wir versuchen, Gegentore zu verhindern.

Für die Mannschaft geht es nach dem Training zurück zum Hotel. Nach einem gemeinsamen Abendessen werden die Spieler vom medizinischen Betreuerteam individuell behandelt oder können regenerieren.

UNSER GEGNER

Die Weißrussen haben in der vorangegangenen Qualifikationsrunde den FC Zürich aus dem Bewerb geworfen und stehen in der weißrussischen Premier League (36 Punkte aus 16 Spielen) hinter BATE Borisow auf dem zweiten Tabellenplatz. Dabei hat FK Dinamo Minsk zuletzt sieben Meisterschaftssiege (sechs davon zu null) en suite gefeiert.

Aber auch die Bullen haben sich in den letzten drei Meisterschaftspartien (sieben Punkte aus drei Spielen) wieder in die Erfolgspur zurückgekämpft. Peter Zeidler überlässt aber bei der Vorbereitung auf den Gegner nichts dem Zufall und hat Dinamo genau beobachten lassen:

Wir haben Dinamo im Spiel gegen Soligorsk live gesehen und wissen insgesamt gut über den Gegner Bescheid. Klar ist, dass wir zwei wirklich konzentrierte und starke Spiele benötigen, um unser schon vor Saisonstart definiertes Ziel – nämlich international mit dabei zu sein – erreichen zu können.

Seine größten Erfolge feierte Dinamo Minsk in den Anfangsjahren der Wyschejschaja Liha (gegründet 1992). Von 1992–1995 gewann Dinamo fünf seiner sechs Meistertitel. Darüber hinaus hat Dinamo Minsk auch dreimal den Cup gewonnen. Der letzte Titelgewinn für die Weißrussen liegt aber schon mehr als 10 Jahre zurück.

Die vergangene Meisterschaftssaison beendete unser Europa League Play-off-Gegner auf dem zweiten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter dem amtierenden Meister und Supercup-Gewinner BATE Borisov. 

In der Europa League-Qualifikation hat Dinamo Minsk in allen Spielen mindestens einen Treffer erzielt. Als torgefährlichster Spieler in den Reihen der Weißrussen gilt der montenegrinische Mittelstürmer Fatos Beqiraj (27 Jahre) mit bisher vier Europa League-Toren. Auf andere Art gefährlich ist Mittelfeldspieler Nikita Korzun. In der laufenden Europa League-Saison hat er mit 21 Fouls die meisten Regelverstöße begangen.

Auch Torwart Alexander Walke weiß, dass die Aufgabe gegen das weißrussische Team keine einfache ist:

Dinamo Minsk ist ein gefährlicher Gegner, der noch dazu einen Lauf hat. Die Weißrussen haben nicht nur den FC Zürich aus der Europa League geworfen und vor Kurzem auch auswärts beim Leader BATE Borisov gewonnen. Sie sind mitten in einer Siegesserie, wir sind also gewarnt.

Im vergangenen Jahr gelang Dinamo Minsk unter dem damaligen Trainer Vladimir Zhuravel erstmals der Einzug in die Europa League-Gruppenphase. Dinamos neuer Trainer Vuk Rasovic will dieses Ziel erneut erreichen und hat große Ambitionen, mit seiner Mannschaft auch die Gruppenphase zu überstehen. Die letzten sieben Partien in der laufenden Meisterschaft hat Dinamo gewonnen.

GEGEN MINSK IN BREST

Das Auswärtsspiel der Roten Bullen findet nicht in Minsk, sondern im rund 350 Kilometer südwestlich gelegenen Brest (nahe der polnischen Grenze) statt, was die Organisation der Reise (Hotels, Trainingsmöglichkeiten, Visum etc.) nicht unbedingt einfacher macht.

Trotz der besonderen Reiseumstände sind Trainer, Betreuer und Mannschaft auf alles vorbereitet.

Personelles

Verletzt sind aktuell Airton Moraes Michellon (Oberschenkel), Reinhold Yabo (Knie) und unser Kapitän Jonatan Soriano (Oberschenkel). Omer Damari hat leider im Heimspiel gegen SCR Altach eine knöcherne Absprengung des Fußwurzelknochens erlitten und fällt somit rund drei Wochen aus.
Martin Hinteregger (Bauchmuskelverletzung), Havard Nielsen (Magen-Darm-Infekt) und Marco Djuricin (Sprunggelenk) konnten heute Mittag leider ebenfalls nicht mit nach Brest fliegen.

Tschechisches Schiedsrichterteam

Das Spiel wird von Miroslav Zelinka (CZE; Assistenten: Jan Patak, Radek Kotik) geleitet.

Rückflug DIREKT NACH DEM MATCH

Der Rückflug erfolgt diesmal bereits am Donnerstag Abend direkt nach dem Spiel. Aufgrund des Nachtflugverbots in Salzburg wird Linz angeflogen, von wo aus es dann für die Roten Bullen per Bus nach Salzburg retour geht.