Rote Bullen im Spitzenspiel gegen Rapid!

Der FC Red Bull Salzburg trifft im direkten Duell auswärts auf Tabellenführer SK Rapid Wien | Live im ORF

In der 11. Runde der tipico Bundesliga treten die Roten Bullen am kommenden Sonntag, den 4. Oktober 2015 (ab 16:30 Uhr live im ORF) im Auswärtsspiel gegen den SK Rapid Wien an.

Die Begegnungen mit dem österreichischen Rekordmeister im altehrwürdigen Ernst-Happel-Stadion sind für die Roten Bullen immer etwas ganz Besonderes. Vor einem solchen Spitzenspiel liegen daher immer ein bisschen mehr Spannung und Knistern in der Luft als im normalen Trainingsalltag.

Peter Zeidler zum bevorstehenden Spitzenspiel:

Die Vorfreude auf dieses Spitzenspiel ist bei mir und meiner Mannschaft natürlich riesengroß. In der ersten Begegnung haben wir sicher nicht unverdient verloren. Aber wir freuen uns darauf, im Rückspiel zu dokumentieren, dass wir uns als Mannschaft weiterentwickelt haben und sowohl sozial als auch taktisch zusammengewachsen sind.

Bei einem Sieg gegen den SK Rapid könnte unsere Mannschaft die Wiener zwar noch nicht an der Tabellenspitze ablösen, würde aber bis auf einen Punkt an den aktuellen Tabellenführer herankommen. Um Rapid dicht auf den Fersen zu bleiben, wird deshalb auch im Training nichts dem Zufall überlassen.

Peter Zeidler zur aktuellen Tabellensituation:

Wir kennen die Tabelle und wissen, dass wir bei einem Sieg auf einen Punkt an Rapid heranrücken könnten und die Konsequenz bei einer Niederlage bedeuten würde, dass wir sieben Punkte Rückstand hätten. Es wäre dennoch weder eine Entscheidung noch eine Vorentscheidung in der Meisterschaft. Aber wir werden selbstverständlich alles daran setzen, den Abstand auf Rapid zu verkürzen.

Trainer Peter Zeidler, der bekannt dafür ist, dass er nicht nur auf die physische und taktische Weiterentwicklung seiner Mannschaft Wert legt,  vermag auch im mentalen Bereich alles aus seinen Spielern herauszuholen und die Spannung vor so einem Spitzenspiel in positive Energie umzuwandeln.Nach dem letzten Heimspiel gegen den SV Mattersburg scheint der Knoten, der die Roten Bullen in den ersten Runden der laufenden Meisterschaft im Zaum zu halten schien, endgültig gelöst.

Was die Umsetzung unserer Angriffsprinzipien, Schnelligkeit und Passspiel angeht, waren wir gegen Mattersburg schon auf einem sehr guten Weg, aber wir haben es auch in diesem Spiel wieder verabsäumt, angemessen zu verteidigen und den Gegner so zu Torchancen kommen lassen. Daran müssen wir arbeiten.

Ähnlich sieht das auch unser Kapitän, der in der heutigen Pressekonferenz genau auf den Punkt brachte, worauf es bei einem Gegner wie Rapid ankommt.

Das letzte Spiel gegen Mattersburg war gut. Das ist unser Spiel, und so wollen wir auch gewinnen. Aber uns ist auch klar, dass wir in Wien noch besser sein müssen, denn wir treffen auf unseren stärksten Liga-Konkurrenten. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, aber gegen Rapid ist das immer etwas ganz Besonderes. Daher gibt es für mich, meiner Meinung nach, auch keinen Favoriten in diesem Spiel.

In der Statistik liegt der SK Rapid bei der Chancenverwertung mit 22,7 % auf Platz 1. Die Roten Bullen hingegen liegen mit 16,8 % bei den verwerteten Chancen auf Platz 5 in dieser Wertung, haben aber trotzdem die meisten Tore erzielt. In der bisherigen Saison führen Soriano, Damari, Minamino und Co. mit insgesamt 24 Treffern, gefolgt von den Wienern mit 22 Toren.

Konzentrationsfehler darf sich die Mannschaft gegen den Rekordmeister im Auswärtsspiel bei den Rapidlern nicht mehr erlauben. Denn Gefahr droht den Roten Bullen speziell bei Standardsituationen. Die beiden Gegentore der Salzburger beim ersten Aufeinandertreffen resultierten daraus. Die Rapidler erzielten darüber hinaus ihre letzten drei Meisterschaftstore nach Standards. Auch was die Ausführung – speziell bei Eckbällen – angeht, entspricht die bisherige Erfolgsbilanz nicht den Erwartungen des Trainers.

Wir haben die Standards in allen Varianten sowohl für uns als auch gegen uns sehr intensiv trainiert und daher weiß ich, dass meine Mannschaft umsetzen kann, was wir uns im Training vornehmen.


„Damiano“

Viel Freude bei den Roten Bullen bereitet derzeit das neue Traumsturm-Duo mit Jonatan Soriano und Omer Damari. Nach seiner langen Verletzungspause hat Trainer Peter Zeidler Damari im Heimspiel gegen Matterburg erstmals wieder von Beginn an aufgeboten. Der Israeli bedankte sich für das Vertrauen seines Trainers mit einer sehr guten Leistung und dem hervorragenden Zusammenspiel mit Jonatan Soriano.

Unser Kapitän über seinen Sturm-Partner:

Mit Omer kann ich sehr gut zusammenspielen, denn wir harmonieren und kommunizieren auf dem Platz sehr gut miteinander. Er hat aber auch individuell eine sehr große Qualität. Das hat er schon bewiesen, bevor er nach Salzburg gekommen ist, daher ist er für uns auch ein sehr wichtiger und wertvoller Spieler.

Auch bei Valon Berisha, der im letzten Heimspiel einer der aktivsten Spieler (96 Ballkontakte) war, ist der erste Saisontreffer längst überfällig. Nach fünf Assists in 11 Pflichtspielen hätte sich der sympathische Norweger mehr Glück im Abschluss redlich verdient.

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WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Der FC Red Bull Salzburg ist in der Bundesliga mittlerweile seit acht Spielen ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und hat sich damit auf den zweiten Tabellenrang vorgekämpft.
  • Die letzte Niederlage für die Zeidler-Elf gab im es zweiten Saisonspiel daheim gegen Rapid (1:2).
  • Insgesamt gab die Offensive des FC Red Bull Salzburg in der laufenden Saison die meisten Schüsse in Richtung gegnerisches Tor (186; davon 35 im letzten Spiel gegen den SVM – Saisonrekord) ab und traf in jedem Auswärtsspiel bisher mindestens einmal.
  • Den Wienern allerdings gelang es heuer schon drei Mal, ein Heimspiel ohne Gegentor zu überstehen.
  • Kapitän Jonatan Soriano hat mittlerweile bereits 97 Bundesliga-Tore (in nur 110 Spielen) für die Roten Bullen erzielt und liegt damit auf Rang 3 der ewigen Liste der treffsichersten Legionäre. In Führung: Zlatko Kranjcar (108) vor Radoslaw Gilewicz (99).
     

Personalsituation

Nicht einsatzbereit sind aktuell Airton, Yasin Pehlivan (beide Oberschenkel), Valentino Lazaro (Knöchel), Reinhold Yabo und Christoph Leitgeb (beide Knie).

Havard Nielsen hat sich im Training eine Bänderdehnung im Knie zugezogen und fällt für das Rapid-Spiel ebenso aus.

Martin Hinteregger
hat nach mehr als vierwöchiger Verletzungspause heute erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, ist aber für Sonntag noch kein Thema.

Rote Bullen im Test gegen SpVgg Greuther Fürth

In der Länderspielpause nächste Woche bestreitet der FC Red Bull Salzburg ein Testspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. Der Anpfiff für das Aufeinandertreffen mit dem deutschen Zweitliga-Klub, bei dem mit Robert Zulj ein Ex-Akteur der Roten Bullen engagiert ist, erfolgt am Donnerstag, den 8. Oktober, um 17:00 Uhr in Heimstetten (Am Sportpark 2, 85551 Heimstetten, Kirchheim bei München).