Wir haben unseren neuen Top-Stürmer vor dem kommenden Heimspiel gegen den Wolfsberger AC zum Interview getroffen.

Munas Dabbur, der in der vergangenen Saison bei seinem Ex-Klub Grasshoppers Zürich Schweizer Torschützenkönig wurde, wird dafür vor dem Spiel von Roger Müller, Head of Media & Marketing der Swiss Football League, und Manuel Huber, CEO der Grasshoppers, geehrt. IM INTERVIEW spricht ER über seine ersten Wochen bei den Roten Bullen, seine Ziele in Salzburg, seinen Sturmpartner Jonny Soriano und wie sie zusammen in der Liga und international für Erfolge sorgen wollen.

Du bestreitest am kommenden Samstag dein erstes Liga-Heimspiel für die Roten Bullen. Aufgeregt?

(Lacht) Nein, aufgeregt bin ich nicht. Es überwiegen die Freude und die Motivation, gleich mal drei Punkte in unserem Stadion zu holen!

Du warst in der letzten Saison Torschützenkönig in der Schweiz und spielst nun Seite an Seite mit dem österreichischen Torschützenkönig. Wer wird sich heuer die Krone holen?

Das ist ganz egal! Ich bin einfach nur froh, mit einem so genialen Spieler wie Jonny Soriano spielen zu können. Wichtig ist, dass wir beide im Sturm harmonieren und möglichst oft treffen. Wer am Ende dann mehr Tore auf seinem Konto haben wird, ist nicht wichtig. Wir stellen uns beide total in den Dienst der Mannschaft, und daher ist es auch entscheidend, dass das Team am Ende der Saison Titel feiern kann.

Die Österreichische Fußball-Bundesliga und die Schweizer Super League werden ja gerne im selben Atemzug genannt.

Ich kann über die Liga in Österreich noch nicht viel sagen. Ich habe mir zwar einige Spiele auf Video angesehen, will jetzt aber keine Expertise abgeben. Aber es stimmt schon, dass die beiden Länder fußballerisch wohl auf eine Stufe zu stellen sind. Das zeigen auch die internationalen Auftritte der Klubs in den letzten Jahren und die Leistungen der Nationalmannschaften.

Und der Unterschied zwischen Zürich und Salzburg?

Salzburg erinnert mich irgendwie an Zürich. Schöne Gebäude, viel Grün, viele Seen und natürlich die wunderbaren Berge überall. Mir kommt aber vor, dass die Menschen hier viel freundlicher und offener sind. Bisher hatte ich jedenfalls sehr tolle Begegnungen mit den Salzburgern.

Die Fans von Grasshoppers haben dir aber auch einen tollen Abschied bereitet. Da gab es keine bösen Worte, als dein Wechsel nach Salzburg fixiert war.

Ja, ich habe den Grasshoppers-Fans sehr viel zu verdanken, und der Klub wird auch immer in meinem Herzen sein. Es war meine erste Station im Ausland und ich hatte dort eine großartige Zeit. Aber auch ich habe in Zürich gute Arbeit geleistet, und das haben die Fans auch honoriert. Sie wussten, dass mich ihr Klub nicht ewig halten wird können, und daher gab es ihrerseits auch Dank und Anerkennung.

Im Magazin „11 Freunde“ war zu lesen, dass du mit deiner Ballbehandlung auch bei den Harlem Globetrotters spielen könntest. Ist deine Technik deine große Stärke, und was kannst du an deinem Spiel noch verbessern?

Es ehrt mich natürlich, wenn ich Lob für mein Spiel bekomme. Meine Technik ist nicht so schlecht, aber ich kann da schon noch einiges verbessern. Auch in anderen Belangen, wie meiner Ballannahme, der Dynamik und im Abschluss gibt es noch viel Entwicklungspotenzial. Aber deswegen bin ich auch hier in Salzburg, weil ich weiß, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Karriere machen kann.

Was machst du abseits des Fußballs gerne?

Derzeit nicht viel, weil der Terminkalender recht voll ist und ich gerade meine neue Wohnung bezogen habe. Die muss ich nun einrichten, weil auch meine Familie bald mal zu Besuch kommt. Ich versuche, zwischen den Trainingseinheiten und Spielen eigentlich bestmöglich zu entspannen, und das geht am besten zu Hause auf der Couch. Für andere Sportarten habe ich derzeit keine Zeit und auch keinen Kopf. Ach ja, ich spiele sehr gerne FIFA auf der PlayStation, und da habe ich meine neuen Kollegen im Trainingslager auch ziemlich dominiert!

Auch schon mal gegen den WAC virtuell angetreten?

Nein, und wie schon gesagt, weiß ich über unsere Gegner noch nicht allzu viel. Aber das ist auch egal, weil ich sowieso immer hundert Prozent auf dem Platz gebe, und für die Taktik haben wir ja einen Fachmann auf der Trainerbank. Ich freue mich auf das Spiel und hoffe auf einen Sieg!