Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 6. Runde in der tipico Bundesliga

Im ersten Saisonaufeinandertreffen zwischen Meister und Vize-Meister trennten sich beide Mannschaften mit einem torlosen Remis. Obwohl es Keine Tore zu bejubeln gab, war es Dennoch ein Hochkarätiges und Rassiges MAtch.

Die Tabellensituation bleibt für beide Mannschaften nach der 6. Runde in der tipico Bundesliga unverändert. Da der SK Puntigamer Sturm Graz (1.) das direkte Duell gegen Cashpoint SCR Altach (2.) mit 3:1 gewonnen hat und der FK Austria Wien (5.) gegen die SV Guntamatic Ried ebenfalls nur ein Remis erreichen konnte, liegen die Roten Bullen nun punktegleich mit Rapid (3.), aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses, weiterhin auf dem vierten Platz.

SK Rapid Wien vs. FC Red Bull Salzburg

Nach den turbulenten letzten Tagen, einer anstrengenden und kräfteraubenden Woche und einer kurz vor Matchbeginn bekannt gewordenen unerwarteten Personalentscheidung war das Spitzenspiel gegen den SK Rapid Wien in einem ausverkauften Allianz Stadion eine willkommene Herausforderung vor der Länderspielpause. 

Im direkten Duell präsentierten sich die beiden Titelfavoriten erwartungsgemäß auf Augenhöhe und werden den weiteren Verlauf der Meisterschaft sicherlich noch sehr spannend machen.

Oscar Garcia:

Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, denn es ist nicht einfach, in diesem Stadion zu spielen und vor dieser großartigen Kulisse. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft und einen guten Trainer gespielt, daher bin ich stolz auf die Leistung, die meine Spieler heute gezeigt haben, vor allem nach den Ereignissen der letzten Tage, die auch nicht spurlos an uns vorübergegangen sind. Wie gesagt, ich kann mein Team nur loben.

Alexander Walke: 

Dieses Spiel – ein Schlagerspiel, gegen eine Top-Mannschaft und vor ausverkauftem Haus – kam für uns genau zum richtigen Zeitpunkt, damit wir vor der Länderspielpause schnell wieder in den Tritt zurückfinden. Wir hatten – meiner Meinung nach – sicherlich die klareren Chancen als Rapid. Beide Teams haben sich heute viel vorgenommen, aber man hat auch gesehen, dass keiner zu viel riskieren wollte. Trotzdem war es ein sehr attraktives Match.

Vergebene ChANCEN

Nach einem Foul von Ivan Mocinic an Valon Berisha knapp außerhalb des Strafraums gab es einen Freistoß für die Roten Bullen (17.). Berisha führte diesen – in verletzungsbedingter Abwesenheit von Jonatan Soriano – selbst aus. Sein Schuss war gut platziert, traf aber leider nur die Querlatte.

Nach der Pause erhöhte unsere Mannschaft, trotz hochsommerlicher Temperaturen, noch einmal den Druck auf den Gegner und kam durch Konrad Laimer in der 52. Minute zur bis dato besten Chance aus dem Spiel heraus. Nach einem Doppelpass mit Munas Dabbur konnte Laimer alleine aufs Rapid-Tor zulaufen, zögerte aber im Abschluss etwas zu lange und somit konnte sich Christopher Dibon ihm noch in den Weg stellen. In der 54. Minute vergab auch Wanderson, der sein 70-Meter-Sprintsolo nicht mit dem passenden Finish (54.) krönen konnte, die Chance auf den Führungstreffer.

Stefan Lainer:

Beide Teams haben heute speziell in der ersten Halbzeit auf die Defensive großen Wert gelegt, in der zweite Hälfte war dann aus dem Spiel heraus mehr drin. Wir hatten einige sehr gute Torchancen, von denen wir die eine oder andere sogar hätten machen müssen. Rapid hatte dann einige Möglichkeiten, über Standardsituationen in Führung zu gehen, die wir aber sehr gut verteidigen konnten. So gesehen, können wir mit dem 0:0 gut leben. 

Oscar Garcia

In der ersten Halbzeit waren wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft, nach der Pause war die Partie dann wieder sehr ausgeglichen. In Anbetracht der Tatsache, dass beide Mannschaften sehr gute Torchancen im Verlauf des Spiels herausspielen konnten, ist das Ergebnis – auch wenn wir uns natürlich mehr erhofft haben – gerecht.

„Usain“ Wanderson

Einer unserer auffälligsten Spieler auf dem Platz war Wanderson. Wann immer unser Flügelspieler ins Laufen kam, wurde die Länge eines Fußballfeldes im Allianz Stadion schnell einmal zu kurz. Mit unheimlicher Kompromisslosigkeit ließ er die Rapid-Defensive reihenweise stehen und konnte in jedem Laufduell seine Gegenspieler gnadenlos abhängen. Für diese beeindruckende Vorstellung bekam er von einigen Sport-Kommentatoren, die sich mit Superlativen über seine Spielqualität beinahe überschlugen, den Beinamen „Usain“ Wanderson. Darüber hinaus war er an gleich fünf der insgesamt sieben Torchancen der Roten Bullen in dieser Partie direkt beteiligt.

LICHTBLICK FÜR DIE ZUKUNFT

Der Transfer von Bernardo zu Leipzig war noch keine drei Stunden öffentlich, da zeigte  der erst 17-jährige Dayot Upamecano auf der Position des Sechsers sein Können. Das junge Toptalent machte dabei nicht nur eine mehr als gute Figur, sondern auch den Ärger über den kurzfristigen Abgang des Brasilianers schnell wieder vergessen. Mit Dayot Upamecano, der eigentlich auf der Innenverteidigerposition beheimatet ist, bewies Trainer Oscar Garcia einmal mehr sein glückliches Händchen bei der Entwicklung von jungen Talenten. In einigen Testspielen spielte der Youngster bereits des Öfteren im defensiven Mittelfeld und konnte dieser Rolle von Beginn an sehr gut gerecht werden. Dass Dayot darüber hinaus sehr zweikampfstark ist und seinen Körper bzw. seine Größe hervorragend einsetzen kann, zeigte er auch in der gestrigen Partie, in der er 14 Kopfball-Duelle bestritt – Höchstwert eines FC Red Bull Salzburg-Spielers in dieser Saison.

Durchschnaufen

Jetzt geht es für die Roten Bullen erst einmal in die Länderspiel-Pause bzw. für einen Großteil unserer Mannschaft zu ihren jeweiligen Nationalteams. Aber nach dem bitteren Aus in der UEFA Champions League Play-off-Runde hat die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia gegen Rapid wirklich Moral bewiesen und kann die wohlverdiente spielfreie Zeit nützen, um die Köpfe freizubekommen und die Akkus wieder aufzuladen.

Andi Ulmer:

Die Länderspielpause tut uns jetzt vor allem auf psychischer Ebene sehr gut, um den Kopf wieder freizubekommen. Nachdem wie die letzte Woche verlaufen ist, haben wir es sehr gut geschafft, uns richtig gut auf diese Partie zu fokussieren. Das ist nicht selbstverständlich bei einer so jungen Mannschaft, aber wir haben das auch mental sehr gut hinbekommen.

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Smail Prevljak (Knie), Paulo Miranda (Knöchel), Marc Rzatkowski (Oberschenkel) und Kapitän Jonatan Soriano (Oberschenkel).

Christian Schwegler hat im Spiel gegen GNK Dinamo Zagreb einen Bänderriss im rechten Knie erlitten und muss nächste Woche operiert werden. Der Abwehrroutinier fällt wohl die gesamte Herbstsaison aus.