Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 17. Runde in der tipico Bundesliga

Mit einem 3:1 (0:0) im Schlager bei Austria Wien haben die Roten Bullen gestern den Rückstand auf Leader Altach mit fünf Punkten konstant halten können. Ein Eigentor von Christoph Martschinko (47.) brachte mehr Schwung in eine bis dahin eher unspektakuläre Partie. Konrad Laimer (64.) und Takumi Minamino (86.) führten die Roten Bullen auf die Siegerstraße zurück, nachdem zwischenzeitlich Olarenwaju Kayode (70.) für eine spannende Schlussviertelstunde im Finish sorgte.

Zum zweiten Mal in Folge konnte die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia nach einer Niederlage wieder einen Sieg holen. Der Rückstand auf die zweitplatzierten Grazer schmolz damit auf zwei Zähler, die punktegleiche Austria wurde wieder auf Rang vier verdrängt. Von der Tabellenspitze lacht nun Altach. Die Vorarlberger haben sich quasi unaufgeregt auf dem zweiten Rang in der Tabelle etabliert und konnten sich verdientermaßen und mit konstant guten Leistungen am bisherigen Tabellenführer Sturm Graz vorbeischleichen.

FK Austria Wien vs. FC Red Bull Salzburg

Positivserie hielt

Seit neun Liga-Duellen bzw. seit über zwei Jahren sind die Violetten gegen die Roten Bullen sieglos. Auch im ÖFB-Cup setzte es für die Austria in dieser Zeitspanne zwei Niederlagen gegen den Konkurrenten. Der violette Lauf kam nach sechs Siegen in den vergangenen sieben Runden also ausgerechnet gegen den Titelverteidiger vorläufig zum Erliegen. Zwar hatten wir von Beginn an die Partie fest in Händen, fanden aber zunächst wenig Räume vor. Ein harmloser Abschluss von Munas Dabbur nach schöner Kombination mit Valon Berisha bereitete Austria Goalie Hadzikic keine Probleme, ein halbgefährlicher Schuss von Diadie Samassekou (33.) sowie eine Chance von Valentino Lazaro (45./knapp daneben) blieben die einzige offensive Ausbeute in der ersten Spielhälfte.

Das Glück auf unserer Seite

Die klar beste Möglichkeit hatte der Gegner nach präziser Flanke von Larry Kayode, dabei scheiterte Kevin Friesenbichler per Kopf aber nicht nur an sich selbst, sondern auch an Alexander Walke, der wieder einmal entscheidend eingreifen und so das Schlimmste verhindern konnte. In der zweiten Hälfte hatten wir mit dem Eigentor von Christoph Martschinko zwar Glück, insgesamt gesehen gingen wir aber nicht unverdient in Führung. Zwar drückte die Austria in weiterer Folge natürlich auf den Ausgleich, dadurch öffneten sich aber auch die Räume, die der Gegner bis zu diesem Zeitpunkt gut verschlossen hielt.

Zum Verzweifeln

Aber wieder einmal scheiterten wir trotz vieler guter Chancen an uns selbst und konnten den Vorsprung nicht ausbauen. Valon Berisha (50., 57.), Munas Dabbur (56.) und Hee Chan Hwang (61.) ließen gute bis sehr gute Möglichkeiten aus und Trainer Oscar Garcia konnte einmal mehr an der Seitenlinie nur mehr den Kopf schütteln. Mit 21:7 Torschüssen zu Gunsten seiner Mannschaft ist das nur verständlich. Obgleich wir als Sieger in diesem Duell sicher auf hohem Niveau jammern, ist das Problem der mangelnden Chancenauswertung eines, das uns schon sehr lange begleitet und wir würden diese Beschreibung sehr gerne für lange Zeit aus unserem Wortschatz verbannen. Obwohl wir immer wieder gute Einschussmöglichkeiten liegen lassen, gelangen uns aber erstmals nach sieben Pflichtspielen hintereinander wieder mehr als zwei Treffer.

Spannendes Finish

Doch zum Glück war Konrad Laimer nach einem Doppelpass mit Lazaro zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Die Austria kam nach einem Tor von Larry Kayode noch einmal heran, doch der Treffer hätte eigentlich nicht zählen dürfen, da der Stürmer klar im Abseits stand. Joker Takumi Minamino machte schließlich alles klar und traf zum 3:1. In Anbetracht weiterer guter Möglichkeiten von Hwang (74.), Minamino (88.) und Berisha (90.) hätte der Sieg wesentlich klarer ausfallen können.
 

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren einmal mehr Smail Prevljak (Knie), Wanderson und Jonatan Soriano (beide Oberschenkelverletzung). Marc Rzatkowski fiel wegen eines grippalen Infekts kurzfristig aus und konnte daher nicht zum Einsatz kommen.

Fredrik Gulbrandsen hat sich in der gestrigen Partie ohne Fremdeinwirkung eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Wie lange der Stürmer ausfallen wird, kann erst nach genaueren Untersuchungen gesagt werden.

Vorschau

Für unsere Jungs geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter! Bereits am kommenden Samstag, den 03. Dezember 2016 wartet mit dem CASHPOINT SCR Altach der nächste harte Brocken. Ankick ist um 18:30 Uhr in der Red Bull Arena.

In der UEFA Europa League können sich unsere Roten Bullen mit dem Schlagerspiel gegen den überragenden Gruppensieger FC Schalke 04 aus der Europa League verabschieden. Wer weiß, vielleicht sogar mit einer echten Überraschung!