Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 18. Runde in der tipico Bundesliga

Nach einem spannenden Finish im Kampf um den Herbstmeistertitel hat sich nach zwischenzeitlicher Wachablöse durch den SCR Altach nun doch wieder Sturm Graz an die spitze der Tabelle zurückgekämpft, allerdings ist der Vorsprung des Spitzenduos auf die Verfolger auf lediglich zwei Punkte geschmolzen. Der FC Red Bull Salzburg lauert auf Platz drei auf die Chance, noch vor der Winterpause die Tabellenspitze zu ErObern. 

Nach dem souveränen 4:1-Sieg gegen die Vorarlberger haben sich die Roten Bullen nun an die Tabellenspitze herangetastet und könnten im direkten Duell gegen Sturm Graz am kommenden Sonntag aus eigener Kraft zumindest Platz zwei erobern. Aber auch die Winterkrone gäbe es noch zu holen, denn im letzten Heimspiel des Kalenderjahres treffen die Roten Bullen auf den Wolfsberger AC – und wenn unsere Mannschaft gegen die defensivstarken Kärntner eine ebenso gute Leistung abrufen kann wie zuletzt gegen die Altacher, könnte sie komfortabel an der Tabellenspitze überwintern.

FC Red Bull Salzburg vs. CASHPOINT SCR Altach

Bescheidener Held

Stefan Lainers Tore werden schon fast zur Regel – kein Spieler bei den Salzburgern trifft aktuell so zuverlässig wie unser rechter Außenverteidiger. Im letzten Heimspiel erzielte er sein 7. Pflichtspieltor in dieser Saison, sein fünftes in der Tipico Bundesliga, und das ist alles andere als Zufall.

Nach einer kurz abgespielten Ecke brachte Valentino Lazaro eine perfekte Flanke zur Mitte. Dort lauerte Stefan Lainer und nutzte seine Chance per Kopf zum 1:0 – eine einstudierte Variante, die schon des Öfteren in dieser Saison zum Torerfolg durch Stefan Lainer führte. Dabei ist die Art und Weise, wie seine Tore zustande kommen, fast sinnbildlich für den Charakter des jungen Salzburgers: unauffällige Passannahme, schneller Antritt, präziser Abschluss und solider Treffer – ohne sich dabei allzu sehr in Szene zu setzen. Stefan Lainer ist, wie sein Konterpart Andreas Ulmer, der Inbegriff eines Leistungsträgers und bleibt trotz allem immer bodenständig, demütig und bescheiden. 

Prädikat Sehenswert

Nun scheint es endlich mal aufzugehen für Valon Berisha! Immer wieder zählt Valon zu den aktivsten und auffälligsten Offensivspielern. Er läuft, rackert und kämpft bis zur letzten Minute, doch im Abschluss fehlte ihm immer wieder das notwendige Abschlussglück! Doch genau das fehlende Glück scheint nun endlich zurückgekehrt zu sein. Valon Berisha erzielte gegen Altach sein 23. Tor in der Tipico Bundesliga – jeden seiner Treffer hat er aus dem laufenden Spiel heraus erzielt. In der 51. Minute konnte sich Konrad Laimer in Ballbesitz gegen drei Gegenspieler behaupten, legte auf Valon Berisha (51.) ab, der von der Strafraumgrenze und unhaltbar für Altachs Schlussmann Andreas Lukse ein echtes Weltklassetor für sich verbuchen konnte.

Oscar Garcia hatte daher allen Grund zur Freude:

Wir wollten gut ins Spiel kommen und dabei hat uns das rasche Tor natürlich sehr geholfen. Danach haben wir uns noch weitere Torchancen herausgespielt und wollten eigentlich mit einem klareren Vorsprung in die Pause gehen, aber das ist uns nicht gelungen. In der zweiten Halbzeit waren wir viel effizienter. Es ist nicht einfach, gegen einen so defensivstarken Gegner viele Tore zu schießen, daher freue ich mich besonders für die Mannschaft, die tagtäglich so hart arbeitet, um endlich zum verdienten Torerfolg zu kommen. 

Lufthoheit

Besonders torgefährlich ist auch Paulo Miranda – ganz besonders dann, wenn es um Tore geht, die eher Seltenheitscharakter haben: Kopfballtore aus Standardsituationen. Gegen die Vorarlberger bewies der hochgewachsene Brasilianer einmal mehr seine ganze Klasse, verschaffte sich nach einem Eckball von Valentino Lazaro (63.) Lufthoheit und erzielte sein viertes Bundesligator – sein viertes per Kopf bzw. nach einer Standardsituation. In der ersten Halbzeit verhinderte er zudem eine 100-prozentige Torchance von Dimitri Oberlin und rückte in der 83. Minute noch einmal in den Fokus des Geschehens, als er einen scharf geschossenen Querpass von Nikola Dovedan verteidigen wollte und dabei den Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Neuer Rasen – Neues Glück!

Drei Tage vor dem Heimspiel wurde der Stadionrasen nach zweieinhalb wackeren Dienstjahren in der Red Bull Arena ausgetauscht. Unter anderem entschied man sich für diesen doch drastischen Schritt, weil der Rasen durch die vielen Heimspiele im Herbst, die zum Teil unter schlechten bis sehr schlechten Wetterbedingungen ausgetragen werden mussten, schon sehr in Mitleidenschaft geraten war. Selbst die beste Rasenpflege konnte den Schaden am wellig gewordenen und spröden Rasen nur minimieren, aber nicht mehr vollständig reparieren. Deshalb entschied die Vereinsführung gemeinsam mit dem Spielerrat, den Rasen vorzeitig vor der Winterpause auszutauschen. Immerhin gab es vor dem Einbau des neuen Rasens noch neun wichtige Punkte in der laufenden Meisterschaft zu vergeben, sechs davon in der Red Bull Arena, und da darf nichts dem Zufall überlassen werden. Auch wenn das neue Grün noch etwas „eingelaufen“ werden muss – sprich: der Ball auf dem stumpfen Untergrund noch etwas langsam rollt – hat sich spätestens nach dem Heimspiel gegen den SCR Altach diese Entscheidung doch mehr als bezahlt gemacht.

Dass unser Stadionrasen überhaupt so lange gute Dienste leisten konnte, verdanken wir der Meisterleistung unserer Greenkeeper. Zur Erinnerung: unser kleiner Hintergrund-Bericht hier zum Nachlesen. 

Raseneinbau in der Red Bull Arena

Personalsituation

Nicht einsatzbereit waren Smail Prevljak (Knie), Wanderson, Jonatan Soriano und Fredrik Gulbrandsen (alle Oberschenkelverletzungen). Zudem fehlte auch Reinhold Yabo aufgrund von Wadenproblemen.

Besonders bitter ist der Ausfall von Munas Dabbur! Der 24-jährige Stürmer des FC Red Bull Salzburg hat beim 4:1-Erfolg der Roten Bullen gegen SCR Altach einen Teilabriss der hinteren Bizepssehne im linken Oberschenkel erlitten und fällt damit rund acht Wochen aus. Eine Operation ist zum Glück nicht erforderlich.

Trainer Oscar Garcia zur Personalsituation:

Dass wir im Moment so großes Verletzungspech haben, kann mehrere Gründe haben. Unsere Spieler laufen in jedem Match sehr viel und wir haben, obwohl wir viel rotiert haben, sehr viele Spiele in letzter Zeit absolviert. Daher können wir jetzt nicht mehr viel rotieren und müssen in den Trainings die Belastung reduzieren, um für mehr Regeneration zu sorgen.

Vorschau

Eine aufregende Woche steht bevor! Am Donnerstag folgt das Abschiedsspiel aus der UEFA Europa League gegen die überragenden Gelsenkirchener mit Alessandro Schöpf. Tickets gibt es in unserem Online Ticket-Shop unter: http://fcrbs.club/OTS

Drei Tage später geht es dann gleich weiter gegen den nächsten Titelkonkurrenten SK Sturm Graz auswärts in der Steiermark.