Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 10. Runde in der tipico Bundesliga

Der SK Puntigamer Sturm Graz bleibt auch im zweiten Saison-Aufeinandertreffen die einzige Mannschaft, die in der laufenden Meisterschaft dem Titelverteidiger eine Niederlage zufügen konnte. Trotz zwei Mann weniger waren die Roten Bullen den Grazern aber in allen Belangen, bis auf die Chancenauswertung, überlegen, weshalb sich unsere Mannschaft einen Punkt mehr als verdient hätte. Ein Rückblick mit Zahlen, Daten und Fakten zur 10. Runde in der Tipico Bundesliga.

Dass sich im direkten Duell „Erster gegen Zweiter“ keines der beiden Teams auch nur im Geringsten etwas schenken würde, war klar. Von übertriebener Härte kann jedoch nicht die Rede sein, denn beide Mannschaften lieferten sich ein packendes Duell und blieben großteils in den Zweikämpfen fair. Dennoch waren beide Ausschlüsse, wenngleich auch sehr bitter und letztlich spielentscheidend, vertretbar.

Konrad Laimer:

Ich habe in einem Spiel zwei Fouls gemacht, die offenbar so schlimm waren, dass ich dafür gleich ausgeschlossen werden musste, aber das habe nicht ich zu entscheiden, sondern der Schiedsrichter. So eine Niederlage tut echt weh, denn wir waren ganz klar die bessere Mannschaft. Sogar mit nur zehn Mann und auch mit nur neun Spielern am Feld haben wir den Gegner dominiert. Aber wir müssen einfach auch die Tore machen, denn wir hatten so viele Chancen. 

FC Red Bull Salzburg vs. Sturm Graz

UNTER DIE DUSCHE

Der FC Red Bull Salzburg kassierte erstmals in den vergangenen drei Meister-Saisonen gleich zwei Platzverweise in einem Spiel der Tipico Bundesliga. In der vergangenen Saison mussten wir erstmals in der 23. Runde in Unterzahl spielen. Nach dem zweiten Platzverweis gaben Soriano und Co. sechs Schüsse aufs Tor ab, gleich viele wie der Gegner, der ja mit zwei Mann mehr ebenso viele Schüsse aufs Tor brachte. Schiedsrichter-Entscheidungen sind aber nun einmal Tatsachenentscheidungen und es macht daher auch wenig Sinn, damit lange zu hadern. Viel interessanter ist aber, dass unsere Mannschaft auch in Unterzahl und mit einem Tor in Rückstand den Grazern überlegen war. 

Youngster Duje Caleta-Car nach dem Spiel:

Die zwei Roten Karten haben definitiv das Spiel entschieden, aber wir haben viele Torchancen herausgespielt und eindeutig gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft am Platz waren. Ich weiß nicht, wie gerechtfertigt die beiden Roten Karten waren, aber das spielt auch keine Rolle, denn was der Schiedsrichter entscheidet, haben wir nicht in der Hand. Wir haben auch mit zwei Mann weniger alles gegeben. Die Meisterschaft dauert noch lange und es gibt wirklich keinen Grund zur Beunruhigung. Wir müssen uns von Spiel zu Spiel steigern, dann kommen wir auch wieder an die Tabellenspitze.

Wenn der Gegner Rosen streut

Natürlich ist auch einen Tag nach dieser Partie die Enttäuschung über die verpasste Chance, wichtige Punkte auf Leader Sturm Graz gutzumachen, noch groß. Da tröstet es nur wenig, dass Sturm-Trainer Franco Foda bei der anschließenden Pressekonferenz den Salzburgern Rosen streute. Besser als er hätten wir den Spielverlauf wohl nicht in Worte fassen können:

Ich bin mit dem Ergebnis und den drei Punkten zufrieden, aber Red Bull Salzburg war die etwas bessere Mannschaft, obwohl wir von Anfang an auch gut im Spiel waren. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet, aber bei Ballbesitz die Bälle zu schnell wieder verloren, vor allem im vorderen Drittel, und diese Ballverluste hat Salzburg dann auch genutzt, hat extrem schnell nach vorne gespielt. In den ersten 60 Minuten haben wir nicht so viele Tormöglichkeiten zugelassen, lediglich der Weitschuss von Ulmer, der Weitschuss von Miranda und der Vorstoß von Lainer an der Seite brachten uns in Bedrängnis. Aber nach der 1:0-Führung und mit zwei Mann mehr haben wir einfach schlecht gespielt, zum Beispiel in puncto Ballbesitz, und dann noch zwei große Chancen des Gegners zugelassen. Letztendlich hatten wir Glück, dass wir nicht noch den Ausgleich erhalten haben. Man hat halt einfach auch gesehen, dass Salzburg immer noch die Qualität hat – auch in Unterzahl – ein Spiel noch für sich zu entscheiden.

Einen Spieler hob der Trainer der Gastmannschaft wenig überraschend besonders hervor – Dayot Upamecano:

Unglaublich, was der Junge im Mittelfeld für eine tolle Leistung abliefert, und man muss bedenken, dass er erst 17 Jahre alt ist. Hut ab!

Franco Foda gelang übrigens nach einer langen sieglosen Auswärtsserie mit drei Remis und 13 Niederlagen erstmals wieder ein voller Punktegewinn in Salzburg.

PersonALSITUATION

Diese Hiobsbotschaft ereilte uns am späten Nachmittag: Wanderson hat im gestrigen Spiel gegen SK Sturm Graz einen Muskelabriss im hinteren linken Oberschenkel erlitten und fällt für den Rest der Herbstsaison aus!

Nicht einsatzbereit waren Christian Schwegler und Smail Prevljak (beide Knie). Neuzugang Andre Wisdom saß erstmals wieder nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause auf der Ersatzbank. Takumi Minamino zog sich kurz vor dem Sturm-Match eine Fußprellung zu und musste im Kader kurzfristig durch Diadie Samassekou ersetzt werden.

Spieltaghighlights | SK Sturm Graz

BAUERNHERBST 2016

In Dirndl und Lederhosen herrscht einfach immer gute Stimmung, und so lassen sich auch eine bittere Heimniederlage und ein regelrechtes „Sauwetter“ einfach viel besser verkraften. Der traditionelle BAUERNHERBST feierte sein bereits sechstes Gastspiel in der Red Bull Arena, und wie in jedem Jahr zog dieses besondere Heimspiel-Spektakel viele Fans ins Stadion, die heimische Köstlichkeiten genießen, traditionelles Handwerk bestaunen und Live-Musik erleben konnten. Schon vor dem Anpfiff herrschte richtig gute Stimmung und urige Atmosphäre unter den Zuschauern.

Bauernherbst - Highlights - 15 Bilder