Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 9. Runde in der tipico Bundesliga

Zum Abschluss der 9. Runde der Tipico Bundesliga musste sich der FC RED BULL SALZBURG in Altach mit einem torlosen Remis begnügen und verlor als Tabellenzweiter einen Punkt auf Leader Sturm, der nun vier Zähler in Front liegt. Ein kleiner Rückblick auf die 9. Runde samt Zahlen, Daten und Fakten:

Die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia blieb zum erst dritten Mal in dieser Saison ohne Tor, ist aber seit acht Ligapartien ungeschlagen und kassierte in den letzten vier Auswärtsspielen kein Gegentor. Außerdem haben die Roten Bullen seit mittlerweile 22 Sonntagsspielen nicht mehr verloren und waren in puncto Ballbesitz, Pass- und Zweikampfquote den Vorarlbergern deutlich überlegen. Allerdings war trotz einiger sehr guter Offensivaktionen erneut die Chancenauswertung das größte Manko unserer Mannschaft.

Jonatan Soriano:

Einen Punkt hier in Altach zu holen, ist aus meiner Sicht in Ordnung, denn bisher hat hier noch keine Mannschaft einen Punkt geholt, aber wir wissen, woran es heute gelegen hat. Wir müssen vor dem Tor einfach MEHR machen. Sturm ist uns nun schon vier Punkte voraus, daher können wir nur aufholen, wenn wir jetzt richtig Gas geben.

SCR Altach vs. FC Red Bull Salzburg

Rollenwechsel

Weil Stefan Lainer, der bisher den verletzten Christian Schwegler mehr als mustergültig ersetzt hatte, wegen anhaltender Adduktorenprobleme geschont werden musste, überraschte Trainer Oscar Garcia mit seiner Aufstellung, in der er erstmals Valentino Lazaro auf die Rechtsverteidiger-Position beorderte. Eine Position, die unser offensiver Flügelspieler bisher nur unter Adi Hütter im Herbst 2014 einnahm, für die er aber auch unter Teamchef Marcel Koller in der Nationalmannschaft vorgesehen ist. Seine neue Aufgabe meisterte er aber, bis auf ein paar kleinere Abstimmungsprobleme zu Beginn der Partie, bravourös und konnte mit der zweitbesten Zweikampfquote (92,3 %) und 93 Ballaktionen aufzeigen.

Ein Trio mit Durchschlagskraft

Im 4-2-3-1-System agierte das Trio Wanderson, Munas Dabbur und Valon Berisha hinter Solospitze Jonatan Soriano mit sehr viel Einsatz und Elan und sorgte speziell in der zweiten Halbzeit immer wieder mit sehr guten Offensivszenen vor dem gegnerischen Tor für Spannung. Doch trotz effizienter Durchschlagskraft gegen die kompakte und stabile Defensive der Altacher fehlte das letzte Quäntchen im Abschluss. Eine Tatsache, die nun schon seit einiger Zeit immer wieder das größte Problem für unsere Mannschaft darstellt.

Valon Berisha:

In der zweiten Halbzeit haben wir besser kombiniert und sind auch zu zwingenderen Chancen gekommen, aber wir müssen diese dann auch verwerten, und das hat eben am Ende auf einen Sieg gefehlt. Wenn du gegen eine so tief stehende Mannschaft wie Altach einmal die Möglichkeit vorfindest durchzukommen, musst du die Tore machen, sonst wird es schwierig.

Andi Ulmer:

Altach spielt sehr diszipliniert, taktisch sehr anspruchsvoll, hat hinten die Räume dichtgehalten und es uns damit sehr schwer gemacht. Trotzdem sind wir ein paarmal durchgekommen und haben einige Torchancen vorgefunden. Wir sind in der Defensive auch sehr gut gestanden, aber mehr war heute einfach nicht drin. Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden, denn wir wollten heute gewinnen. Wir müssen nach vorne hin einfach mehr Druck ausüben.

Youngster im Aufwärtstrend

Dayot Upamecano war mit 114 Aktionen am Ball der aktivste Spieler auf dem Platz und hatte demzufolge auch die höchste Passquote (86 Pässe, davon 56 in der gegnerischen Hälfte) aller Spieler in dieser Partie vorzuweisen. Er bestritt auch die meisten Zweikämpfe (32 – doppelt so viele wie der Zweitplatzierte Diadie Samassekou (16) in dieser Wertung) gegen einen doch sehr körperbetont spielenden Gegner und begeisterte mit einigen sehr starken – fast mühelos wirkenden – Dribblings. Während er obendrein auch noch für die eine oder andere gute Vorlage im Spiel sorgte, kam er selbst auch zu drei guten Torchancen (34., 46. und 54.).

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Christian Schwegler, Smail Prevljak (beide Knie) und Andre Wisdom (Oberschenkel). Konrad Laimer konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht eingesetzt werden, ebenso wie Fredrik Gulbrandsen, der mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hat.