Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 16. Runde in der tipico Bundesliga

Während die Admira dank des Treffers von Christoph Monschein (14.) und darauf folgender Abwehrschlacht den Platz im Mittelfeld festigte, sind unsere Roten Bullen auf Platz vier abgerutscht und liegen bereits fünf Punkte hinter dem Spitzenduo Sturm und Altach. Die Zahlen, Daten und Fakten der 16. Runde in der Tipico Bundesliga zeichneten aber ein ganz anderes Bild, aLS ES dAS ERGEBNIS VERMUTEN LIESS. Aber leider schießt die Statistik keine Tore …

Die Admira beendete mit dem gestrigen 1:0-Sieg aber auch eine zehn Jahre währende Negativserie in der Fußball-Bundesliga. Erstmals seit 2006 gelang den Niederösterreichern in der Red Bull Arena ein voller Erfolg.

Unsere Salzburger hatten zuletzt mit attraktivem und meist auch erfolgreichem Offensivfußball überzeugt, gegen die Südstädter machte sich aber wieder das alte Problem der mangelnden Chancenauswertung bemerkbar.

Spieltaghighlights | FC Admira Wacker

Unsere Mannschaft hat in den letzten Pflichtspielen auf dem Platz wirklich alles gegeben und nie den Eindruck vermittelt, dass die Doppelbelastung durch die Begegnungen auf nationaler bzw. internationaler Ebene an den Kräften zehren würde. Auch gestern nicht, als die Roten Bullen gegen eine frische Admira-Mannschaft die erste Heimniederlage seit zehn Jahren hinnehmen mussten. Das hat sogar der Trainer der Gastmannschaft, Oliver Lederer, neidlos anerkannt, als er nach dem Spiel unserer Mannschaft in der anschließenden Pressekonferenz Rosen streute:

Wir haben schon ein bisschen darauf gehofft, dass das Aus in der Europa League bei den Salzburgern noch in den Köpfen ist und sie zumindest körperlich nicht ganz so spritzig sein würden, aber davon war im gesamten Spielverlauf absolut nichts zu merken. Sie haben uns bis zur letzten Minute alles abverlangt.

In Zahlen ausgedrückt sprechen 69 % Ballbesitz zu Gunsten unserer Salzburger in puncto Feldüberlegenheit wohl Bände.

KOLLEKTIVE TORSPERRE

Die Statistik brachte es wieder einmal deutlich zu Papier, wie überlegen die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia auf dem Platz war. Dass der Spanier aber trotzdem während des gesamten Spiels kopfschüttelnd in der Coachingzone auf und ab marschierte und sich auch nach Spielende kein Lächeln abringen konnte, war in diesem Fall nur verständlich, immerhin hätten wir bei 20:7 Torschüssen als verdienter Sieger vom Platz gehen müssen.

Oscar Garcia

Es ist mir ein Rätsel, wie wir dieses Spiel verlieren konnten. Wir waren die bessere Mannschaft, haben über 90 Minuten lang gepresst und eine Torchance nach der nächsten kreiert. Hätten wir eine bessere Chancenauswertung, würden wir in der Champions League spielen.

Recht hat er! Die mangelnde Chancenauswertung zieht sich nun schon über den gesamten bisherigen Saisonverlauf. Sogar Krasnodars Trainer Igor Schalimov meinte nach dem Gruppenspiel in Krasnodar:

Diese Mannschaft würde in der russischen Liga unter den ersten drei Klubs in der Tabelle um den Meistertitel mitspielen. Dass wir noch den Ausgleich erzielt haben, war reines Glück, denn wir haben nicht eine gute Torchance gegen Salzburg herausspielen können.

Seuchenbekämpfung

Von der Schönrederei unserer Gegner können wir uns aber leider nichts kaufen. Fakt ist: Der Ball will einfach nicht den Weg ins Tor finden! Ad hoc wird sich das kollektive Versagen vor dem Tor wohl nicht bekämpfen lassen, denn das Hauptproblem liegt vermutlich eher im mentalen Bereich und mit Sicherheit nicht an mangelnder Qualität. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, braucht es eine wirksame Therapie, und dafür wird man sich in der Frühjahrsvorbereitung genug Zeit nehmen. Doch für den weiteren Meisterschaftsverlauf braucht es nun schnellere und wirksame Maßnahmen, denn die Aufgaben in der Liga werden nicht leichter. Schon am kommenden Mittwoch treffen die Roten Bullen auswärts auf die Wiener Austria. Eine Mannschaft, die uns mit breiter Brust erwarten wird, denn die Veilchen haben in der letzten Runde mit dem Sieg über den Wolfsberger AC den dritten Tabellenplatz erobert. Im direkten Duell können wir mit einem Sieg in Wien also nur den Punktegleichstand wiederherstellen.  
 

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Smail Prevljak (Knie), Wanderson und Jonatan Soriano (beide Oberschenkelverletzung).

Christian Schwegler stand erstmals nach überstandener Verletzungspause wieder im Kader.

Vorschau

Die nächsten vier Pflichtspiele haben es in sich! In der Tipico Bundesliga geht es nach dem direkten Duell gegen FK Austria Wien in der Liga weiter mit dem Spitzenduo Cashpoint SCR Altach und SK Sturm Graz. In der UEFA Europa League können sich unsere Roten Bullen mit dem Schlagerspiel gegen den überragenden Gruppensieger FC Schalke 04 von der Europa League verabschieden. Wer weiß, vielleicht sogar mit einer echten Überraschung!