Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 8. Runde in der tipico Bundesliga

Ein Jubiläum, ein Kapitän in Höchstform, ein umjubeltes Comeback und obendrein ein Spitzenspiel zweier Titelkonkurrenten – manche Spiele sollten echte Fussball-Fans einfach nicht verpasst bzw. besser noch live miterlebt haben, DeNN Gestern herrschte Gänsehaut-Atmosphäre in der Red Bull Arena! Ein kleiner Rückblick auf die 8. Runde in der Tipico Bundesliga samt Zahlen, Daten und Fakten:

Beide Teams waren in dieser englischen Woche am Donnerstag in der UEFA Europa League im Einsatz. Die Veilchen konnten einen knappen 3:2-Sieg im Auswärtsmatch vs. Astra Giurgiu verbuchen, und die Roten Bullen mussten eine bittere 0:1-Niederlage im ersten Gruppenspiel vs. Krasnodar wegstecken. Im direkten Duell der beiden Titelanwärter hatten die Roten Bullen aber wieder die Nase vorn, feierten einen hochverdienten 4:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria und festigten damit den zweiten Platz in der Tabelle.

FC Red Bull Salzburg vs. FK Austria Wien

Wechselspielchen

Sei es wegen der Doppelbelastung durch die internationalen Spiele oder aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle – beide Trainer waren in letzter Zeit gezwungen, des Öfteren zu rotieren. Es erfordert viel Feingefühl und Planung, die richtigen Entscheidungen zu treffen und eine gute Abstimmung in der Mannschaft zu finden. Das bestätigte auch Austria-Trainer Thorsten Fink:

Wenn du als Trainer oft rotierst, sind deine Spieler zwar frischer, aber es geht dann natürlich auf Kosten der Automatismen. Red Bull Salzburg war in allen Belangen heute besser, hat von Anfang an ein gutes Pressing gespielt, hatte weniger Fehlpässe und ließ den Ball gut laufen. Damit sind wir nicht zurechtgekommen, aber wir haben auch nicht erwartet, dass der Gegner heute so auftreten würde. Uns war klar, dass sie von Beginn an pressen würden, sind aber davon ausgegangen, dass sie nach 20 Minuten einen Gang zurückschalten würden. Sie haben ihr Spiel aber durchgezogen und viel frischer gewirkt als wir.

Trainer, die viel rotieren müssen oder wollen, werden naturgemäß immer dann für ihre Entscheidungen kritisiert, wenn ein Spiel verloren geht. Am Anfang einer Saison wirkt das Zusammenspiel durch das Rotationsprinzip vielleicht manchmal noch etwas holprig. Auf lange Sicht gesehen kann diese Herangehensweise jedoch Früchte tragen, denn je mehr Spieler mit Spielpraxis im Laufe der Saison aufgebaut werden können, desto mehr Möglichkeiten stehen einem zur Verfügung, wenn es gegen Ende der Saison „Spitz auf Knopf“ geht.

GEFEIERTES COMEBACK!

Solche Augenblicke im Fußball sind einfach unbeschreiblich. Unter tosendem Applaus von 7.842 Zuschauern feierte Christoph Leitgeb gestern sein umjubeltes Pflichtspiel-Comeback. Schon als Oscar Garcia ihn in der Schlussviertelstunde zum Aufwärmen an die Seitenlinie schickte, ging bereits ein wohlwollendes Raunen durch die Menge auf den Rängen. Immer wieder forderten die Fans mit „Christoph Leitgeb“-Sprechchören seinen Einsatz, und in der 80. Minute war es dann so weit – nach 388 Tagen betrat Christoph Leitgeb, der für Konrad Laimer neu ins Spiel kam, erstmals wieder das Spielfeld in Red Bull Arena. Ein Moment, der für Gänsehaut-Atmosphäre in der Red Bull Arena sorgte.

Oscar Garcia:

Ich wollte ihm schon seit einigen Spielen die Möglichkeit geben, wieder zu einem Einsatz zu kommen, denn er hat hart gearbeitet und es wirklich verdient, endlich sein Comeback feiern zu können. Ich hoffe, dass er uns in Zukunft wieder viel helfen kann. Aber wir müssen auch behutsam mit ihm umgehen, denn er war sehr lange verletzt und er braucht Zeit. Er ist für uns ein sehr wichtiger Spieler, und ich bin sehr zufrieden mit seiner Arbeit.  

Christoph Leitgeb, so wie wir ihn kennen und lieben, auf die Frage, wie es sich anfühlt, wieder zurück zu sein:

Fühlt sich gut an ;-)!

Alex Walke hatte dazu Gott sei Dank etwas mehr zu sagen:

Ich finde es richtig cool, dass er heute zum Einsatz gekommen ist und dass die Zuschauer ihn so großartig willkommen geheißen haben. Ich glaube, das ist schon sehr wichtig für einen Spieler, der so lange verletzt war.


SORIANO der QUOTENKÖNIG

Jonatan Soriano erzielte gestern drei Tore und hält somit nach 136 Meisterschaftspielen bei 117 Toren in der Tipico Bundesliga – das ist ein Schnitt von 0,86 Toren pro Spiel. Damit zog er in der ewigen Torschützenliste mit Heimo Pfeifenberger und Gernot Jurtin gleich. Außerdem erzielte er seinen 1. Triplepack in der Tipico Bundesliga seit dem 26. September 2015. Damals traf er sogar 4-mal (RBS-SVM, 4:2). Interessant ist aber auch, dass unser Kapitän in acht Bundesliga-Spielen drei oder mehr Tore erzielen konnte.

WAlke mit JubiläUM

Wer unseren „Fels“ kennt, der weiß: Sein 100. Bundesliga-Spiel hätte er lieber „zu null“ beendet. Doch unser Tormann hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, welch wichtiger Rückhalt er für die Mannschaft ist, und ein kleiner Patzer ist da nicht der Rede wert. In 100 Bundesliga-Partien spielte er 37 Mal zu null, davon viermal in der laufenden Saison (kein anderer Keeper häufiger als zweimal).

Alex Walke:

Ich denke, wer sich das Spiel angeschaut hat, der hat auch gesehen, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute gezeigt haben, dass wir gewinnen wollten. Wir haben heute eine tolle Leistung abgeliefert und auch verdient gewonnen.

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Christian Schwegler und Smail Prevljak (beide Knie). Stefan Stangl fiel aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung ebenfalls aus. Neuzugang Andre Wisdom hat im Spiel gegen Krasnodar einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel erlitten und muss somit rund drei Wochen pausieren.