Nur mit einem Sieg gegen die Russen können die Salzburger die Chance auf den Aufstieg ins EL-Play-Off wahren | Abschlusstraining im neuen Krasnodar Stadion

Über drei Stunden dauerte gestern der Flug des FC Salzburg  ins rund 2.700 Kilometer entfernte Krasnodar im Süden Russlands. Heute geht es dann für die Roten Bullen ab 19:00 Uhr (21:00 Uhr Ortszeit) im neuen Stadion des FC Krasnodar darum, die Chance auf den Aufstieg in die nächste Runde in der UEFA Europa League am Leben zu erhalten.        

Unsere Jungs sind gestern gut gelaunt, gesund und munter in Krasnodar gelandet. Mit dem Landeanflug über Sotschi am Schwarzen Meer und den Ausläufern des Kaukasus im Blick konnte man einen guten Eindruck von der faszinierenden Landschaft Südrusslands bekommen. In Krasnodar angekommen musste sich der Mannschaftsbus durch den dichten Verkehr schlängeln und brauchte für eine Strecke von 16 Kilometern bis zum Mannschaftshotel eine gute Stunde. Deshalb blieb nach dem Check-in auch nicht mehr viel Zeit, um noch etwas auszuspannen, und so brach unser Team auch gleich wieder auf, um rechtzeitig für die Pressekonferenz und das Abschlusstraining im Krasnodar Stadion einzutreffen. Aber auf dem Weg zum Stadion war kaum ein Durchkommen. Dichter Stau auf den Hauptverbindungs- und Seitenstraßen machten es unmöglich, pünktlich im Stadion zu sein und somit begann die Pressekonferenz, die wir im Livestream übertrugen, doch mit etwas Verspätung. Dank unseres routinierten Technik-Teams, das eine rekordverdächtige Leistung ablieferte, kam doch noch eine Live-Übertragung zustande.

Die Reise nach Krasnodar

Krasnodar mit neuem Stadion

Dem FC Krasnodar, der das Hinspiel gegen die Salzburger mit 1:0 gewinnen konnte, gelang in der vergangenen Meisterschaftsrunde gegen Ural Jekaterinenburg der erste Heimerfolg (3:0) in der neuen Heimstätte der „Bullen“ aus Russland. Das Team von Trainer Igor Shalimov liegt damit in der Tabelle der russischen Meisterschaft auf Rang 5 und somit ein wenig hinter den Erwartungen des ambitionierten Klubs, der nicht nur mit der neuen Wirkungsstätte neue Maßstäbe setzen will.

Das Krasnodar Stadion wurde erst vor wenigen Wochen eröffnet und ist wahrlich beeindruckend. Von außen erinnert das Oval auch von der Größe her an das Olympiastadion in Berlin, ist aber ein reines Fußballstadion und hat eine verhältnismäßig geringe Sitzplatz-Kapazität. Doch obwohl das Stadion nur für 35.000 Zuschauer zugelassen wurde, ist das Raumgefühl im Inneren der Arena atemberaubend. Im Oberrang wurde eine abgerundete Panorama-LED-Wand installiert, die im Vergleich zu bisher gekannten Anzeigentafeln eine völlig neue Dimension erreicht. Die Räumlichkeiten für Medien und Presse sind nach dem neuesten Standard eingerichtet, und sogar die Ersatzbank bietet den allergrößten Komfort. Die Sitze haben nämlich eine integrierte Heizfunktion, was bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr praktisch ist.

HIER ZÄHLT NUR EIN SIEG

Das Stadion alleine ist eine Reise nach Krasnodar wert, aber das sehen unsere Spieler und Trainer Oscar Garcia bestimmt anders. Um in der Europa League-Gruppenphase weiterhin im Rennen zu bleiben, ist heute unbedingt ein Sieg vonnöten, wie auch Andreas Ulmer betont:

In Russland wartet auf uns eine sehr schwierige Aufgabe. Aber wir werden alles unternehmen, um das Rückspiel bei Krasnodar zu gewinnen. Dann hätten wir im letzten Gruppenspiel gegen Schalke ein echtes Finalspiel in einer vollen Red Bull Arena.

Trainer Oscar Garcia meint zur Ausgangsposition:

Eigentlich haben wir nichts zu verlieren, denn nach den drei Niederlagen zu Beginn der Gruppenphase waren wir schon so gut wie ausgeschieden. Jetzt haben wir uns die Möglichkeit erarbeitet, Geschichte zu schreiben. Wir wollen das erste Team in der Europa League sein, das nochmals retourkommt und den Aufstieg schafft. Dafür sind wir bereit, brauchen aber auch in Krasnodar eine perfekte Performance. Ich möchte eine Mannschaft sehen, die um jeden Ball kämpft und so spielt, wie sie es vor allem zuletzt gezeigt hat.

Fan-Unterstützung durch die Youth League-Truppe

Unterstützung erhalten die Roten Bullen in Krasnodar von der U19-Mannschaft des FC  Salzburg. Die Truppe von Trainer Marco Rose trat Mittwoch Abend in der UEFA Youth League bei Kairat Almaty in Kasachstan an und reiste heute nach Krasnodar, um den Profis vor Ort die Daumen zu drücken.

Unsere U19 Youngsters gewannen auch das Rückspiel gegen den FC Kairat Almaty bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt mit 1:0 und stiegen mit einem Gesamtscore von 9:1 in das Play-off der UEFA Youth League auf. Somit sind unsere Jungbullen auch die perfekten Glücksbringer für das heutige Entscheidungsspiel in der Europa League-Gruppenphase. Hier geht's zum Matchbericht!

Personalsituation

Nicht einsatzbereit sind Smail Prevljak (Knie), Wanderson und Jonatan Soriano (beide Oberschenkelverletzung). Der Einsatz von Marc Rzatkowski (zuletzt krank) bzw. Hee Chan Hwang (Oberschenkelverletzung) ist fraglich. Konrad Laimer fehlt aufgrund einer Sperre (3. Gelbe Karte).

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Infos für alle, die das Match in Krasnodar live sehen wollen, gibt es HIER!