7. Runde tipico Bundesliga | FC Admira Wacker Mödling – FC Red Bull Salzburg 0:4 (0:1) Tore: Soriano (9.), Miranda (53.), Minamino (85., 88.)

Der FC Red Bull Salzburg gewinnt bei Admira Wacker Mödling mit 4:0 (1:0) und schiebt sich in der Tabelle auf Rang drei vor. Die Treffer der Roten Bullen erzielten Jonatan Soriano (9.), Paulo Miranda (53.) und Takumi Minamino (85., 88.)

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer, Miranda (78. Wisdom), Caleta-Car, Ulmer – Laimer, Upamecano – Wanderson, Berisha (75. Minamino), Lazaro (63. Radosevic) – Soriano

FC Admira Wacker Mödling: Kuttin – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic – Lackner – Sax, Bajrami, Toth (80. Knasmüllner), Starkl (73. Vastic) – Grozurek (63. Roguljic)

GELBE KARTE

Berisha (59./Kritik), Wanderson (72./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Da der SK Rapid Wien gegen Sturm Graz nur ein Unentschieden erreichen konnte, mussten die Roten Bullen auswärts bei der Admira unbedingt einen Sieg erringen, um in der Tabelle Plätze gutzumachen. 

Im ersten Pflichtspiel nach der Länderspielpause stand heute in der 7. Runde der tipico Bundesliga das Auswärtsspiel beim FC Admira Wacker Mödling auf dem Programm. Das erste Saisonaufeinandertreffen mit den Südstädtern brachte Trainer Oscar Garcia wieder an den Ort seines Trainer-Debüts bei den Roten Bullen zurück. Damals konnten wir das Spiel 2:1 gewinnen.

Die Admira startete etwas durchwachsen in die Bundesliga-Saison und hat in der laufenden Meisterschaft in sechs Spielen bereits 13 Gegentore kassiert (sechs davon in den letzten drei Spielen). Dennoch zählen beide Mannschaften mit jeweils 42 Schüssen in Richtung gegnerisches Tor zu den abschlussfreudigsten Teams in der aktuellen Saison. Speziell gegen die schnellen und starken Flügelspieler der Admira musste Trainer Oscar Garcia unsere Jungs besonders gut einstellen. 

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Christian Schwegler, der in der vergangenen Woche am Knie operiert wurde, und Smail Prevljak (Knie).

Marc Rzatkowski war nach längerer Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining mit dabei.

Der Einsatz von Alexander Walke war aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel fraglich. Unser verlässlicher Rückhalt im Tor wurde aber Gott sei Dank wieder rechtzeitig fit.

TAKTIK

Trainer Oscar Garcia blieb auch heute wieder seinem 4-2-3-1-System treu und konnte an vorderster Front wieder auf die Dienste unseres zuletzt angeschlagenen Kapitäns Jonatan Soriano setzen. Schützenhilfe für El Capitan gab es diesmal von Valon Berisha, der sich mit einem historischen Tor für den Kosovo gegen Finnland viel Selbstvertrauen geholt hatte. Paulo Miranda feierte heute nach langer Verletzungspause sein Comeback und komplettierte die Viererabwehrkette mit Stefan Lainer, Duje Caleta-Car und Andi Ulmer. Dafür rückte Dayot Upamecano wieder auf die Position des Sechsers an der Seite von Koni Laimer.  

DIE MATCH-ANALYSE

Um gegen die spielerisch überlegenen Salzburger zu Torchancen zu kommen, versuchte die Admira, aus einer gesicherten Defensive heraus und mit viel Ballbesitz nach vorne zu spielen. Damit hatte Trainer Oscar Garcia gerechnet und seine Abwehr-Abteilung auf Angriffe über die Flügelspieler der Niederösterreicher dementsprechend sensibilisiert. So vereitelten vorerst Dayot Upamecano (3.) und Paulo Miranda (6.) die ersten Vorstöße der Hausherren, bis auch die Salzburger mit dem ersten Angriff gefährlich werden konnten.

Der Kapitän ist zurück

In der 5. Minute dribbelte sich Wanderson frech durch die Admira-Abwehr und versuchte es mit einem Abschluss aus der Distanz, doch sein Schuss verfehlte das Tor knapp und landete im Außennetz. Kurze Zeit später wurde Valentino Lazaro im vollen Lauf zu Fall gebracht. Den darauffolgenden Freistoß führte Valon Berisha aus, der den Ball gut platziert vors Tor brachte, dort lauerte Jonatan Soriano, der das Spielgerät auf das Tor spitzelte. Admira Schlussmann Kuttin konnte das Leder gerade noch abwehren. Im Nachschuss verwertete der Kapitän allerdings eiskalt zur frühen Führung für die Roten Bullen.

WALKE!

Bei der ersten wirklich gefährlichen Aktion der Admira zeichnete sich einmal mehr Alex Walke mit einer Glanzparade aus. In der 17. Minute zog Eldis Bajrami von rechts zur Mitte und konnte ungehindert zum Abschluss kommen, dabei wurde der Ball aber von Andi Ulmer noch unglücklich abgefälscht und senkte sich gefährlich auf das Salzburg-Tor. Mit unglaublichem Reflex konnte Walke das Leder gerade noch abwehren. Die nachfolgende Ecke brachte den Hausherren nichts ein. Fast wäre Alex wegen muskulärer Probleme nicht zum Einsatz gekommen, doch zum Glück konnte unser „Fels“ für das heutige Spiel noch rechtzeitig fit werden, denn bei Paraden auf der Linie gibt es in der Bundesliga keinen besseren Tormann als ihn. Aber Bajrami prüfte seine Qualitäten erneut und tauchte auch in der 33. Minute noch einmal vor dem Salzburger Tor auf und fand eine Möglichkeit zum Abschluss vor, doch auch diesmal war er zur Stelle und konnte den wuchtigen Schuss des Admiraners entschärfen.

Im Abschluss zu ungenau

Nach dem zweiten Drittel der ersten Halbzeit hätten die Roten Bullen eigentlich schon deutlich höher führen müssen, denn unsere Jungs erspielten sich trotz gnadenlos drückender Hitze in der BSFZ-Arena Chance um Chance und vergaben binnen nur weniger Minuten durch Jonatan Soriano (28.) und Wanderson (33.) gleich zwei absolute Topmöglichkeiten. Zunächst legte sich unser Kapitän nach perfektem Upamecano-Zuspiel die Kugel etwas zu weit vor, und der Abschluss in aussichtsreicher Position fiel etwas zu ungenau aus. Danach bediente der Kapitän den pfeilschnellen Wanderson und dieser sprintete uneinholbar für den Gegner von der Mittellinie bis in den Sechzehner, aber auch er verfehlte das Tor haarscharf. Sehr zum Unmut von Trainer Oscar Garcia, der bei der Kabinenansprache zur Pause trotz zwischenzeitlicher Führung sicher nicht nur lobende Worte für seine Mannschaft gefunden haben wird. 

Miranda mit Traum-Comeback

Und die Worte des Trainers dürften gefruchtet haben, denn nach Wiederanpfiff dauerte es ebenfalls nicht lange, bis unsere Roten Bullen wieder nachlegen konnten. In der 53. Minute trat Wanderson zum Eckball an, Paulo Miranda stieg am höchsten und köpfelte die Kugel wuchtig aufs Tor. Admira-Schlussmann Kuttin war zwar noch am Ball, konnte das 2:0 für die Roten Bullen aber nicht mehr verhindern. Es war das dritte Bundesliga-Tor für den großgewachsenen Innenverteidiger. Alle drei Treffer erzielte er per Kopf.

Kurz und Schmerzlos

Die anhaltend starke Hitze forderte ihre ersten Opfer, denn trotz Trinkpausen machten sich die ersten Krämpfe bei den Spielern beider Mannschaften bemerkbar, doch gerade in dem Moment, als die Gangart der Partie etwas gemächlicher wurde, schnürte der zuvor eingewechselte Joker Takumi Minamino gleich einen Doppelpack. Zunächst legte Wanderson quer auf Minamino (85.), der seinen Gegenspieler noch abschütteln konnte und den Ball im langen Eck versenkte. Nur wenige Augenblicke später bediente Wanderson (88.) erneut (3. Assist in diesem Spiel) den Japaner mit dem perfekten Lochpass, dieser ließ Goalie Kuttin keine Chance und erhöhte in der Schlussphase der Partie auf 0:4 und sorgte damit auch für die Entscheidung.

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Ich bin mit dem Ergebnis des Spiels sehr zufrieden, mit der Chancenauswertung noch nicht so ganz. Aber es war heute wirklich erbarmungslos heiß, und ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass meine Spieler den Biss verloren hätten. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft.

 Jonatan Soriano:

Wir haben diese spezielle Freistoßvariante so vielleicht nicht einstudiert, aber zwischen Valon und mir klappt die Kommunikation sehr gut, wie man gesehen hat. Mir geht es schon wieder sehr gut. Ich fühle mich wieder fit und brauche jetzt einfach viele Spiele. Wir haben heute sehr gut gespielt und verdient gewonnen. Diese Siege sind wichtig für uns, um Selbstvertrauen für die Europa League zu tanken.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Der 4:0-Sieg gegen die Admira brachte die Salzburger heute vom fünften Platz einen weiten Sprung nach vorne in der Bundesliga-Tabelle. Hinter Sturm Graz und Altach nehmen die Roten Bullen nun den dritten Platz ein.

Am kommenden Donnerstag treffen die Roten Bullen im ersten Spiel der UEFA Europa League-Gruppenphase zuhause auf den russischen Klub FK Krasnodar.

In der Meisterschaft bestreitet unsere Mannschaft zum Abschluss des ersten Saisonviertels am Sonntag, den 18. September in der Red Bull Arena das erste Ligaaufeinandertreffen mit der Wiener Austria.