29. Runde tipico Bundesliga | RZ Pellets WAC vs. FC Red Bull Salzburg 0:2 (0:1); Tore: Berisha (2./FE), Lainer (62.)

Der FC Red Bull Salzburg gewinnt beim RZ Pellets WAC mit 2:0 (1:0) und liegt in der Tabelle 14 Punkte vor dem ersten Verfolger Sturm Graz. Die Treffer der Roten Bullen erzielen Valon Berisha (2., Elfmeter) und Stefan Lainer (62.).

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Wisdom, Ulmer – Lainer (84. Caleta-Car), Laimer, Radosevic, Berisha (65. Haidara) – Hwang, Minamino (46. Wanderson)

RZ Pellets WAC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Drescher, Palla – Wernitznig (66. Nutz), Leitgeb, Tschernegg (74. Offenbacher), Klem – Hellqvist, Orgill (66. Prosenik)

GELBE KARTEN

Berisha (18./Foul), Laimer (41./ Foul)  bzw. Orgill (48./Kritik), Drescher (48./Foul), Tschernegg (67./Kritik)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Der FC Red Bull Salzburg ist gegen den RZ Pellets WAC seit acht Spielen ungeschlagen, doch obwohl die Bilanz gegen die Kärntner Wölfe auf dem Papier eigentlich ganz ordentlich ist, haben unsere Jungs seit sechs Spielen auswärts in der Lavanttal-Arena keinen Sieg mehr feiern können.

Zudem hat die Elf von Oscar Garcia in den letzten beiden Auswärtsspielen jeweils nach einem 1:0-Vorsprung durch einen Elfmeter noch ein Gegentor kassiert. Daher gilt es heute für Walke, Ulmer & Co., das Déjà-vu vom Déjà-vu zu verhindern. Im Vorfeld der Partie forderte der Trainer von seiner Mannschaft zwar offiziell nur, ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen, aber keine Frage … seine Spieler wurden heute drauf gebürstet, den Gegner unter gar keinen Umständen zu Chancen kommen zu lassen. Das sollte auch machbar sein, denn die Salzburger haben eine – im positiven Sinne – unheimliche Serie zu verzeichnen. Sie kassierten in 14 der ersten 28 Spiele dieser Saison der Tipico Bundesliga kein Gegentor. Außerdem ließen Miranda, Wisdom, Ulmer & Co. in den vergangenen drei Spielen insgesamt nur zwei Schüsse auf das eigene Tor zu.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Asger Sörensen (Wadenverletzung), Samuel Tetteh (Knieoperation), Dimitri Oberlin (Muskelbündelriss) und Diadie Samassekou (Leistenprobleme).

Kurzfristig verzichten musste Trainer Oscar Garcia auch auf Valentino Lazaro (Oberschenkelprobleme) und Xaver Schlager (Ferse).

TAKTIK

Unser Trainer setzte heute auf eine beinahe identische Startelf wie zuletzt gegen den SK Sturm Graz. Wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Valentino Lazaro, der ja zuletzt mit Hee Chan Hwang das Sturmduo bildete, rückte stattdessen wieder Takumi Minamino in die Startelf. Für Stefan Lainer hat Oscar Garcia offenbar eine neue Aufgabe gefunden, er brachte ihn statt an der rechten Außenverteidiger-Position wieder am rechten Flügel zum Einsatz. Dort könnte der torgefährliche Verteidiger heute besser zur Geltung kommen.

RZ Pellets WAC vs. FC Red Bull Salzburg

MATCH-ANALYSE

Kurz nach dem Anpfiff im Eröffnungsspiel der 29. Runde in der Tipico Bundesliga zwischen dem RZ Pellets WAC und dem FC Red Bull Salzburg stand es schon nach knapp einer Minute 1:0 für die Roten Bullen, allerdings durch einen Elfmeter nach einem Foul an Andreas Ulmer.

Frühe Führung Per ELfMETER

Als Josip Radosevic mit einem Pass in die Tiefe Andreas Ulmer bediente, zog dieser von links in den Strafraum und wurde dabei von Christopher Wernitznig zu Fall gebracht. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte Valon Berisha mit einem flachen Schuss in die linke Ecke. Mit der doch etwas schmeichelhaften Elferentscheidung des Schiedsrichters kam unnötig viel Unruhe in die Anfangsphase der Partie. Trotz der frühen Führung galt es aber für unsere Mannschaft in erster Linie, die Konzentration aufrechtzuerhalten und das Spiel etwas zu beruhigen. In der Tat hätte es aber gleich darauf erneut einen Strafstoß für die Wolfsberger geben können. Diesmal ging Philip Hellqvist im Luftduell mit Andre Wisdom zu Boden. Der Unparteiische ließ aber weiterspielen, da sich beide Spieler gegenseitig behindert hatten.

Viele hohe Bälle und ein Standfest

In der ersten Viertelstunde war das Spiel enorm zerrissen, und die Wolfsberger versuchten immer wieder, mit hohen Bällen nach vorne zu kommen. Dieses Vorhaben konnte die Salzburger Hintermannschaft zwar unterbinden, aber mit Fortdauer der Partie kamen auch die Wolfsberger zu Chancen. Nach einem Standfest-Freistoß vom rechten Flügel kam Daniel Drescher zwar per Kopf an das Spielgerät, beförderte dieses aber deutlich über das Tor. In der 23. Minute leitete Joachim Standfest mit einer tollen Spielverlagerung auf links die nächste gute Möglichkeit für die Heimmannschaft ein, aber Christian Schwegler kam vor Hellqvist zum Kopfball und konnte so den Angriff des WAC unterbinden. Generell gingen die meisten Ambitionen der Wölfe, einen Angriff zu starten, zumeist über Joachim Standfest. So auch in der 32. Minute, als der 36-jährige Routinier der Kärntner eine flache Hereingabe vor die Füße von Christian Klem brachte, der am Elferpunkt zum Abschluss kam, die Kugel aber übers Tor schoss.

Die Wölfe werden bissiger

Im Schlussdrittel der ersten Halbzeit war es aber die Mannschaft von Heimo Pfeifenberger, die immer torgefährlicher wurde. In der 33. Minute versuchte es Stephan Palla aus der zweiten Reihe, während kurze Zeit später Stürmer Hellqvist nach einer scharfen Standfest-Flanke vor dem Salzburger-Tor danebensegelte. Aus der frühen Führung konnte unsere Mannschaft bis zum Pausenpfiff nicht wirklich viel machen. Die Wolfsberger hingegen zeigten sich bissiger und energischer vor dem Tor, und daher verwundert auch die Halbzeit-Statistik mit 7:3 Torschüssen zugunsten der Wolfsberger nur wenig.

Wirbelwind Wanderson

Die Standpauke unseres Trainers in der Kabine dürfte ganz schön saftig gewesen sein und hat wohl auch das Ihre dazu beigetragen, dass unsere Mannschaft nach der Pause deutlich aggressiver und energischer auf das Spielfeld zurückkam. Für Takumi Minamino kam Wanderson neu in die Partie und spielte die Wolfsberger Abwehr ordentlich schwindlig.

LaiNer mit dem 6. Saisontreffer

Mit seiner Taktik hatte Trainer Oscar Garcia ein glückliches Händchen bewiesen, denn Stefan Lainer – seines Zeichens der torgefährlichste Defensivmann bei den Salzburgern – war etatmäßig eigentlich in der Defensive zu finden. Heute spielte er, wie zuletzt auch gegen Sturm, am rechten Flügel und kam dort auch gut zur Geltung. In der 62. Minute nahm er einen flachen Wanderson-Querpass perfekt, erwischte Goalie Alexander Kofler auf dem falschen Fuß und erhöhte auf 2:0. Der WAC aber blieb kämpferisch und kam in der 69. Minute sogar zu einer Doppelchance auf den Anschlusstreffer. Zuerst segelte Christian Klem bei einer Flanke von Standfest knapp daneben, kurz darauf traf Nutz nach Palla-Flanke die Kugel nicht richtig, somit kein Problem für Alexander Walke. Die letzte nennenswerte Chance, das Ergebnis noch etwas nach oben zu korrigieren, hatte Hee Chan Hwang (74.) nach einem weiten Ausschuss von Kapitän Walke. Der Koraner, der zu diesem Zeitpunkt nicht im Abseits stand, zog ab in Richtung WAC-Tor. Seinen Schuss hatte Goalie Kofler aber im Nachfassen.

Punkte-Rekord für Oscar

Der Salzburg-Coach holte mit dem heutigen Sieg in seinen ersten 45 Spielen in der Tipico Bundesliga 102 Punkte und konnte somit am schnellsten überhaupt in den „100er-Club“ aufsteigen. Den bisherigen Rekord für die schnellsten 100 Punkte bei einem Team hielt bis dato übrigens Roger Schmidt (47 Spiele). Mit dem Sieg in der Lavanttal-Arena konnten die Roten Bullen dem WAC überdies die erste Heimniederlage im heurigen Jahr zufügen.
 

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, denn wir wussten, dass es nicht leicht wird, heute zu gewinnen. Nach der frühen Führung wollten wir noch in der ersten Halbzeit den Vorsprung ausbauen, das ist uns aber nicht gelungen. Sicher hat sich der frühe Elfmeter nicht besonders positiv auf unser Spiel ausgewirkt, aber das war auch der Situation geschuldet, dass der WAC es uns heute sehr schwer gemacht hat, und das zeigen ja auch die Statistiken der letzten Heimspiele hier. Wie gesagt, alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis heute.

Andreas Ulmer:

Für mich war ganz klar ein Kontakt zu spüren, daher ist der Elfmeter aus meiner Sicht auch gerechtfertigt. Aber wir haben uns dann in der ersten Halbzeit sehr schwergetan gegen die Wolfsberger. In der zweiten Hälfte sind wir von Beginn an besser ins Spiel gekommen und haben daher auch verdient gewonnen.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Am Samstag, den 29. April 2017 empfängt der FC Red Bull Salzburg ab 18:30 Uhr die  SV Guntamatic Ried. Tickets für dieses Heimspiel gibt es ab sofort im Online Ticket-Shop!

Zuvor geht es aber am Samstag, den 22. April 2017 auswärts zu Aufsteiger SKN St.Pölten bzw. am  Mittwoch, den 26. April 2017 um 18:00 Uhr im Cup-Semifinale auswärts beim FC Flyeralarm Admira in der Südstadt um den Einzug ins Finale des Samsung Cups