Samsung Cup-Semifinale | FC Flyeralarm Admira vs. FC Red Bull Salzburg 0:5 (0:2); Tore: Minamino (7., 87.), Wanderson (29.), Laimer (48.), Lazaro (60.)

Der FC Red Bull Salzburg steht nach einem 5:0 (2:0) beim FC Flyeralarm Admira – zum vierten Mal in Serie – im Finale des ÖFB Samsung Cups! Die Treffer der Roten Bullen erzielen Takumi Minamino (7., 87.), Wanderson (29.), Konrad Laimer (48.) und Valentino Lazaro (60.).

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Stankovic – Schwegler, Miranda, Wisdom, Ulmer (67. Lainer) – Lazaro, Laimer, Samassekou, Berisha (72. Leitgeb) – Minamino, Wanderson (58. Hwang)

FC Flyeralarm Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Sax (67. Grozurek), Lackner, Knasmüllner (68. Maier), Bajrami, Schmidt – Monschein (75. Vastic)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Die Bilanz der aktuellen Bundesliga-Saison zwischen den beiden Teams ist ausgeglichen: Aus drei Partien holte jede Mannschaft 4 Punkte, wobei das letzte Aufeinandertreffen unentschieden endete und die Südstädter für die letzte Niederlage des FC Red Bull Salzburg in der Bundesliga verantwortlich sind (November 2016, 0:1). Im letzten Cup-Duell blieben die Roten Bullen jedoch erfolgreich und gewannen das Finale im Mai 2016 mit 5:0. Die Admira gewann in Runde 1 gegen den Dornbirner SV mit 4:1 und setzte sich in der 2. Runde gegen den SC Ritzing mit 3:1 durch. Im Achtel- und Viertelfinale mussten sich mit dem SC Wiener Neustadt (3:1) und dem FK Austria Wien (2:1) gleich zwei Mannschaften im eigenen Stadion gegen die Admira geschlagen geben. Unsere Roten Bullen starteten mit einem 3:1-Sieg gegen den SK Vorwärts Steyr, besiegten danach den SC Mannsdorf klar mit 7:1 und entschieden auch das Achtelfinale gegen den FAC mit 2:0 für sich. Das Viertelfinale entschied man nach Verlängerung mit 2:1 gegen den KSV 1919 letztendlich für sich.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Asger Sörensen (Wadenverletzung), Samuel Tetteh (Knieoperation), Xaver Schlager (Sprunggelenksverletzung) und Dimitri Oberlin (Muskelbündelriss).

TAKTIK

Anstelle von Alexander Walke stand heute wieder einmal Cican Stankovic zwischen den Pfosten. Der zuletzt angeschlagene Diadie Samassekou bildete heute wieder mit Konrad Laimer die Doppel-Sechs. Wanderson und Takumi Minamino kamen als Sturm-Duo zum Einsatz.

Samsung Cup: Admira Wacker vs. FC Red Bull Salzburg

MATCH-ANALYSE

Die Begegnung zwischen dem FC Flyeralarm Admira und dem FC Red Bull Salzburg begann zunächst sehr ausgeglichen, wobei sich die Roten Bullen sehr entschlossen, ambitioniert und lauffreudig präsentierten. Bereits in der siebenten Minute ging die Elf von Oscar Garcia, der heute seinen 44. Geburtstag feierte, mit der ersten echten Torchance der Partie in Führung. Konrad Laimer bediente Takumi Minamino mit einem Pass in die Tiefe, dieser konnte sich beim Abschluss sogar noch etwas Zeit lassen und schob trocken zum 1:0 ein. Im Gegensatz zu den letzten beiden Meisterschaftsrunden, wo unsere Salzburger ebenfalls sehr früh in Führung gingen, behielten wir aber dieses Mal das Spiel fest im Griff. Die Admira kam nur noch sporadisch an den Ball und hatte Mühe, ins Spiel zurückzufinden, konnte aber speziell auf der rechten Seite ab und zu über den schnellen Maximillian Sax in die Salzburger Hälfte vordringen. In der 28. Minute kamen die Mozartstädter zu einer Doppelchance: erst konnte Wanderson mit einem perfekten Solo zum Abschluss kommen, den Admira-Schlussmann Andreas Leitner gerade noch abblocken konnte, beim Nachschuss scheiterte Konrad Laimer aber ebenfalls am großartigen Tormann der Südstädter. Doch der Treffer zum 2:0 wurde nur um eine Minute vertagt, denn kurz nach der Doppelchance prüften die Salzburger nach einer guten Kombination über Konrad Laimer, Takumi Minamino und Valentino Lazaro noch einmal die Reflexe des Admira-Goalies. Dieser konnte zwar im ersten Moment den Abschluss von Valentino Lazaro nach vorne abwehren, doch der Ball landete genau vor den Füßen von Wanderson, der aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöhen konnte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit versuchte es Minamino (38.) mit einer gut platzierten Flanke von der Strafraumgrenze aus, aber auch diesmal war Andreas Leitner zur Stelle, konnte den Ball aus dem Gefahrenbereich befördern und verhinderte einen noch höheren Rückstand seiner Mannschaft zur Pause.

Nur bis kurz nach Wiederanpfiff dauerte es, bis sich ein weiterer Salzburger in die Torschützenliste eintragen konnte. Nach einem idealen Pass von Ulmer musste Konrad Laimer dem Ball nur noch die richtige Richtung geben und stellte auf 3:0. Ab diesem Moment spielten nur noch die Roten Bullen und die Admira versuchte, mit allerletzter Kraft eine noch höhere Niederlage zu verhindern, kam aber über vereinzelte Störaktionen nicht hinaus. In der 60. Minute fügte sich der kurz zuvor eingewechselte Hwang gleich perfekt ins Spiel ein und bediente mustergültig Valentino Lazaro, der mit seinem Schuss ins lange Eck traf. Mit dem vorentscheidenden 4:0 eine halbe Stunde vor dem Spielende schien die Partie schon beinahe gelaufen, aber die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia blieb weiter auf Zug und dominierte das Spielgeschehen weiterhin. Die Admira kam in der zweiten Hälfte zu keiner einzigen Torchance, und daran konnten auch die frischen Kräfte, die Trainer Damir Buric gegen Ende ins Spiel brachte, nichts mehr ändern. Im Gegenteil: Nachdem Hee Chan Hwang zuvor an Goalie Andreas Leitner scheiterte, landete der Ball erneut vor den Füßen des Koreaners. Dieser legte uneigennützig für Takumi Minamino auf, der zum 5:0 Endstand traf. Die Roten Bullen bescherten der Admira damit die höchste Saisonniederlage und wiederholten damit das Finalergebnis vom Vorjahr.

STATEMENTS

Valentino Lazaro:

So leicht, wie es vielleicht ausgesehen hat, war das heute nicht. Wir wussten, dass wir, wenn wir nicht in der zweiten Hälfte nachlegen, es ganz schwer haben werden. Das ist uns mit dem frühen Tor nach der Pause zum Glück gelungen. Wir haben in den letzten Spielen gewonnen, obwohl wir nicht immer ganz souverän agiert haben. Wir haben das in der letzten Woche gezielt aufgearbeitet und das heute auf jeden Fall perfekt umgesetzt. Ich bin sicher, es wird auf jeden Fall ein geiles Finale, egal, wer unser Finalgegner wird.

Konrad Laimer:

Wir haben heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, und ich denke, auch verdient in der Höhe gewonnen, denn wir haben das Spiel nicht eine Minute aus der Hand gegeben. Wir sind gerade in einer tollen Form und machen eine unglaublich gute Entwicklung durch. Wir sind sehr gut eingespielt, und wenn wir weiter hart an uns arbeiten, werden wir es unseren Gegnern weiterhin schwer machen, gegen uns zu gewinnen. Der Finalgegner ist mir eigentlich egal, denn jeder, der es ins Finale schafft, hat das auch verdient. 

Oscar Garcia:

Das größte Geschenk für mich war heute die Leistung meiner Mannschaft, das Ergebnis in der Höhe ist natürlich sehr erfreulich, aber nicht so entscheidend. Meine Spieler waren heute kaltschnäuzig, laufstark, kämpferisch und sehr diszipliniert bis zum Ende. Das hat mich heute wirklich sehr gefreut, denn mehr kann man nicht verlangen. Wir haben wirklich eine sehr gute Mentalität im Team und das sieht man nicht nur im Spiel, sondern bei jedem Training.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Am Samstag, den 29. April 2017 empfängt der FC Red Bull Salzburg ab 18:30 Uhr die  SV Guntamatic Ried. Tickets für dieses Heimspiel gibt es ab sofort im Online Ticket-Shop!