Warum die knappe Heimspiel-Niederlage gegen Sturm Graz zum Gradmesser in der Meisterschaft wurde und die Roten Bullen dennoch auf Meisterschaftskurs sind? Ein kurzer Rückblick mit Oscar Garcia

Das erste Meisterschaftsviertel ist Geschichte, und dAS erste Spiel der Rückrunde Endete mit einer Knappen HEimniederlage gegen TAbellenFührer STurm Graz. Trotz Sieben Punkten Rückstand und Platz Drei in der TAbelle sind die Roten Bullen in PunCto „Titelverteidigung“ Dennoch auf Kurs. WIr Haben Die LänderspielpauSE Daher Zum Anlass Genommen und mit Trainer Oscar Garcia den Aktuellen Entwicklungsstand Unserer Roten Bullen Etwas genauer unter Die Lupe GEnommen.

Es kommt nicht allzu oft vor, dass man nach einer Niederlage so wenige Fehler ausmachen konnte, die dazu geführt haben, dass unsere Mannschaft am Ende ohne Punkte dasteht, obwohl es an Kampfgeist, Laufbereitschaft, kollektiver Mannschaftsleistung und Spielfreude bei keinem einzigen unserer Spieler auf dem Platz gefehlt hat. Auch spielerisch waren wir dem aktuellen Tabellenführer in fast allen Belangen überlegen, das musste auch Sturm-Trainer Franco Foda neidlos anerkennen.

Interessant ist aber, dass gerade diese Begegnung auch zu einem Gradmesser dafür wurde, wie es um die Entwicklung der Mannschaft und ihr Leistungspotenzial gerade steht und was aus der Sicht von Oscar Garcia mehr als erfreulich ist:  

Das letzte Spiel gegen Sturm Graz war aus meiner Sicht sinnbildlich dafür, worauf wir stolz sein können und was wir verbessern müssen. Wir waren von Beginn an bis zum Schluss – gegen Ende sogar mit zwei Mann weniger auf dem Platz – die bessere und überlegenere Mannschaft. Wir konnten trotz Unterzahl 60 % Ballbesitz und ein hohes Verhältnis an Torschüssen zu unseren Gunsten verbuchen, haben Torchance um Torchance kreiert und letztlich hat uns nur das nötige Glück im Abschluss gefehlt, um den Ausgleich zu erzielen oder die Partie gar noch zu drehen.

Was Soriano, Walke und Co. auf dem Platz gezeigt haben, begeisterte auch das Salzburger Publikum, das die Mannschaft in der Schlussphase der Partie – trotz drohender Niederlage – sogar noch mit Standing Ovations anpeitschte.

Oscar Garcia:

Meine Mannschaft hat viel Charakter bewiesen und die Energie auf dem Platz wurde auf die Zuschauer auf den Rängen übertragen. Das zeigt mir, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und wir uns für den weiteren Verlauf der Saison absolut keine Sorgen machen müssen, wenn wir auf diesem Weg bleiben. Wir werden uns weiterhin von Spiel zu Spiel steigern.


Da muss doch einer mal rein!

Wie oft haben wir das in dieser Saison schon laut gedacht? In fast allen Belangen den bisherigen Gegnern überlegen, konnten wir unzählige Torchancen herausspielen und scheiterten immer wieder, zum Teil auch aus kurzer Distanz, vor dem Tor. Eine Tatsache, die mittlerweile Trainer Oscar Garcia schon Kopfzerbrechen bereitete. Doch wenn unser Trainer an der Seitenlinie in solchen Momenten oft natürlich auch mal emotional wurde, weiß er, was in seinen Spielern in einem solchen Moment vorgeht:

Unsere Chancenauswertung müssen wir verbessern! Allerdings ist es auch so, dass wir die Fehler beim Abschluss natürlich analysieren, aber wir sehen dabei auch die Anzahl an Torchancen, die wir kreieren, und das ist ein sehr gutes Zeichen. Die großartige kollektive Mannschaftsleistung ist aber mit einem Mal zunichte, wenn du dann beim Abschluss scheiterst. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch dieses Problem in den Griff bekommen. Wichtig ist, dass unsere Spieler nicht durch sowas ihr Vertrauen in sich selbst verlieren. An allem anderen kann man arbeiten.

Betrachtet man die einzelnen Spielsituationen – die zu den Abschlüssen geführt haben – gesondert, fällt auf, mit wie viel Kreativität unsere Mannschaft auch gegen schwierige – stark defensiv eingestellte – Gegner zu Torchancen kommt. Aber wie unser Trainer bereits sagte, der genialste Spielzug nützt nichts, wenn er nur schön anzusehen ist und der Ball dennoch nicht den Weg ins Tor findet.

Auf Kurs

Aktuell liegt der FC Red Bull Salzburg mit sieben Punkten Rückstand hinter Leader Sturm Graz und dem SCR Altach auf Platz drei. Im Vergleich zur vergangenen Saison 2015/2016 hat die Mannschaft unter Trainer Oscar Garcia heuer nach zehn Runden sogar exakt gleich viele Punkte in der Tipico Bundesliga erzielt. Nach einem ähnlich schlechten Saisonstart wie in diesem Jahr lagen die Roten Bullen in der letzten Saison nach einer fulminanten Aufholjagd mit 18 Punkten – und nur zwei Punkten Rückstand auf den damaligen Tabellenführer Rapid Wien – auf dem zweiten Platz. Den Herbstmeistertitel holte sich mit dem Ende des zweiten Saisonviertels zwar die Wiener Austria, jedoch krönten sich die Roten Bullen mit der Winterkrone und gaben nach der Winterpause die Tabellenführung nicht mehr aus der Hand. Eigentlich sehr gute Vorzeichen, wenn man bedenkt, dass wir in dieser Saison zusätzlich noch die Gruppenphase in der Europa League bestreiten. So gesehen sind wir in puncto „Titelverteidigung“ doch bestens auf Kurs, meinte auch Oscar Garcia

Solange ich meine Mannschaft so kämpfen sehe wie bisher, gibt es keinen Grund zur Sorge. Ich bin glücklich und froh darüber, diese Mannschaft zu trainieren und zu sehen, welche individuelle Entwicklung viele Spieler machen.