10. Runde tipico Bundesliga | FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 0:1 (0:0). Torschütze: Alar (66.)

Der FC Red Bull Salzburg verliert gegen SK Sturm Graz daheim mit 0:1 (0:0). Die Roten Bullen beenden das Spiel ohne Laimer (Gelb-Rot, 38.) und Radosevic (Rot, 69.). Auch Cheftrainer Oscar Garcia und Co-Trainer Ruben Martinez werden von Schiedsrichter Weinberger auf die Tribüne verbannt.

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Laimer, Upamecano – Lazaro (72. Hwang), Berisha, Wanderson (56. Radosevic) – Soriano

SK Sturm Graz: Gratzei – Koch, Schulz, Spendlhofer, Lykogiannis – Jeggo, Matic – Schmerböck, Hierländer (61. Edomwonyi), Huspek (81. Dobras) – Alar (85. Kienast)

GELBE KARTE

Laimer (20./Foul), Soriano (90./Kritik) bzw. Jeggo (54./Foul), Schulz (63./Foul)

GELB-ROTE KARTE

Laimer (38./Foul)

ROTE KARTE

Radosevic (69./Gefährliches Spiel)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Vier Punkte trennen derzeit die Spitzenklubs aus Graz und Salzburg voneinander. Diesen Abstand gilt es heute zu minimieren, denn ein möglicher Sieg der Schwarz-Weißen würde den Vorsprung auf sieben Zähler vergrößern. Doch auch ein Blick nach hinten ist geboten, denn der SK Rapid Wien sitzt uns mit nur zwei Zählern Rückstand im Nacken.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit sind Christian Schwegler und Smail Prevljak (beide Knie).
Neuzugang Andre Wisdom sitzt erstmals wieder nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause auf der Ersatzbank.

TAKTIK

Trainer Oscar Garcia blieb trotz der Niederlage gegen FC Schalke 04 auch im Bundesliga-Topspiel Erster gegen Zweiter seinem 4-2-3-1-System treu. Dies bedeutet, er vertraut auf seine Startelf und gibt ihnen im heutigen Duell gegen die Blackies erneut eine Chance, um zu punkten.

FC Red Bull Salzburg vs. Sturm Graz

DIE MATCH-ANALYSE

Dem regnerischen Wetter zum Trotz versammelten sich heute 11.317 Zuschauer, um zweierlei zu feiern …

Zum einen fand vor dem Spiel der traditionelle BAUERNHERBST rund um die Red Bull Arena statt. Heimische Köstlichkeiten, traditionelles Handwerk und Live-Musik sorgten schon vor dem Anpfiff für hervorragende Stimmung unter den Zuschauern.

Zum anderen hieß es für den FC Red Bull Salzburg, die Verfolgungsjagd auf den Tabellenführer aus Graz aufzunehmen!

Der nasse Rasen sorgte von Beginn an für ein schnelles Spiel. Unsere Jungs zeigten sich aktiv, aggressiv und zweikampfstark. Offenbar schaffte es Trainer Oscar Garcia, die Niederlage gegen Schalke aus den Köpfen der Spieler zu eliminieren und ihnen ihre Spielfreude zurückzugeben.

SCHNELLES SPIEL AM NASSEN RASEN

Der durch den Regen schnell gewordene Rasen kam dem Spielstil unserer Jungs entgegen. So kamen die Salzburger von Beginn an immer wieder rasch über schnell gespielte Angriffe gefährlich vor das Grazer Tor. Im Abschluss fehlte jedoch noch das Glück: So war es Andreas Ulmer, der in der 7. Minute zum ersten Torschuss der Salzburger aus ca. 20 Metern kam. Das Runde ging nur knapp am Grazer Gehäuse vorbei. Ähnlich erging es Valentino Lazaro, der sich perfekt gegen Lykogiannis durchsetzte, aber dann kurz vor dem Abschluss an der Grazer Abwehr scheiterte.

ULMER ERNEUT AUS DER DISTANZ

Abwehr-Routinier Andi Ulmer zeigte sich heute extrem aktiv am Platz – er war einer der gefährlichsten Männer für Gratzei. In Minute 17, passend zu seiner Rückennummer, wollte er es nochmals wissen und scheiterte mit seinem erneuten Weitschuss an Gratzei, der das Leder am rechten Pfosten vorbei ins Toraus lenken konnte.

POWERPLAY DER ROTEN BULLEN

In der ersten Halbzeit hatten die Mozartstädter deutlich mehr Chancen auf dem Konto. Sturm verteidigte den Strafraum mit einer dichten Abwehrformation. Die nächste Torchance ergab sich dann für unsere Jungs in Minute 25. Wanderson erneut mit einem Eckball und Miranda stieg am höchsten – leider setzte er den Kopfball knapp neben das Tor.

LAZARO MIT DER GROSSCHANCE IN HALBZEIT 1

In Minute 37 schnappte sich Laimer von Jeggo im Mittelfeld den Ball und leitete den nächsten Konter ein. Knapp vor der Strafraumgrenze legte er quer für Lazaro, der aber direkt Goalie Gratzei anschoss.

NUN SIND ES NUR NOCH ZEHN

Koni Laimer holte Matic im Mittelkreis von den Beinen (38.). Da er aber bereits nach einem Foulspiel in Minute 20 verwarnt worden war, sah er nun Rot und musste vom Feld. Die Roten Bullen mussten nun noch gut 50 Minuten in Unterzahl bestreiten.

MIT 0:0 GEHT’S IN DIE PAUSE

Trotz der Überlegenheit unserer Jungs und vieler schöner Kombinationen kam es in der ersten Halbzeit noch zu keinem Tor. Somit verabschiedeten sich die Teams mit einem 0:0 in die Kabinen.

HITZIGE STIMMUNG

Nach Wiederanpfiff ging’s dann heiß her in der Red Bull Arena. Der Unmut gegenüber dem Unparteiischen wurde auf den Tribünen immer lauter, nachdem in Minute 54 Wanderson aus vollem Lauf aufs Tor der Schwarz-Weißen von Jeggo von den Füßen geholt wurde, der aber nur die Gelbe Karte sah. Neuzugang Josip Radosevic kam für den verletzten Wanderson ins Spiel und Co-Trainer Ruben Martinez wurde aufgrund einer kritischen Anmerkung in dieser Situation auf die Tribüne verbannt.

DER TABELLENFÜHRER GREIFT AN

Das mit der Tabellenführung verbundene Selbstvertrauen stellte das Grazer Team erstmals in Überzahl in Minute 66 zur Schau. Wie auf der Gegenseite sorgte ein schneller Angriff über den Flügel  für Gefahr. Die Grazer hatten im Abschluss einfach mehr Glück! Eine Flanke von Jeggo setzte Alar in Szene, der trocken einköpfte und dem Salzburger Schlussmann keine Chance ließ (Spielstand 0:1).

KURIOSE PARTIE - DIE ZWEITE ROTE FÜR SALZBURG

Neuzugang Radosevic schaffte es gerade einmal, dreizehn Minuten auf dem Feld zu sein, bevor der Unparteiische auch ihn mit einer glatt Roten Karte wegen eines gefährlichen Einsteigens vom Spielfeld schickte.

DIE AUSGLEICHSCHANCE

Nach einer Hereingabe von Stefan Lainer kam Hee Chan Hwang allein stehend vor Gratzei an den Ball, konnte ihn jedoch aus kürzester Distanz nicht am Grazer Schlussmann vorbeibringen (75.).

GLANZPARADE VON WALKE

Alex Walke war auch heute wieder unser Fels in der Brandung. In Minute 80 zog Schmerböck aus halbrechter Position nach einer Drehung ab. Walke war mit einem genialen Reflex zur Stelle.

DAS GROSSE FINALE – HEUTE FEHLTE UNS DAS LETZTE QUÄNTCHEN GLÜCK

Zu guter Letzt wurde auch noch Cheftrainer Oscar Garcia auf die Tribüne verbannt, und unser Kapitän sah eine Gelbe Karte aufgrund von Kritik. Eine wunderschöne Schlusschance gab’s noch in Minute 91 von Valon Berisha. Unser Norweger zog aus der zweiten Reihe ab, sein Schuss landete aber leider nur an der Querlatte, und somit endete diese Partie mit einer unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer.

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Ich bin stolz auf mein Team. Die Leistung in Unterzahl war beeindruckend. Leider kann man im Fußball nicht alles kontrollieren, so ist das. Wir werden am Ende dieser Saison sehen, wo wir stehen.

Konrad Laimer:

Wir waren 11 gegen 11 besser, 10 gegen 11 besser und auch 9 gegen 11 besser. Ich habe in den 40 Minuten zwei Fouls gemacht und dafür gleich zwei Mal Gelb bekommen. Darüber soll sich jeder selbst ein Bild machen. Die Meisterschaft geht auf jeden Fall noch lange!

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Die Länderspielpause kommt für die Mozartstädter zum richtigen Zeitpunkt. Ein bisschen Abstand und die Rückkehr zu ihren Nationalteams werden die Köpfe wieder freimachen.

Am Samstag, den 15. Oktober 2016 folgt dann das nächste Auswärtsspiel in der Meisterschaft gegen den WAC. Details zur Fanfahrt findet ihr in Kürze auf unserer Fans On Tour-Website.