UEFA Europa League-Gruppenphase | FC Salzburg vs. Vitoria SC 3:0 (2:0); Tore: Dabbur (26.), Ulmer (46.), Hwang (67.)

Bereits im fünften Spiel der UEFA Europa League-Gruppenphase schaffen wir mit einem souveränen 3:0-Heimsieg vorzeitig den Aufstieg ins UEFA Europa League-Sechzehntelfinale.

AUFSTELLUNGEN

FC Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer – Haidara, Schlager, Berisha  – Minamino (71. Rzatkowski) – Gulbrandsen (61. Hwang), Dabbur (86. Tetteh)

Vitoria SC: Douglas – Garcia, Wakaso, Henrique (60. Heldon), Konan – Ramos, Hurtado (60. Jubal), Celis – Sturgeon, Martins, Raphinha (72. Ferreira)

GELBE KARTEN

Schlager (77./Foul), Haidara (77./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Auf europäischer Ebene sind wir bereits seit 13 Spielen ungeschlagen, darunter neun Partien in der UEFA Europa League inklusive Play-offs (6 Siege, 3 Unentschieden), und möchten diese Serie fortsetzen. Der Tabellenstand in unserer Gruppe ist allerdings extrem eng – alle vier Teams verfügen nach wie vor über Aufstiegschancen. Im Hinspiel in Guimaraes gab es ein 1:1-Unentschieden (Salzburg-Tor durch Valon Berisha).

Wir könnten den Aufstieg unter die besten 32 Teams der UEFA Europa League bereits heute mit einem Sieg aus eigener Hand fixieren. Ein Remis würde dann genügen, wenn Konyaspor daheim im Parallelspiel gegen Olympique de Marseille nicht gewinnt.

PERSONALSITUATION

Auf Paulo Miranda (Wadenverletzung), Hannes Wolf (Sprunggelenk) sowie Diadie Samassekou (Prellung) konnte Trainer Marco Rose heute leider nicht zurückgreifen.

TAKTIK

Marco Rose hat seine Startelf im Vergleich zum letzten Bundesliga-Heimspiel gegen Sturm Graz lediglich an die Personalsituation angepasst. Den verletzungsbedingten Ausfall von Abwehrchef Miranda kompensierte er mit Youngster Marin Pongracic, der schon gegen Sturm Graz eine sehr gute Leistung zeigte. Amadou Haidara bekam im Mittelfeld den Vorzug gegenüber Reinhold Yabo. Takumi Minamino ersetzte Hannes Wolf, der wegen einer Knöchelverletzung kurzfristig ausfiel.

MATCH-ANALYSE

Nur wenige Sekunden nachdem der schottische Schiedsrichter Andrew Dallas das Spiel angepfiffen hatte und Guimaraes den Ball ins Rollen brachte, starteten die Gäste den ersten Überraschungsangriff. Marin Pongracic musste mit verschärften Mitteln eingreifen und Mittelstürmer Rafael Martins etwas rüde von den Beinen holen. Der darauffolgende Freistoß blieb aber ungefährlich.

Postwendend kamen wir zunächst durch Takumi Minamino, Xaver Schlager und Amadou Haidara zum Abschluss. Letzterer zog von knapp außerhalb der Strafraumgrenze ab, der Ball wurde aber von einem Vitoria-Spieler ins Toraus abgelenkt. Die nachfolgende Ecke brachte leider nichts ein. Ab diesem Moment wurde aber schon deutlich, dass wir mehr für das Spiel zu investieren bereit waren. Wir brachten die Partie gut unter Kontrolle und dominierten den Gegner fast nach Belieben. Das Spiel fand nahezu ausschließlich in der gegnerischen Hälfte statt, und die Konterversuche der Portugiesen blieben sehr zaghaft. Trainer Marco Rose hingegen war in der Coaching-Zone alles andere als ruhig, peitschte seine Mannschaft nach vorne und machte seinem Team immer wieder lautstark klar, dass er sich noch etwas mehr Tempo nach vorne wünschte. Im gegnerischen Strafraum wurden wir von der Vitoria-Hintermannschaft leider teilweise sehr gut bewacht, wodurch auch perfekt gespielte Querpässe, wie beispielsweise einer von Valon Berisha, keinen Abnehmer fanden.

Die Partie nimmt Fahrt auf

Nachdem sich Valon Berisha im Luftzweikampf mit Victor Garcia eine böse Platzwunde am Kopf zugezogen hatte, die behandelt werden musste, spielten wir mehrere Minuten lang in Unterzahl. Dennoch gelang es unserer Mannschaft, den Gegner wieder in die eigene Hälfte zurückzudrängen. In der 26. Minute nahm Amadou Haidara am rechten Flügel einen weiten Ball an und legte für Stefan Lainer ab, der wiederum mit viel Gefühl das Leder auf den zweiten Pfosten brachte. Dort stand Munas Dabbur goldrichtig und beförderte das Spielgerät wuchtig per Kopf via Innenstange in die Maschen.

Jetzt noch eines drauf

Beflügelt vom längst überfälligen Führungstreffer hatten wir wenige Augenblicke später sogar das 2:0 auf dem Fuß. Dabei setzte Fredrik Gulbrandsen erneut Munas Dabbur in Szene, doch da dieser keine freie Schussbahn hatte, legte er nochmals auf Andreas Ulmer quer. Aus vollem Lauf zog dieser ab, doch sein Abschluss ging knapp an der rechten Stange vorbei ins Toraus. In der Nachspielzeit hatte unser Routinier dann aber mehr Glück im Abschluss. Bei einem Querpass, der eigentlich für Fredrik Gulbrandsen gedacht war, brachte ein Vitoria-Spieler noch ein Bein dazwischen. Dieser spielte dadurch aber ungewollt einen Doppelpass mit Ulmer, der sich das Leder nochmals zurechtlegte und zum 2:0 ins lange Eck beförderte. Trainer Marco Rose konnte sich ein zufriedenes Lächeln auf dem Weg in die Kabine nicht verkneifen, denn die 2:0-Führung zur Pause war hochverdient und ganz nach dem Geschmack unseres Trainers.
 

El Capitan gibt sich die Ehre

Einen ganz besonderen Moment durften die 6.474 Zuschauer im Stadion erleben, als wir in der Halbzeitpause das Rätsel um unseren Überraschungsgast auflösten. Unter tosendem Applaus, Standing Ovations und einer eigenen Fan-Choreografie durften wir El Capitan in unserem Stadion begrüßen. Ein bewegender Moment auch für Jonny selbst, der nach eigenen Worten „nach Salzburg heimgekommen ist“, um heute „seine Mannschaft“ zu unterstützen und um den Aufstieg ins UEFA Europa League-Sechzehntelfinale zu besiegeln. Damit löste Jonny auch sein Versprechen ein, das er seinen Fans nach seinem Wechsel nach China gegeben hatte. Er kam, um sich noch einmal persönlich bei seinen Fans in Salzburg zu verabschieden. DANKE JONNY! WIR WERDEN DICH NIE VERGESSEN!

Das ist die Entscheidung

Sofort nach Wiederanpfiff knüpften wir dort an, wo wir in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Die Rose-Elf wartete nicht lange mit dem ersten Angriff, der mit einem starken Dribbling von Amadou Haidara eingeleitet wurde. In der Nähe des Strafraums legte er sich jedoch das Leder etwas zu weit vor, der Ball landete beim gegnerischen Verteidiger. Nach toller Vorarbeit von Munas Dabbur auf den gerade zuvor eingewechselten Hee Chan Hwang gelang uns dann auch das 3:0 und damit wohl auch die Vorentscheidung in diesem Spiel. Beim Gegner war spätestens ab diesem Zeitpunkt die Luft vollkommen draußen. Die Mannschaft konzentrierte sich zusehends nur noch aufs Verteidigen, und das spiegelte sich in zahlreichen Spielunterbrechungen und vielen Fouls wider. Der einzige Vorstoß des Gegners kam kurz vor dem Schlussdrittel, als ein schneller Konter von Fabio Sturgeon, der Niclomande Konan mit einem Pass in die Tiefe bediente, eingeleitet wurde. Doch auch dieser Angriff wurde von unserer gut postierten Hintermannschaft abgewehrt. In den Schlussminuten durfte sich dann auch noch Munas Dabbur für seine überragende Leistung (ein Tor und ein Assist) bei seiner Auswechslung Sonderapplaus bei den Fans abholen.

Der heutige Aufstieg bedeutet bereits die fünfte Teilnahme an der K.-o.-Phase der UEFA Europa League und zugleich das 14. Europacup-Spiel ohne Niederlage in Serie.

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STATEMENTS

Marco Rose:

Es war wieder eine sehr starke Leistung von unserer Mannschaft, die von Beginn an gezeigt hat, dass sie in die nächste Runde möchte. Wir haben uns heute nichts zuschulden kommen lassen, haben unser Spiel durchgezogen und verdient gewonnen! Es geht hier nicht um mich und ob ich mich freue. Ich freue mich für uns alle, denn es ist ein großartiger Erfolg für das Team, den gesamten Verein und unsere Fans. Wir sind im Frühjahr international dabei! Vorher fahren wir aber noch nach Marseille und wollen natürlich auch dort unsere beste Leistung abrufen.

Munas Dabbur:

Es war ja unser Ziel, in die nächste Runde aufzusteigen, und es ist ein sehr gutes Gefühl, dass wir es jetzt schon eine Runde vor Schluss fixieren konnten. Es war bisher eine sehr anstrengende, aber auch sehr erfolgreiche Woche für uns – und natürlich wollen wir unseren Erfolgslauf auch am Sonntag in Wien bei Rapid fortsetzen.

Vorschau

In der Tipico Bundesliga geht es am kommenden Sonntag, den 26. November 2017 in die Bundeshauptstadt. Beim SK Rapid Wien erwartet unsere Mannschaft ab 16:30 Uhr ein schwieriges Duell, denn das Team von Trainer Goran Djuricin liegt auf der Lauer und wird im direkten Duell mit dem Serienmeister alles versuchen, um es für uns beim Auswärtsspiel besonders schwer zu machen.