6. Runde Tipico Bundesliga | SK Puntigamer Sturm Graz vs. FC Red Bull Salzburg 1:0 (0:0); Tor: Alar (52.)

In der 6. Runde der Tipico Bundesliga mussten wir heute mit einer knappen 0:1 (0:0)-Niederlage die erste Saisonniederlage nach 13 Pflichtspielen unter Trainer Marco Rose hinnehmen. In der Meisterschaft vergrößert sich damit der Abstand auf den Tabellenersten auf fünf Zähler.

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer (46. Farkas) – Yabo (60. Haidara), Samassekou, Berisha – Wolf – Gulbrandsen (79. Daka), Dabbur

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl – Koch, Maresic, Lykogiannis – Hierländer, Lovric (74. Jeggo), Zulj, Potzmann – Huspek (78. Schoissengeyr), Alar (85. Zulechner), Röcher

Gelbe Karten

Lykogiannis (14./Foul), Zulj (32./Foul), Hierländer (86./Foul) bzw. Wolf (39./Foul), Pongracic (77./Foul), Caleta-Car (90./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Im Schlagerspiel der 6. Runde der Tipico Bundesliga geht es heute im direkten Duell auswärts bei Leader Sturm Graz um die Tabellenführung. Unsere Jungs sind unter Trainer Marco Rose mittlerweile seit 12 Spielen in Serie ungeschlagen. Ein Torverhältnis von 35:5 und 9 Siege und 3 Remis sprechen klar für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Trainerteam und Mannschaft. 

In der aktuellen Meisterschaft holten wir 13 Punkte aus den ersten fünf Spielen – seit dem Einstieg von Red Bull nur 2014/15 mehr (15 Punkte). Genau dieses Glanzstück mit 15 Punkten aus fünf Spielen gelang dem SK Sturm Graz aber in dieser Saison, wodurch sie derzeit vor unserem Team platziert sind. Gegen die Blackies aus Graz hatten Walke & Co. in der vergangenen Spielzeit nie leichtes Spiel. Nachdem die ersten beiden Saisonduelle verloren gegangen waren, gelangen in den weiteren zwei Partien zwar Siege, trotzdem fiel in den letzten drei Aufeinandertreffen jeweils nur ein Tor. Aber noch eine ganz andere Tatsache versprach im Vorfeld des Duells, die Partie noch etwas spannender zu machen: Der SK Puntigamer Sturm Graz ist bis dato vor eigenem Publikum noch ohne Punktverlust, die Rose-Elf gab hingegen in der laufenden Meisterschaft auswärts noch keinen Punkt ab.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren erneut unsere Langzeitverletzten  Samuel Tetteh (Knie), Stefan Stangl (Oberschenkel) und Takumi Minamino (Knie). Immer noch angeschlagen waren auch weiterhin  Paulo Miranda und Hee Chan Hwang (beide Knie), die damit ebenfalls nicht im Kader waren.

TAKTIK

Nachdem Paulo Miranda weiterhin noch geschont werden musste, bildeten Stefan Lainer, Marin Pongracic, Duje Caleta-Car und Andreas Ulmer die Verteidigung. Als Sechser vor der Abwehr wirbelte heute Youngster Diadie Samassekou, an den Flügeln Reinhold Yabo und Valon Berisha. Vor unserem Rauch-„Rookie of the Match“ Hannes Wolf als Zehner bildeten Fredrik Gulbrandsen und Munas Dabbur das Sturm-Duo.

MATCH-ANALYSE

Von Beginn an war klar, dass es für beide Teams um mehr ging, als nur um den Sieg. Nach dem Anstoß versuchte Sturm sofort, vehement zu pressen und stellte die Räume eng. Zwar wirkten die Anfangsminuten zwischen den beiden Kontrahenten sehr ausgeglichen, aber aufgrund vieler Fouls im Spiel sehr zerfahren und zerrissen.

Auf der Suche nach Räumen

Die erste nennenswerte Chance hatte Duje Caleta-Car, der nach einer Ecke, ausgeführt von Reinhold Yabo, am höchsten stieg und den Ball per Kopf knapp über die Querlette lenkte (4.). Nur wenige Minuten später fand Philipp Huspek am rechten Flügel eine Lücke in unserer Defensive, doch Marin Pongracic, der zum ersten Mal in die U21-Nationalmannschaft Kroatiens einberufen wurde, stand gut und blockte den Querpass gerade noch ab. Zwei weitere Male gelang Huspek jeweils ein gefährlicher Querpassversuch, bei dem er Deni Alar in aussichtsreicher Position mit einer idealen Vorlage hätte bedienen können. Die Rechnung machte er aber ohne Duje Caleta-Car, der die Angriffe des Grazers immer wieder souverän abfing.

Den Führungstreffer am Fuss

In der 19. Minute konnte Reinhold Yabo mit perfektem Lochpass Gulbrandsen in Szene setzen, doch der Unparteiische pfiff den Norweger wegen einer angeblichen Abseitsstellung im letzten Moment zurück. Eine strittige Entscheidung – der Treffer zählte auf jeden Fall nicht. Die beste Chance auf den Führungstreffer hatten wir allerdings durch Munas Dabbur nach einem perfekten Zuspiel von Hannes Wolf. Der Israeli legte sich den Ball im Strafraum nochmal zurecht, doch kurz vor seinem Abschluss konnte ein Gegenspieler noch dazwischengehen und die Kugel über das eigene Tor ins Aus befördern. Die nachfolgende Ecke von Berisha faustete Jörg Siebenhandl aus dem Gefahrenbereich.

Kampf um jeden Meter

Die Schlussminuten der ersten Hälfte waren geprägt von einigen verletzungsbedingten Unterbrechungen. Zunächst prallten bei einem Freistoß der Grazer Alexander Walke und Andreas Ulmer unglücklich zusammen. Beide müssen behandelt werden, konnten aber zum Glück vorerst weitermachen. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Hannes Wolf von Maresic brutal zu Fall gebracht und hatte sichtlich Schmerzen an der Hand, biss aber bis zum Ende die Zähne zusammen. Die Partie endete zur Pause zwar noch torlos, aber beide Mannschaften konnten ihre Stärken bis dato gut ausspielen und zeigten ein unterhaltsames Spiel auf hohem Niveau und mit einigen sehr schönen Offensivaktionen, einzig und alleine die Tore blieben noch aus. Insgesamt waren wir bis zu diesem Zeitpunkt, gemessen an gut herausgespielten Torchancen, dem Gegner überlegen.

Früher Wechsel zur Pause

Zur Pause musste Marco Rose dann leider schon den ersten Wechsel vornehmen, da Andreas Ulmer nach dem Zusammenprall mit Alexander Walke nicht mehr weiterspielen konnte. Für den Routinier, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurde, kam Patrick Farkas neu ins Spiel. Unterdessen kamen auf dem Platz die Grazer aber immer besser in die Partie und erhöhten den Druck auf die Rose-Elf enorm. Dank der guten Leistung unserer beiden jungen Innenverteidiger konnten wir die Angriffe aber trotzdem immer wieder vereiteln.

Verunsicherung nach Grazer Führung

Ein folgenschwerer Ballverlust von Valon Berisha sorgte aber dann in der 52. Minute für den Führungstreffer der Grazer. Lovric konnte Berisha die Kugel abluchsen und bediente Sturms Top-Torschützen Deni Alar, der sich die Chance freilich nicht nehmen ließ und den Ball an Alexander Walke vorbei ins Tor schieben konnte. Somit 1:0 für die Grazer. Trotz vieler Versuche, wieder die Oberhand im Spiel zu gewinnen, wirkten unsere Salzburger zunächst durch den Vorsprung der Heimmannschaft verunsichert. Aber das legte sich schon nach kurzer Zeit wieder, denn unser Team versuchte mit Kreativität und Moral, wieder zurück ins Spiel zu finden.

Volle Konzentration

Im Schlussviertel der zweiten Halbzeit änderte sich das Chancenplus wieder zu unseren Gunsten, und wir kamen zu einigen sehr guten Torchancen, wie etwa in der 72. Minute durch den zuvor eingewechselten Amadou Haidara und kurz darauf durch Patrick Farkas, der links völlig frei zum Abschluss kam, diese Großchance aber leider ungenützt ließ. In der 76. Minute scheiterte erneut Haidara mit einem wuchtigen Distanzschuss an Goalie Siebenhandl, der den Ball gerade noch an die Querlatte lenken konnte. Auch sein Zuspiel für Munas Dabbur (88.) brachte nicht nichts ein, denn der Israeli konnte die perfekte Vorlage nicht nutzen und schoss die Kugel leider deutlich über das Tor. Mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit gab es nochmals Eckball für unsere Salzburger, der zwar zu einem Tor führte, allerdings leider aus einer Abseitsposition. So konnten die Grazer in einem tollen Duell auf Augenhöhe der Mannschaft von Trainer Marco Rose die erste Saison-Niederlage abringen. Unser Serienmeister kann diese Niederlage, trotz des größer gewordenen Punkteabstandes, aber gut verschmerzen. Wir freuen uns schon auf die Revanche zu Hause in Salzburg. 

STATEMENTS

Marco Rose:

Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir haben dem Druck des Gegners trotz des Rückstandes gut standgehalten, uns viel im Spiel überlegt und ausprobiert, wurden aber für unsere Bemühungen diesmal nicht belohnt. Jetzt müssen wir Sturm in der Tabelle erst mal ziehen lassen, aber wir werden die Länderspielpause gut nützen und hart weiterarbeiten.  

Alexander Walke:

Wir sind  nach Graz gekommen mit dem Wissen, dass das hier eine knappe Kiste wird und dass derjenige, der den ersten Fehler macht, knallhart bestraft wird, und genauso ist es gekommen. Wir hatten die besseren Chancen im Spiel und hätten uns zumindest einen Punkt mehr als verdient.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Jetzt steht zwar erst mal die Länderspielpause vor der Tür, danach wartet aber bereits der nächste Schlager in der Tipico Bundesliga. Am Sonntag, den 10. September sind ab 16:30 Uhr nämlich die Grün-Weißen aus Hütteldorf zu Gast in der Red Bull Arena.

Die Auslosung bescherte uns mit Olympique de Marseille (FRA), Vitoria SC (POR) und Konyaspor (TUR) sehr interessante Gegner für die Gruppenphase der UEFA Europa League. Der Kartenverkauf für die drei Heimspiele beginnt am kommenden Mittwoch, den 30. August – nähere Infos zu unserem 3er-Paket zu äußerst attraktiven Preisen findest du hier: http://www.fcrbs.club/TicketsUEL