Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 16. Runde in der Tipico Bundesliga

Unsere Mannschaft konnte sich mit einer überzeugenden Leistung auswärts gegen den SK Rapid Wien durchsetzen und bleibt damit weiterhin zwei Punkte vor Sturm Graz an der Spitze. Der Abstand auf die drittplatzierten Hütteldorfer beträgt nach dem 11. Spiel in der Tipico Bundesliga ohne Niederlage in Folge bereits acht Zähler.

Was für eine Woche! Nach dem Heimsieg über SK Sturm Graz, dem vorzeitigen Aufstieg ins UEFA Europa League-Sechzehntelfinale im vorletzten Gruppenspiel gegen Vitoria SC und dem emotionalen Besuch von FC Red Bull Salzburg-Legende Jonny Soriano in der Red Bull Arena, haben wir uns zum Abschluss der 16. Runde in der Tipico Bundesliga auch noch mit einem hochverdienten Auswärtssieg beim SK Rapid Wien belohnt.

BL16: SCR vs. RBS

Moralischer Sieger

Obwohl die Hausherren zunächst mit 1:0 in Führung gingen, ließ sich die Rose-Elf nicht aus der Ruhe bringen, erkämpfte sich mit toller Moral wieder die Oberhand in der Partie und wurde dafür auch belohnt. Hee Chan Hwang (45.+2), Andreas Ulmer (46.) und Reinhold Yabo (50.) sorgten im Allianz Stadion für die Entscheidung – und dafür, dass wir nun schon seit zehn Pflichtspielen gegen Rapid Wien unbesiegt sind. Andreas Ulmer war unbestritten unser „Man of the Match“ und gewann deshalb auch mit überragender Mehrheit unser Fan-Voting auf Facebook. Seinen Power-Schuss zum 2:1 nagelte er mit 110 km/h ins Netz. Für die Wiener waren die Tore von Dejan Ljubicic (28.) und Giorgi Kvilitaia (76.) zu wenig, sie gingen nach zehn Bundesliga-Partien ohne Niederlage wieder einmal als Verlierer vom Platz.

Valon Berisha:

Es war ein sehr verdienter Sieg für uns, denn in der ersten Halbzeit war die Partie sehr ausgeglichen. Rapid hat sehr gut ins Spiel gefunden, und wir wussten ja, dass sie speziell über Standards gefährlich sind. Der Ausgleich vor der Pause war dann nochmal sehr wichtig für uns und hat uns für die zweite Halbzeit wieder mehr Selbstvertrauen gegeben. Man hat aber deutlich gemerkt, dass der Gegner frischer in den Beinen war. Deshalb finde ich, muss man unsere Teamleistung und unseren Siegeswillen umso höher bewerten. Wir wollen unbedingt bis zum Ende der ersten Saisonhälfte an der Spitze bleiben, und daher müssen wir auch solche Spiele wie gegen Rapid einfach gewinnen.

Das SPIEL der Taktik-Genies

Dabei ließ sich Trainer Marco Rose mit Taktik-Genie Rene Maric eine für uns ganz neue Startelf-Variante einfallen. Zum ersten Mal kamen mit Paulo Miranda, Duje Caleta-Car und Marin Pongracic gleich drei gelernte Innenverteidiger zum Einsatz, die mit Stefan Lainer und Andreas Ulmer eine variable Fünferkette bildeten bzw. auf ein 3-4-3-System wechselten. Erstmals ohne Topstürmer Munas Dabbur an der Spitze sollten diesmal Hee Chan Hwang und Takumi Minamino für Tore sorgen. Bei dieser Aufstellung könnte das Ziel gewesen sein, Rapid zumindest daran zu hindern, das erste Tor im Spiel zu erzielen, denn die Wiener hatten in dieser Saison die meisten Spiele nach einer 1:0-Führung gewonnen. Dieser Plan ging zwar nicht auf, denn die Grün-Weißen erzielten trotzdem den Führungstreffer, aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Hee Chan Hwang noch zum Ausgleich. Es war zugleich sein viertes Saisontor, trotz dreimonatiger Verletzungspause – und sein 16. Bundesliga-Tor insgesamt. Kritiker lobten die erste Halbzeit als eine der besten 45 Minuten in einem Bundesliga-Match in dieser Saison!

Emotionale Schlussphase

Aber auch die zweite Spielhälfte hatte einiges an Hochspannung zu bieten. In der 50. Minute ließ Reinhold Yabo die gegnerische Abwehr nicht gut aussehen und schloss mit einer makellosen Einzelaktion zum 3:1 ab. In der 81. Minute hatte Rapid-Stürmer Kvilitaia das vermeintliche 3:3 erzielt, doch Schiedsrichter Markus Hameter gab den Treffer nach Rücksprache mit seinen Assistenten wegen eines offensichtlichen Handspiels beim Abschluss nicht. Das nachfolgende Gerangel inklusive Rudelbildung wurde schnell wieder aufgelöst, doch die Stimmung blieb weiter angespannt. Somit hagelte es vier der insgesamt neun Gelben Karten in der Schlussphase der Partie. Die mit satten fünf Minuten bemessene Nachspielzeit musste immer wieder unterbrochen werden und dehnte sich auf nervenaufreibende 8(!) Minuten aus.   

Andreas Ulmer:

Spiele gegen Rapid sind immer eine emotionale Geschichte, und wir wussten genau, dass wir bis zur letzten Sekunde hellwach sein müssen. Das ist uns heute wieder gelungen, und deshalb haben wir auch verdient gewonnen.

 

VORSCHAU

DIE LETZTEN ZWEI ENGLISCHEN WOCHEN IN DIESEM KALENDERJAHR STEHEN AN! Zuerst eine nationale, danach eine internationale. Bereits am Mittwoch, den 29. November 2017 treffen wir ab 18:30 Uhr in der Red Bull Arena auf den SV Mattersburg und drei Tage später in der 18. Runde der Tipico Bundesliga auswärts auf FK Austria Wien.

Am Donnerstag, den 07. Dezember 2017 findet das letzte Gruppenspiel der UEFA Europa League in Marseille statt, das Spiel beginnt um 21:05 Uhr.