Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 7. Runde in der Tipico Bundesliga

Die Roten Bullen mussten sich gestern im Heimspiel gegen den SK Rapid, der ab der 16. Minute in Unterzahl spielen musste, letztlich mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Ein Last-minute-Traumtor von Munas Dabbur sorgte dafür, dass wir zu guter Letzt doch noch einen Punkt retten und damit bis auf vier Zähler an die Tabellenspitze heranrücken konnten.

Die Mannschaft von Marco Rose ging ersatzgeschwächt in das Sonntags-Schlagerspiel gegen Rapid, aber die vielen verletzungsbedingten Ausfälle kompensierte unser Trainer mit frischen Spielern wie Igor, Patrick Farkas und Amadou Haidara. Nach sehr intensiven Anfangsminuten im Spiel sorgte ein schweres Foul von Mario Pavelic an Patrick Farkas dafür, dass Rapid den überwiegenden Teil des Spiels in Unterzahl agieren musste. Die Rapidler kassierten damit schon den vierten Platzverweis in dieser Saison. Zwar hatte Pavelic bei der Aktion, die zum Ausschluss geführt hatte, auch den Ball gespielt, ging dabei aber übertrieben hart in den Zweikampf. Die Rote Karte war somit zwar etwas hart, aber absolut vertretbar. 

Allerdings konnte unsere Mannschaft aus der Überzahlsituation nicht wirklich Kapital schlagen, was Kapitän Alexander Walke folgendermaßen erklärte:

Dass der Gegner mit einem Mann weniger am Platz stand, hat das Spiel für uns sogar noch schwieriger gemacht, als dass es uns zum Vorteil genützt hätte. Sie haben ausgezeichnet verteidigt und es uns sehr schwer gemacht, nach vorne zu spielen.

Spieltag-Highlights | SK Rapid Wien

Ohne Stammspieler wie Miranda, Ulmer und Yabo hat sich unsere Mannschaft aber trotzdem tapfer geschlagen und sich zweimal nach einem Rückstand zurückgekämpft. Zwar war das Tor zum 1:1 nach einem Freistoß von Valon Berisha ein Eigentor von Stefan Schwab, aber hätte der Rapid-Kapitän den Ball nicht ins eigene Tor gelenkt, wäre dicht hinter ihm Hee Chan Hwang völlig frei gestanden und hätte ungehindert zum Abschluss kommen können. Eine Gesamtquote von 17:5 Torschüssen zu unseren Gunsten lässt aber auch vermuten, dass wir dem einen oder anderen Torerfolg deutlich näher waren als der Gegner. 

Stefan Lainer:

Ich denke, dass wir auch in der ersten Viertelstunde, als wir noch elf gegen elf gespielt haben, das Spiel gut unter Kontrolle hatten und viele gute Torchancen kreiert haben. Das Entscheidende, was uns dann letztlich gefehlt hat, war, dass wir im Abschluss zu wenig konsequent waren. Rapid stand hinten sehr gut und hat nach vorne hin nichts zugelassen. Wir haben aber gegen Ende nochmal Moral bewiesen und noch einen Punkt retten können. 

Ein neues Dream-Team

In der Offensive waren diesmal wieder Valon Berisha und Munas Dabbur maßgeblich spielbestimmend und sehr präsent auf dem Platz. Insgesamt harmonieren die beiden ausgezeichnet miteinander, sind aber auch sonst immer wieder an den besten Offensivaktionen direkt oder indirekt beteiligt. Mit seinem Seitfallzieher in der Nachspielzeit ist Munas Dabbur, der ja ohnehin ein exzellenter Techniker ist, ein echtes Traumtor gelungen, und er bewies einmal mehr, dass man auch unter Druck auf seine Qualität vertrauen kann. Mit seinem bisher vierten Liga-Treffer führt er aktuell gemeinsam mit Deni Alar die Torschützenliste an. 

Defensiv-Duo trumpft auf

In Abwesenheit der beiden defensiven Leitbullen Paulo Miranda und Andreas Ulmer musste Marco Rose zum zweiten Mal zusätzlich noch einen eher unerfahrenen Spieler in der Innenverteidigung aufbieten, da sich Marin Pongracic zuletzt beim kroatischen U21-Nationalteam eine Adduktorenverletzung zugezogen hatte. Unsere beiden jungen Innenverteidiger Duje Caleta-Car (102 Ballaktionen) und Igor (92 Prozent Passquote) haben ihre Sache aber sehr gut gemacht und mit vereinten Kräften für Stabilität in der Defensive gesorgt. Igor, der bisher noch nicht so viele Einsatzminuten unter Trainer Marco Rose bekam, machte neben Duje Caleta-Car (der wenige Tage zuvor erst vom kroatischen U21-Nationalteam zurückgekehrt ist) jedenfalls eine sehr gute Figur und könnte sich bei seinem Trainer bald für höhere Aufgaben empfehlen.

Volle Konzentration auf die UEL

Für jene Spieler, die gestern zum Einsatz gekommen sind, stand heute erstmal ein Regenerationstraining auf dem Programm. Nach einer ausgiebigen Therapie-Einheit durften Walke, Lainer und Co. noch eine Radtour an der Salzach machen und dabei ein bisschen die „Wadln“ ausschütteln. Der Rest des Teams absolvierte auf dem Rasen ein Spielerersatz-Training. Trotzdem gilt schon ab heute volle Konzentration auf die bevorstehenden Aufgaben in der UEFA Europa League, denn kommenden Mittwoch geht es bereits ab nach Portugal, wo wir am Donnerstag, den 14. September 2017 (Ankick: 21:05 Uhr) im ersten Gruppenspiel auf Vitoria SC treffen. Kopfzerbrechen bereitet nach wie vor die besorgniserregende Personalsituation, aber dennoch wird Trainer Marco Rose sein Team optimal vorbereiten.

VORSCHAU

In der Tipico Bundesliga treffen wir in der 8. Runde am Sonntag, den 17. September 2017 (16:30 Uhr) auswärts im Pappelstadion auf den aktuellen Tabellenvorletzten SV Mattersburg.