INTERESSANTE ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN ZUR 26. RUNDE IN DER TIPICO BUNDESLIGA

Selten sahen wir wohl ein Unentschieden in Mattersburg so positiv. Früh in der Partie dezimiert, ließ sich dies unsere Mannschaft lange nicht anmerken und spielte unbeirrt nach vorne. Nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung führten zwei Unkonzentriertheiten zum letztlich gerechten 2:2-Endstand.

Dass die Partie doch noch kippte, lag vor allem am Anschlusstreffer in der 55. Minute. Elf ihrer 16 Torschüsse hatten die Mattersburger nämlich danach. In Anbetracht der Umstände und des Spielverlaufs können wir mit dem Remis aber gut leben, so lautete auch der Tenor unserer Burschen. Reinhold Yabo traf mit seiner Zusammenfassung nach dem Spiel den Nagel auf den Kopf:

Frühe Rote Karte, nicht die Möglichkeit zu wechseln, wie man es wollte, schwerer Untergrund und ein Gegner, der eine beachtliche Rückrunde spielt. Aber wir haben wieder eine starke Mentalität bewiesen. Respekt an das gesamte Team.

In die gleiche Kerbe schlug auch Trainer Marco Rose, der direkt nach Abpfiff einen Kreis bilden ließ und Folgendes unbedingt loswerden wollte:

Wenn man unter den Bedingungen mit dem Spielverlauf trotzdem noch ein Ergebnis holt, dann kann das auch tragen. Mir war es heute wichtig, mit den Jungs direkt am Platz zu besprechen, dass wir die richtigen Dinge aus diesem Spiel mitnehmen. Zum einen, dass wir wieder die richtige Einstellung gefunden haben, zum anderen, dass die Dinge natürlich nicht von alleine gehen, sondern wir uns in der Bundesliga jeden Sieg hart erarbeiten müssen.

 

YABO Spieler der Partie

Mit Hannes Wolf und Reinhold Yabo gab es in dieser Partie zwei Spieler, die besonders aufgefallen sind. Die knappe Mehrheit der Fans wählte dabei Ray auf Facebook zu ihrem Spieler der Partie. Für den 26-jährigen Deutschen war es alles andere als ein Spiel wie jedes andere. Auf der rechten Halbposition im Mittelfeld aufgestellt, musste er nach der Roten Karte von Patrick Farkas auf die Position des Rechtsverteidigers ausweichen, die er jedoch bestens auszuführen wusste. Immer wieder sorgte er am rechten Flügel für Wirbel und bereitete das 1:0 von Fredrik Gulbrandsen mustergültig vor. Nach der Einwechslung von Stefan Lainer rutschte er wieder nach vorne auf die linke Achterposition, wodurch er während der 90 Minuten insgesamt drei verschiedene Positionen bekleidete. Seine starke Leistung unterstreicht auch die Statistik: Mit 69 % an gewonnenen Zweikämpfen und fünf Dribblings stellte er jeweils Bestwerte in dieser Begegnung auf.

Hannes Wolf, der für das zwischenzeitliche 2:0 sorgen konnte, und dabei auch noch zwei Gegenspieler gekonnt aussteigen ließ, folgte bei der Abstimmung nur hauchdünn dahinter. Unser 18-jähriger Youngster scheute keinen Zweikampf, führte mit 28 Duellen die meisten aller Spieler auf dem Feld und bewies, dass er nach seiner Verletzung wieder auf dem besten Weg zurück ist.