Alex Walke im Interview vor seinem 200. Pflichtspiel für uns

Knapp acht Jahre ist es her, dass ein gewisser Alexander Walke an die Salzach wechselte. Morgen feiert unser Kapitän im Viertelfinalhinspiel bei Lazio Rom aller Voraussicht nach seinen 200. Pflichtspieleinsatz für uns.

Fünf Meisterschaften, vier Pokalsiege und zahlreiche Meilensteine in der UEFA Europa League feierte „Atze“ bisher in unserem Dress. Für seine persönlichen Leistungen wurde er in den letzten beiden Spielzeiten jeweils zum besten Tormann der Bundesliga gewählt. In einem kurzen Interview anlässlich seines anstehenden runden Jubiläums verrät er uns unter anderem, an welche Momente er sich besonders gern zurückerinnert und was seine Beziehung zu unserem Verein ausmacht.

Alex, du stehst vor deinem 200. Pflichtspiel für uns. Morgen dürfte es so weit sein. Was bedeutet dir das?

Es macht mich natürlich stolz. Ich freue mich darüber, dass ich vor so einer Marke stehe. Ist schon eine coole Sache.

Was war dein persönliches Highlight von den bisherigen 199 Pflichtspielen für uns?

Das zweite Spiel, das ich hier gemacht habe, werde ich nie vergessen. Es war die Europa League-Begegnung mit Paris Saint-Germain zu Hause. Dusan Svento schoss in der 92. Minute das 2:0. Daran werde ich mich noch lange zurückerinnern. Ansonsten gehören natürlich die Duelle mit Dortmund dazu, aber auch viele andere internationale Spiele – und national vor allem die Erfolge wie die Meisterschaften und Pokalsiege.

Morgen steht mit dem Viertelfinalhinspiel bei Lazio Rom der nächste Höhepunkt an. Was ist möglich gegen die Römer?

Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass es eine extrem schwere Aufgabe wird. Aber möglich ist alles. Wir wissen, dass wir Qualität haben und es schaffen können, aber natürlich wieder zwei Top-Tage wie gegen Dortmund brauchen werden. Wir freuen uns auf jeden Fall wahnsinnig auf die zwei Spiele, die wir uns mit den Erfolgen davor erarbeitet haben.

Du bist 2010 nach Salzburg gekommen, also quasi ein echtes Urgestein. Was bedeutet der FC Red Bull Salzburg für dich?

Es ist mein Verein, ich fühle mich einfach pudelwohl. Ob es im Training ist oder im Stadion. Ich kenne mittlerweile so viele Leute und habe besondere Verhältnisse aufgebaut. Ich bin froh und stolz, schon so lange Teil dieses Vereins zu sein. Wenn es nach mir geht, möchte ich auch die nächsten Jahre hier spielen.

Ist der Plan, dass du uns nach deinem Karriereende im Verein erhalten bleibst?

Wer wünscht es sich nicht … aber ich hoffe, dass da noch ein bisschen Zeit ist. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen.

Du warst von Beginn an sehr beliebt bei den Fans. Warum, glaubst du, passt es so gut zwischen dir und unseren Anhängern?

Es gibt bestimmt auch den einen oder anderen, der mich weniger mag. Man sollte immer offen und ehrlich miteinander umgehen. Wenn man mit den Fans redet, dann bekommt man auch ein gewisses Feedback und wenn man an die eine oder andere Sache denkt, kann man den Fans einen kleinen Gefallen damit tun. So entsteht diese Bindung. Aber ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht. Wichtig ist, dass man sich selbst treu bleibt.

Letzte Frage: Wie steht’s eigentlich um dein Österreichisch?

„Oachkatzlschwoaf“ kann ich schon (lacht). Die ersten vier Wochen, als ich hierhergekommen bin, habe ich kein Wort verstanden, muss ich ehrlich sagen. Es war extrem ungewohnt, mittlerweile verstehe ich aber alles, jeden einzelnen Dialekt. Außer mit dem Vorarlbergerischen, da tue ich mir noch schwer.

Danke, Alex! Auf hoffentlich viele weitere Spiele in unserem Dress und ein gelungenes Jubiläum morgen.