Torschütze: Hierländer (112.)

Unsere Mannschaft verpasst es, eine grandiose Saison mit dem Doublesieg zu krönen und muss sich im Endspiel des UNIQA ÖFB Cups dem SK Sturm Graz nach 120 packenden Minuten leider mit 0:1 geschlagen geben. 

SPIELBERICHT

Es war von Beginn ein Cup-Finale, in dem richtig Feuer drinsteckte. Dabei sorgten beide Teams in der Anfangsphase aber für wenig fußballerische Glanzmomente, sondern gingen zum Teil etwas übermotiviert in die Zweikämpfe. So dauerte es auch nur bis zur 17. Minute, ehe es zum ersten Mal zu einer Rudelbildung kam und die Gemüter hochkochten. In der Folge teilten beide Parteien immer wieder kleine „Nettigkeiten“ aus, konzentrierten sich von da an aber mehr auf das Fußballspielen und lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch. So kam unsere Mannschaft nach 20 Minuten zur ersten dicken Gelegenheit, als Reinhold Yabo Munas Dabbur mit einem Schnittstellenpass einsetzte und Fredrik Gulbrandsen in die Maschen traf, der Treffer aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Bereits zuvor jubelten die Grazer auch einmal kurz, ein Kopfballtreffer von Ex-Salzburger Hierländer wurde nach Foul an Cican Stankovic aber ebenfalls zu Recht nicht gegeben (7.). Die Grazer blieben nach schnellen Konterangriffen allerdings gefährlich und hatten durch Edomwonyi die beste Möglichkeit der ersten Hälfte. Stankovic bewahrte uns mit einer tollen Fußabwehr aber vor einem Rückstand (29.). Ansonsten kamen die Steirer noch mit einem Alar-Kopfball (34.) und einem Röcher-Flachschuss (42.) vor unser Gehäuse, stellten unseren Cup-Goalie damit aber vor keine Probleme. Auf der Gegenseite verbuchten Gulbrandsen (28.) und Dabbur (38.) Torannäherungen für uns, konnten am 0:0-Pausenstand aber auch nichts ändern.

Die Grazer kamen mit mehr Biss aus der Kabine und fanden kurz nach Wiederanpfiff die erste Chance vor: Nachdem Zulj mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel den Kasten nur knapp verfehlt hatte, hielten wir nach dem anschließenden Eckball bei einem Gestocher im 16er kurz den Atem an, konnten jedoch zum Glück durchschnaufen (47.). Unsere Burschen hatten in dieser Phase aber ebenfalls zwei gute Möglichkeiten. So scheiterte erst Xaver Schlager mit einem Linksschuss am Sturm-Schlussmann (48.), ehe Fredrik Gulbrandsen das Leder nach präziser Hereingabe von Reinhold Yabo per Direktabnahme nur haarscharf vorbeisetzte (53.). Danach hatte Sturm mehr vom Spiel und setzte uns mehr und mehr unter Druck. Die Endstation der Blackies hieß aber immer wieder Cican Stankovic, der sich in Hochform präsentierte und die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. So rettete er nach 56 Spielminuten zunächst allein gegen Röcher und parierte in der Schlussphase binnen kürzester Zeit zwei gefährliche Kopfbälle von Alar (78., 79.). Zu diesem Zeitpunkt stand unsere Mannschaft nur noch zu zehnt auf dem Platz, nachdem Andre Ramalho in der 71. Minute Gelb-Rot gesehen hatte. Die Grazer schafften es glücklicherweise nicht, aus der spielerischen und numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen, und so ging es nach torlosen 90 Minuten in die Verlängerung. Diese verlief lange Zeit ohne Höhepunkte, wobei nun auch von den Grazern weniger kam. In der 112. Minute gelang Sturm dann doch der Treffer zum spielentscheidenden 1:0. Hierländer verwertete eine Flanke technisch perfekt und freute sich über das Goldtor. Danach gelang es uns nicht mehr, die Grazer in Bedrängnis zu bringen, und so stand der SK Sturm Graz nach 120 Minuten als diesjähriger Cup-Sieger fest.

STATEMENT

Marco Rose:

Ich hätte es meinen Jungs gegönnt, dass sie diese Saison maximal krönen. So fahren wir heute als Verlierer nach Hause, aber ich bin trotzdem mächtig stolz auf meine Mannschaft, weil sie in knapp 60 Spielen in dieser Saison knapp am Limit agiert hat und sehr viel richtig gemacht hat. Heute war Graz aber den Tick besser als wir.

Cican Stankovic

Sturm hat es uns sehr schwer gemacht. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Die Grazer haben die Räume sehr eng gemacht, und wir haben wenige Mittel gefunden. Nach dem Ausschluss haben wir gefightet und auf einen Lucky Punch gehofft – der ist dann Sturm gelungen. Trotz der Niederlage können wir stolz auf unsere Saison sein.

 

AUSWECHSLUNGEN

Onguene für Caleta-Car (46.), Haidara für Gulbrandsen (75.), Hwang für Dabbur (83.), Wolf für Yabo (98.)

Gelbe KarteN

Caleta-Car (16./Foul), Berisha (17./Unsportlichkeit), Ramalho (62./Foul), Haidara (120./Unsportlichkeit)

Gelb-Rote Karte

Ramalho (71./Foul)

Nicht einsatzbereit

Ulmer (Oberschenkel)

Uniqa ÖFB Cup: FC Red Bull Salzburg vs. SK Sturm Graz