FC Red Bull Salzburg vs. BSC Young Boys 0:2 (0:1)

Estadio Municipal, La Linea de la Concepcion, Spanien: FC Red Bull Salzburg – Young Boys Bern 0:2 (0:1). Tore: Hoarau (23./Elfer), Assale (75.)

Zu Füßen des Affenfelsens von Gibraltar verloren wir das zweite Testspiel im Frühjahr 2018 gegen die Young Boys Bern mit 0:2 (0:1).

Im Duell des österreichischen Titelverteidigers mit dem Tabellenführer der Schweizer Super League erwies sich das Team von Ex-Bullen-Coach Adi Hütter als abschlussstärker und es gelang die „Revanche“ für die Testspielniederlage in Straßwalchen (1. Juli 2016).

Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Zwischen dem österreichischen Titelverteidiger und dem Tabellenführer der Schweizer Super League entwickelte sich von Beginn an ein aggressives, schnelles Spiel. Mittendrin war erstmals Neuzugang Andre Ramalho, und auch die beiden Liefering-Youngsters Enock Mwepu (rechts im Mittelfeld) und Romano Schmid (zentral hinter den Spitzen) waren von Anpfiff weg mit dabei. Die erste Tormöglichkeit hatten die Salzburger durch einen Freistoß von Amadou Haidara, der knapp das Tor verfehlte. In Führung gingen dann die Young Boys. Nach einem Haidara-Foul im Strafraum verwertete Guillaume Hoarau den Elfmeter trocken. Im Gegenzug hatten Takumi Minamino (Schuss abgefälscht) bzw. Andre Ramalho (Kopfball abgewehrt) gute Möglichkeiten auf den Ausgleich. Die größte Chance dazu hätte sich in der 33. Minute ergeben, ein klares Elferfoul an Munas Dabbur wurde vom spanischen Referee jedoch nicht geahndet.

In der Halbzeit wechselte Marco Rose zehn Spieler aus, nur Goalie Alexander Walke blieb im Spiel. Auch taktisch wurde ein wenig umgestellt, anstelle der Mittelfeldraute agierten die Salzburger mit einer Doppel-6 (Xaver Schlager und Christoph Leitgeb). In der 52. Minute hatte die neu formierte Truppe etwas Glück, als ein Nsame-Kopfball nach einem Corner knapp neben das Tor ging. In der 75. Minute gelang der Hütter-Truppe dann das 2:0, Assale verwertete einen Querpass. Die Offensivbemühungen von Fredrik Gulbrandsen, Marc Rzatkowski, Valon Berisha & Co. blieben am Ende ohne Wirkung, im zweiten Testspiel gab es die erste Niederlage.

STATEMENTS

Marco Rose:

Fußball ist schon ein Ergebnissport, und wir sind hierher gekommen, um ein gutes Ergebnis zu holen. Denn Niederlagen fühlen sich selten gut an. Erste Halbzeit haben wir die eine oder andere Möglichkeit gehabt. Wir sind dann durch einen Elfmeter in Rückstand geraten, hätten aber auch einen klaren Elfmeter bekommen müssen. Zweite Halbzeit haben wir dann versucht, eine neue Grundordnung anzugehen und auch ein wenig flexibler zu sein. Da haben wir gesehen, dass die Abläufe noch nicht so sitzen, wie wir das gern hätten. Aber wir haben die letzten Tage wirklich hart gearbeitet, und es war insgesamt ein guter Test.

Alexander Walke:

Grundsätzlich war es ein sehr guter Test, von dem wir viel mitnehmen können. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der die kleinen Fehler, die wir gemacht haben, sofort bestraft hat. Da machen eben Kleinigkeiten den Unterschied aus. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn wir sind grad im Trainingslager und trainieren intensiv. Aber wir können das Spiel gut einordnen, es bringt uns weiter.

DATEN & FAKTEN

Aufstellung: Walke – Lainer (46. Dembele), Ramalho (45. Meisl), Onguene (46. Caleta-Car), Farkas (46. Ulmer) – Mwepu (46. Yabo), Samassekou (46. Leitgeb), Schmid (46. Schlager), Haidara (46. Berisha) – Minamino (46. Gulbrandsen), Dabbur (46. Rzatkowski)