Unser Gegner in der UEFA Europa League-Gruppenphase in einer ausführlichen Analyse

In der zweiten von drei Gegneranalysen dieser UEFA Europa League-Gruppenphase widmen wir uns unserem zweiten Heimspiel-Gegner, der in den 1990ern bzw. zu Beginn der 2000er-Jahre 13-facher Serienmeister und stetiger UEFA Champions League-Teilnehmer war – Rosenborg BK.

 

Geschichte

Der Verein wurde am 19. Mai 1917 unter dem Namen „Odd“ gegründet. 1927 erfolgte die Umbenennung in Rosenborg BK, benannt nach dem gleichnamigen Stadtteil Trondheims. Es dauerte jedoch bis in die 1960er-Jahre, bis sich der Verein zu einem Spitzenklub entwickelte und den ersten Pokaltitel der Vereinsgeschichte feiern konnte. 1967 spielte Rosenborg erstmals in der höchsten Spielklasse seines Landes – der norwegischen Eliteserien – und holte sich postwendend den Meistertitel.

1969 stand Rosenborg zum ersten Mal auf der internationalen Bühne im Europapokal und traf dort auf den SK Rapid Wien, gegen den man aber mit einem Gesamtscore von 4:6 bereits in der 1. Runde des Bewerbes ausschied. 1971 gewannen die Norweger erstmals das Double, mussten allerdings 1977 für eine Saison in die zweite Liga absteigen. Fortan war Rosenborg BK fixer Bestandteil der höchsten Spielklasse Norwegens.

In den 1990er-Jahren bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Klub dann seine Glanzzeiten. Von 1992 bis 2004 konnte Rosenborg BK sage und schreibe 13(!) Mal hintereinander die Meisterschaft gewinnen. In den Jahren 1995 bis 2002 war man zudem durchgehend ohne Unterbrechung in der UEFA Champions League-Gruppenphase vertreten. In den letzten Jahren spielte Rosenborg mehrfach in der Gruppenphase der UEFA Europa League, die sie jedoch noch nie überstehen konnten. 

Bis heute wurde Rosenborg 25x norwegischer Meister, 11x norwegischer Pokalsieger und 2x norwegischer Superpokalsieger.

Leistungskurve

Rosenborg BK holte in der vergangenen Saison den Meistertitel sowie den Superpokal (UNICEF Mesterfinalen), nicht jedoch den norwegischen Pokal, wo man im Viertelfinale ausschied. Die Meisterschaft gewannen sie dabei zum dritten Mal in Folge und sind mit 25 Titeln auch norwegischer Rekordmeister. Auf internationaler Bühne scheiterte man in der 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League am jetzigen Gruppengegner Celtic Glasgow, schaffte im Play-off der UEFA Europa League gegen Ajax Amsterdam den Sprung in die Gruppenphase. Dort belegte man hinter Zenit St. Petersburg und Real Sociedad allerdings nur den 3. Tabellenplatz und schied aus dem Bewerb aus.

In der aktuellen Saison liegen die Norweger in der Meisterschaft nach 26 Spielen an der Tabellenspitze, international musste man sich in der Qualifikation zur diesjährigen UEFA Champions League zwar erneut Celtic Glasgow (diesmal bereits in der 2. Runde) geschlagen geben, schaffte durch Siege gegen Cork City und Shkendija Tetovo – unseren Gegner in der 3. Quali-Runde der UEFA Champions League – aber den Sprung in die Gruppenphase.

Kader & Spielanlage

Der aktuelle Kader von Rosenborg BK umfasst 25 Spieler, wovon 40 % Legionäre sind. Der Altersschnitt der Norweger beträgt 25,6 Jahre und liegt somit knapp zwei Jahre über dem unserer Mannschaft (23,8 Jahre). Rosenborg BK stellt aktuell 9 A-Nationalteamspieler, mit fünf Spielern davon gut die Hälfte für Norwegen selbst.

Beim Spielsystem setzt der 51-jährige Coach Rini Coolen meist auf ein 4-3-3-System.

Stadion

Das Lerkendal-Stadion ist mit 21.421 Sitzplätzen das zweitgrößte Fußballstadion in Norwegen und wurde 1947 erbaut. Seither wurde es mehrfach renoviert und modernisiert – zuletzt 2002, als man es zu einem reinen Fußballstadion umbaute und ein Großteil der Tribünen erneuert und erweitert wurde.

Der Besucherrekord stammt aus dem Jahre 1985, als beim Spiel von Rosenborg Trondheim gegen Lillestrøm SK 28.569 Zuschauer im Stadion waren.

Die Heimstätte von Rosenborg BK war zudem 2016 Austragungsort des UEFA Super Cups, bei dem Real Madrid als Sieger der UEFA Champions League auf den FC Sevilla, UEFA Europa League-Sieger, traf.