Torschützen: Onguene (87.), Dabbur (90.), Minamino (90.+4) bzw. Koita (55.)

Wir gehen nach einer unglaublichen Schlussphase gegen den Wolfsberger AC mit 3:1 als Sieger vom Platz. Onguene, Dabbur und Minamino drehen nach der 87. Minute einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Erfolg.
 

Spielbericht

Gegen taktisch bestens eingestellte Wolfsberger zeichnete sich schon zu Beginn eine zerfahrene Partie ab. Denn der Tabellendritte wartete geschickt ab und setzte auf schnelle Gegenangriffe über unsere flinke Leihgabe Sekou Koita, der dafür sorgte, dass die Gäste durchaus mithalten konnten. Wirklich gefährlich wurde es für Alex Walke, der für das Cup-Finale Spielpraxis sammeln sollte, allerdings zum Glück nicht. Auf der Gegenseite sorgten unsere Burschen schon für etwas mehr Beschäftigung für den WAC-Keeper, sowohl Zlatko Junuzovic, der mit einem Weitschuss Kofler prüfte (7.), als auch Munas Dabbur (18.) scheiterten aber jeweils am gut postierten Goalie, ehe unser Israeli in Minute 30 zur besten Chance der ersten 45 Minuten kam. Nach einem Lochpass von Xaver Schlager spitzelte er die Kugel am Tormann vorbei, Sollbauer konnte jedoch in letzter Not auf der Linie klären. Ohne weitere Torchancen ging es deshalb torlos in die Kabinen.

BL-27: RBS vs. WAC

Nach Wiederanpfiff sollte die Begegnung interessanter werden. Der Druck unserer Mannschaft nahm kontinuierlich zu, was sich anfangs durch einen gut getretenen, aber etwas zu hoch angetragenen Ulmer-Freistoß (51.) und einen Distanzschuss von Xaver Schlager (54.) bemerkbar machte. In der 55. Minute bejubelten allerdings plötzlich die Gäste die Führung. Koita enteilte unserer Hintermannschaft nach einem weiten Abschlag von Kofler und ließ Walke keine Chance – 0:1. Spätestens jetzt schaltete die Rose-Elf noch einmal einen Gang höher und kehrte zu ihrem gewohnten Kombinationsspiel zurück. Das Pech im Abschluss blieb jedoch bestehen. So wurde ein aussichtsreicher Angriff über Munas Dabbur geblockt (60.), ehe Jerome Onguene zwei Mal – jeweils nach einem Corner – per Kopf die Kugel nicht in den Maschen unterbringen konnte. Während sein erster Versuch hauchdünn neben das Tor ging (61.), war Kofler beim zweiten mit einer starken Parade zur Stelle (64.). Nach einer kurzen Drangphase flachte das Spiel unserer Mannschaft aber wieder ab, sodass bereits eine Niederlage in der Luft lag. Es folgten jedoch unglaublich spektakuläre Schlussminuten. Erst glich Jerome Onguene nach Szoboszlai-Eckball per Kopf aus (87.), ehe Munas Dabbur die Kugel in Minute 90 mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze im Kreuzeck versenkte und Takumi Minamino in der Nachspielzeit sogar noch einen Treffer drauflegen konnte. Nach einem Gestocher im Strafraum sorgte unser japanischer Goalgetter für den 3:1-Endstand.
 

Statements

Marco Rose

Es war Aktivität gegen Aktivität. Wir waren in der ersten Halbzeit aber nicht aktiv genug. Die grundsätzliche Aussage kann durchaus sein, dass wir natürlich besser spielen können und wollen, aber die Mannschaft hat wieder einmal immer an sich geglaubt, ist wieder ins Spiel gekommen und hat hinten raus den Sieg unbedingt gewollt. Das macht mich stolz. 

Alex Walke:

Ich muss ehrlich sagen, es war heute nicht unsere beste Partie. Wir müssen da auch ein bisschen aufpassen. Das Tor darf uns nicht passieren. Wir haben uns heute etwas schwer getan, wobei man auch sagen kann, dass das Tor eine Art Dosenöffner war. Auf einmal ging es, und wir haben Chancen gehabt. Verdient hin oder her, ist mir egal. Hauptsache, wir haben gewonnen!

WECHSEL

Minamino für Gulbrandsen (57.), Szoboszlai für Junuzovic (68.), Prevljak für Wolf (74.)

Gelbe Karten

Onguene (43./Foul), Samassekou (59./Foul)

Nicht einsatzbereit

Van der Werff (Knie), Pongracic (Oberschenkel)