„Da ist das Stadion fast explodiert“

Stephan Reiter und Christoph Freund im Spieltagsinterview

Stephan Reiter und Christoph Freund sprechen über den Stolz bei ihrer Arbeit, Pläne und Urlaube.

Gratulation zu dieser erfolgreichen Saison. Auch wenn es der siebente Meistertitel in Folge ist, war es dennoch eine außergewöhnliche Spielzeit. Wie fällt euer Resümee aus?

Christoph Freund:

Es war eine Saison mit unglaublich vielen Highlights. Bereits die Vorbereitung im Sommer mit den Spielen gegen Chelsea und Real und dann natürlich die Teilnahme an der Champions League waren für den ganzen Verein etwas Besonderes. Aber es gab auch schwierige Zeiten wie die Absage des Frankfurt-Spiels und dann natürlich die Corona-Pause. Doch am Ende bleibt die Freude über einen souveränen Meistertitel, den Erfolg im Cup und viele begeisternde internationale Spiele mit der großartigen Stimmung unserer Fans in der Red Bull Arena.

Stephan Reiter:

Ich bin stolz auf den siebenten Titel am Stück und finde, dass wir ihn uns sportlich absolut verdient haben. Vor allem nach der Unterbrechung im Frühjahr  waren die Burschen mit voller Konzentration wieder da und haben kein Spiel mehr verloren.

Welche Momente werden euch in Erinnerung bleiben?

Christoph Freund:

Ich bin ja schon sehr lange im Verein und hab das Champions League-Thema immer wieder miterleben und erleiden müssen. Daher war das erste Spiel gegen Genk in der Red Bull Arena schon etwas Bleibendes. Als Erling das Ding nach drei Minuten reingehaut hat und das Stadion fast explodiert ist, das war schon der Wahnsinn.

Stephan Reiter:

Ich fand das erste Trainingslager und den Test gegen Chelsea extrem spannend, weil wir da zum ersten Mal als neues Team aufgetreten sind. Herausragend war dann sicher auch der erste Auftritt in der Champions League. Wir alle hatten diesen Tag so lange herbeigesehnt, und dann gewinnen wir dieses Match gegen Genk auch noch mit 6:2.

Die Mannschaft hat nicht nur spielerisch überzeugt, auch die mentale Stärke war beeindruckend. Wie stolz seid ihr auf dieses Team?

Christoph Freund:

Wir sind im Sommer super gestartet, und es gab einen regelrechten Flow in der Mannschaft. Nach der Winterpause hatten wir dann eine schwierigere Phase. Und die war vielleicht auch wichtig, weil wir daraus gelernt und uns weiterentwickelt haben. Dann kam die Corona-Pause, und die haben wir perfekt genutzt, um als Team noch näher zusammenzuwachsen und das Feuer für das Saisonfinale zu schüren.

Stephan Reiter:

Diese Mannschaft hat heuer gezeigt, welch tollen Charakter sie hat. Wir haben die schwierigen Zeiten als Team gemeistert, und da hat jeder Einzelne mitgezogen. Wir haben einfach eine richtig coole Truppe!

Sich auf Erfolgen auszuruhen, passt nicht zum Klub. Was kann man noch besser machen, und welche Pläne und Ziele habt ihr für die kommende Saison?

Christoph Freund:

Wir haben uns die Latte in den letzten Jahren selbst enorm hoch gelegt mit sieben Meistertiteln und den vielen internationalen Erfolgen. Diese Titel und Leistungen wollen wir bestätigen. Und das ist viel schwieriger, als erstmals etwas zu gewinnen. Mir ist aber wichtig, dass wir weiterhin unsere Idee von Fußball folgen. Wir wollen mutig sein und jungen Spielern die Chance geben, attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen.

Stephan Reiter:

Die Ziele sind relativ klar definiert. Wir wollen uns nach diesem Meistertitel wieder für die Champions League qualifizieren und national unsere Titel verteidigen. Wichtig ist, dass wir weiter unsere Hausaufgaben erledigen. Titel kann man nicht planen, die Maßnahmen, die dazu führen, hingegen schon.

Die Sommerpause wird sehr kurz ausfallen. Können der Geschäftsführer und der Sportdirektor da überhaupt Urlaub machen?

Christoph Freund:

Es war eine sehr intensive Saison, daher ist schon etwas Urlaub geplant. Ich bin froh, dass mein Urlaub mal mit den Ferien meiner Kinder zusammenfällt, und daher werden wir zumindest eine Woche oder zehn Tage miteinander verbringen.

Stephan Reiter:

Wir alle brauchen jetzt mal kurz Zeit zum Durchschnaufen, das haben sich alle im Verein verdient. Aber ich freue mich schon wieder auf die Aufgaben in der kommenden Saison und vor allem auf die Tatsache, dass wir ab September wieder unsere Fans im Stadion begrüßen dürfen.