Das war die Meisterrunde

Unser 10-Spiele-Sprint zur Schale

Nach dem Grunddurchgang der Jäger, nach Corona der Gejagte, nach der Meisterrunde der Dominator: die Geschichte einer brillanten Saison.

Wir erinnern uns zurück. Viereinhalb Monate ist es her, das wirkt lang, doch es liegen nur zehn Bundesliga-Spiele dazwischen, da lagen wir auf Rang zwei. So recht wollte sowieso niemand, dass wir den Titel gewinnen. Und diesmal war jemand da, er uns scheinbar bezwingen konnte. Verloren war noch nichts, doch die Sympathien wussten wir nicht auf unserer Seite. Wie sehr sich das Bild doch wandeln kann.

Kleine Gruppe, großes Training

Im Lockdown, man wusste noch gar nicht, wann, geschweige denn, ob es wieder losgehen würde, war der Heißhunger auf den Titel bereits riesig. Belastungssteuerung über die Pulsuhr, Trainingstutorials über das Handy, wir nutzten die Technik und bastelten an unserer Meisterform. Es ist eine Frage der Mentalität, wie Jesse so gerne sagt. Wenn keiner zusieht, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht, trotzdem die Extrameile zu gehen, zeigt, wer wirklich will.

Als es wieder ins Kleingruppentraining ging, war die Kreativität des gesamten Staffs gefragt. Wie schafft man es binnen kürzester Zeit, Fußballer für 90 Minuten zu elft bereit zu machen, obwohl sie nur zu sechst traineren dürfen? Wie erhält man trotz der Umstände und des harten Trainings die Moral in der Gruppe? Jesses Masterplan waren Wettbewerbe. Topfit und fast ohne Verletzungen war die Mannschaft. Schon da hatten wir die Nase vorne.

Gleich Grip auf der Straße

Nachdem wir, ob des Punkteabzugs für den LASK, nun auch Tabellenführer waren, mussten wir vom Startschuss weg die PS auf die Straße bekommen, keine Zweifel lassen, dem Verfolgerfeld schon auf den ersten Metern enteilen. 2:0 gegen Rapid war ein guter, wenngleich unspektakulärer Anfang. Seine Wichtigkeit darf aber nicht unterschätzt werden. Den späteren Zweiten hatten wir dadurch gleich auf sieben Punkte distanziert. Der LASK, vor dem Spiel noch drei Punkte hinter uns, patzte in Hartberg. Alles lief nach Plan. Es folgte Saftiges. 6:0 in Hartberg, 5:1 in Graz, schon nach drei Spielen versprach sich kaum jemand daran, unseren siebten Meistertitel in Folge zu verhindern.

Doppelremis bremst Erwartung

Es schien eine Frage des Wann und nicht des Ob zu sein. Doch noch einmal schwebten Fragezeichen über der Red Bull Arena. In der Steiermark glänzten Daka und Szoboszlai noch mit Hattricks, in Kärnten gelang kein einziger Treffer. Die Chance zur Revanche gab es daheim. Eine 2:0-Führung wandelte sich innerhalb von fünf Minuten zu einem Remis. Doch, Glück im Unglück, verlor unser schärfster Verfolger Rapid gegen Hartberg. Der Titel, er war trotz zweier Dämpfern zum Greifen nah.

Final furios

Die Grünen waren justament auch die Nächsten, die uns empfangen sollten. Der Titledecider begann mit einem Ausrutscher von Enock Mwepu und dem folgenden 0:1. Anstatt zu zittern, gab es noch innerhalb der ersten 45 Minuten die vierfache Antwort. Am Ende stand es 7:2, ein historischer Sieg in Hütteldorf und ein weiterer Beweis dafür, dass unser Weg über Zweifel erhaben ist. Hartberg, Sturm und LASK, sie waren nur noch Stationen unserer Siegertournee.

Der Titel ist dahoam, aber wer war dein Spieler der Meisterrunde? HIER kannst du abstimmen.

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