Andi Ulmer im Spieltagsinterview

Andi Ulmer bestreitet sein fünftes Cup-Finale. Die Vorfreude ist groß, wie er uns im Interview erzählt.

Andi, die Wartezeit war lang, die Vorfreude ist groß. Wie sehr brennt ihr bereits auf das Finale des UNIQA ÖFB Cups?

Es hat uns sehr motiviert in den letzten Wochen, auch zu den Zeiten, als wir noch keine Gewissheit über den Spielplan hatten. Wir sind immer davon ausgegangen, dass wir gleich mit dem Cup-Finale starten werden. So waren von Anfang an die Sinne geschärft. Und das müssen sie auch am Spieltag sein, wenn es um den ersten Titel der Saison geht.

Die Vorbereitungszeit im vollen Training war knapp. Wie habt ihr euch vorbereitet?

„Wir haben alle in der Phase des Lockdowns sehr gut gearbeitet. Das war eine wichtige Grundlage, bevor es dann in die Kleingruppen und später in das Mannschaftstraining ging. Jedes Quäntchen mehr Fitness lässt dich früher an spielerischen Dingen arbeiten. Ich denke, wir sind gut gerüstet.

Ihr seid in den letzten sechs Jahren in das Cup-Finale eingezogen, fünf Mal habt ihr gewonnen. Auch diesmal seid ihr gegen den Zweitligisten Austria Lustenau die Favoriten. Wie geht ihr damit um?

„Natürlich wissen wir, dass viele davon ausgehen, dass wir gewinnen werden. Aber es ist wie immer. Wir geben alles, spielen unsere Stärken aus und sind am Ende hoffentlich siegreich. Die Situation ist natürlich ungewöhnlich, zumal wir seit ungefähr drei Monaten kein Pflichtspiel bestritten haben und den Gegner nicht aus der Liga kennen. Deswegen war die Vorbereitung umso wichtiger.“

Für euren Trainer Jesse Marsch könnte es der erste Titelgewinn in Europa werden. Merkt man auch bei ihm das Quäntchen Extramotivation?

„Jesse ist wie immer mit einem enormen Enthusiasmus bei der Sache. Er verlangt jeden Tag den höchsten Standard von uns. Wir haben nach dem Lockdown wieder eine gute Dynamik entwickelt und sind heiß auf das Finale.“

Ihr kennt Austria Lustenau nicht aus der Bundesliga. Auf welche Erfahrungswerte habt ihr in der Vorbereitung zurückgegriffen?

„Wir haben uns einiges im Videostudium angesehen, speziell die Dinge, auf die wir aufpassen müssen. Wie immer haben wir dann versucht, diese Situationen im Training zu simulieren und so ein Gefühl für den Gegner zu entwickeln. Es kann uns aber natürlich immer passieren, dass sich ein Gegner justament gegen uns etwas anderes überlegt. Aber auch dafür sind wir gewappnet, um den Pokal nach Salzburg zu holen.“