Drüberstreuer

90 Minuten Genuss, dann die Schale

Die Schale im eigenen Stadion, jetzt ist sie da! Schon am Sonntag kam es, dem WAC sei Dank, zu unerwarteten Feierlichkeiten. Ab morgen ist auch der Meisterteller wieder unser.

Neue Wäsche, neuer Teller, die Inventur ist in vollem Gange. Im neuen Trikot holen wir uns den Meistertitel ab. Das hat Tradition, bereits zum siebenten Mal in Folge stemmen wir die Schale, SERIENMEIS7ER eben. Ob da schon die Luft draußen ist? Keineswegs! Zum einen diktiert die oft strapazierte Floskel Wir wollen jedes Spiel gewinnen die Marschrichtung. Zum anderen gibt es einen Generalangriff auf unseren eigenen Torrekord aus der Saison 2013/14. Damals schlossen wir mit 110 Treffern ab, im Moment halten wir bei 102. 3,4 Tore erzielten wir im Schnitt pro Spiel, das wäre für den Rekord zu wenig.

Ganz nebenbei kann sich Patson Daka noch die Torjägerkrone aufsetzen. Drei Tore fehlen ihm auf den Führenden, Shon Weissman. „Die Elfmeter schießt von nun an Patson“, sagte Jesse schmunzelnd. Fünf Mal krachte es bei unserem Gastspiel in Graz vor drei Wochen. Das wäre auch diesmal nach unserem Geschmack.

Pressekonferenz vor Sturm

Die Grazer haben mittlerweile ihren Trainer Nestor El Maestro samt Bruder Nikon entlassen. Schon ihr letztes Spiel gegen Rapid bestritten sie unter Interimscoach Thomas Hösele. Zunächst sah es auch nach Trainereffekt aus. Doch die 2:0-Führung wandelte sich zu einer 2:3-Pleite. Es war die siebente Niederlage bei acht Spielen in der Meisterrunde. So lebt für Sturm mit vier Zählern Rückstand auf Hartberg nur noch die Minichance auf das europäische Geschäft.

Im Duell mit den Grazern streifen sich unsere Burschen zum ersten Mal das neue Trikot über. Die neue Wäsche gibt es bereits im Bullshop und im Online-Shop.

Lass dir die Krönung des SERIENMEIS7ERS nicht entgehen! Das Spiel ist am Mittwoch ab 20:20 Uhr in unserem Bullenfunk zu hören.

Personelles

Verletzungsbedingt nicht einsatzbereit ist Antoine Bernede (Knöcheloperation).

Statements

Stephan Reiter über …

… die aktuelle Gefühlslage:

Der ganze Klub freut sich sehr über den siebenten Titel in Serie. Für mich persönlich ist es jetzt der vierte Titel, den ich erleben darf. Man vergisst oft, wie schnell so eine Saison vorübergeht. Ich kann mich gut erinnern, als wir im Sommer noch über die vielen Wechsel bei uns diskutiert haben. Über zehn Leistungsträger haben den Verein verlassen, und wir hatten einen Wechsel im Trainerteam, der letztlich aber sehr erfolgreich war. Ich kann mich auch noch gut an den Start der Saison mit den beiden beeindruckenden Testspielen im Sommer gegen Chelsea und Real Madrid erinnern. Auch die Champions League war sehr beeindruckend. Wir waren in dieser Phase bei den Zuschauern auf einem sehr guten Weg, es kamen im Schnitt fast 11.000 in die Red Bull Arena – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 20 Prozent und fast ein Alltime-High.

... die Rahmenbedingungen der Meisterfeier morgen:

Natürlich fehlt dabei etwas ganz Elementares – die Emotion und die Leidenschaft, die von den Fans zur Mannschaft überschwappt und umgekehrt. Aber es ist nun einmal so, das müssen wir akzeptieren. Es sind jetzt noch zwei Spiele in diesem Modus zu absolvieren. Und es gibt jetzt schon die ersten Signale der Regierung, dass es da ab September eine Änderung geben wird. Für das Spiel morgen haben wir die Möglichkeit, dass 270 Zuschauer ins Stadion dürfen. Diese Chance nutzen wir und werden die Spielerfrauen und Partnerinnen, die im gemeinsamen Haushalt leben, sowie die Klubmitarbeiter einladen und eine kleine Feier abhalten. Aber auch ziehen wir unser Präventionskonzept weiter durch, werden vorab alle Personen auf Corona testen. Wir wollen weiter kein Risiko eingehen. Und wir wollen, wenn es die Rahmenbedingungen zulassen, eine Meisterfeier nachholen und uns für unsere Fans etwas Besonderes einfallen lassen.

Jesse Marsch über …

… den endgültigen Gewinn der Meisterschaft:

Wir sind sehr stolz auf unsere Mannschaft. Am Sonntagabend hatten wir noch eine richtige gute Meisterfeier, am nächsten Tag ein bisschen Erholung. Jetzt sind wir bereit für die letzten beiden Spiele, denn es ist wichtig, dass wir zum Saisonende noch zwei gute Leistungen abliefern. Aber meine Jungs können das, denn sie haben eine super Mentalität, das haben sie oft gezeigt.

Andreas Ulmer über …

… die Saison und seine Zielsetzung für die letzten beiden Matches:

Ich muss sagen, dass die beiden Titel in diesem Jahr vor allem aufgrund der Corona-Pause sehr speziell waren. Vieles war zum Zeitpunkt der Unterbrechung unklar, wir sind nicht auf dem ersten Platz in der Meisterschaft gestanden. Entscheidend war aber, wie wir nachher aufgetreten sind. Wir haben in der Meisterrunde kein Spiel verloren und wollen sie auch ungeschlagen beenden. Ich als Defensivspieler würde mich freuen, wenn wir am Ende nicht nur das Team mit den meisten erzielten, sondern auch jenes mit den wenigsten erhaltenen Toren sind.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Sturm Graz:

10.06.2020    SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:5 (1:4)
08.03.2020    FC Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz 2:0 (0:0)
19.10.2019    SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)
19.05.2019    SK Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)